F. Liszt
Années de pèlerinage
2011

Press reviews

«Verliebt in Clara Schumann»

«Nach dem Meisterzyklus-Konzert in der Tonhalle St.Gallen erfuhr das Publikum einiges über Leben, Lieben und Arbeiten der Musiker.»

Eine Aufführung des Oliver Schnyder Trios
in der Tonhalle St. Gallen

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– Rolf App / Tagblatt / Oct 2018 –

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«... Aargauer Intendantenpaar übernimmt Leitung der Lenzburgiade»

«Die Lenzburgiade hat mit Fränzi Frick und Oliver Schnyder gleich zwei neue Intendanten»

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«… Davos soll für mich kein Nebenschauplatz werden.»

«Das traditionsreiche Davos Festival steht vor einem Wechsel: Der Klarinettist und Programmtüftler Reto Bieri übergibt an den Schweizer Pianisten Oliver Schnyder…»

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– Christian Berzins / kultur tipp / Aug 2018

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«… das Klavier der Nachbarin öffnete ihm das Tor zur Welt»

«Der Pianist Oliver Schnyder gehört zu den wenigen Schweizer Musikern, denen die internationalen Konzertsäle offenstehen. Er gilt als Klavierpoet und verzaubert das Publikum als Solist ebenso wie als Kammermusiker...»

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– Irène Maier / Radio Swiss Classic / May 2018

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«Eine Laudatio von Oliver Schnyder»

«Douglas Bostock ein charismatischer Dirigent (...)»

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– Oliver Schnyder / Argovia Philharmonic / May 2018

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«Oliver Schnyder folgt auf Reto Bieri»

«Sein Nachfolger wird mit Oliver Schnyder einer der herausragenden Pianisten seiner Generation.(...)»

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– Urs Mattenberger / Zentralschweiz am Sonntag / Apr 2018 –

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«Davos sei Dank»

«Reto Bieri übergibt ab 2019 die künstlerische Leitung an den Schweizer Pianisten Oliver Schnyder (...)»

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– pd / Davoser Zeitung / Mar 2018 –

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«Davos Festival mit neuem Intendanten»

«Eine Berufungskommission mit Vertretern des Stiftungsrats Davos Festival hat sich für Oliver Schnyder als Nachfolger entschieden. Oliver Schnyder, von der NZZ als «intelligent, sensibel, virtuos» bezeichnet, gilt als einer der herausragenden Pianisten seiner Generation. (...)»

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– so / Südostschweiz / Mar 2018 –

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«Neuer Intendant am Musikfestival in Davos»

«Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder übernimmt ab 2019 die Festivalleitung von Reto Bieri. (...)»

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«Ein Aargauer erobert Davos»

«Der international gefeierte Aargauer Pianist Oliver Schnyder übernimmt 2019 das traditionsreiche Davos Festival (...)»

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– sk / Aargauer Zeitung / Mar 2018 –

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«Oliver Schnyders Reise geht weiter»

«Freudig überrascht nimmt man bei der Wiederbegegnung mit Schnyders Interpretation von Ludwig van Beethovens Hammerklaviersonate teil an einer herausfordernden Reise, die den Pianisten mittlerweile schon weit geführt hat (...) und beginnt mit Blick in die Zukunft sogleich zu träumen: (...) Der Ennetbadener Pianist wird ab 2019 neuer Intendant des Davos Festivals.»

Eine Aufführung von Oliver Schnyder
im Rahmen von Piano District in der Druckerei Baden

 

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– Elisabeth Feller / AZ Badener Tagblatt / Mar 2018 –

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«Neuer Festivalchef für Davos»

«Das traditionsreiche Davos Festival steht vor einem Wechsel: Der Klarinettist und Programmtüftler Reto Bieri übergibt an den Schweizer Pianisten Oliver Schnyder.»


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– Christian Berzins / NZZ / Mar 2018 –

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«Oliver Schnyder begeistert das Publikum mit Beethovens Hammerklaviersonate»

«Es zerreisst einen – wie etwa beim Hören der «Hammerklaviersonate». Da fehlen einem die Worte, bevor einem schliesslich in den Sinn kommt, was in der Beethoven-Oper «Fidelio» gesungen wird: «O Gott, welch ein Augenblick!»
Das hätte man am Ende von Oliver Schnyders von nuancierter Empfindungswärme durchpulster Interpretation dieser Sonate am liebsten gesagt.(…)»

Eine Aufführung von Oliver Schnyder
im Gartensaal der Villa Boveri

 

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«(...) magische Interpretation»

«(…) Der Pianist Oliver Schnyder erläuterte die Unterschiede der beiden Sonaten in der gestrigen Matinee anschaulich, aber man hörte seinem Spiel auch ohne das genau an, was Schubert empfunden haben muss. (…) Er liess die Zuhörer teilnehmen an seiner von innen heraus gestalteten Interpretation. (…) Filigran und wunderbar leicht spielte Schnyder die einschmeichelnde Melodik, um im Trio starke Akzente zu setzen. Die Helligkeit verstärkte sich im letzten Satz, der sich schliesslich wie in warmen Sonnenschein auflöste. Die Zuhörer waren hellauf begeistert, einige meinten, man hätte gerne alle drei Sonaten gehört!»

Eine Aufführung von Oliver Schnyder
im Rahmen des Kammermusikfestes «klang»
auf Schloss Meggenhorn

 

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– Gerda Neunhoeffer / Luzerner Zeitung / Dec 2017 –

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«Meilensteine! Ein Rückblick auf Schnyders «Beethoven-Jahr»

«Beethoven! Ihm hat sich der Schweizer Pianist Oliver Schnyder in den letzten Monaten verschrieben. Kurz nacheinander hat er Gesamtaufnahmen von Beethovens Klaviertrios (mit dem Oliver Schnyder Trio) und Klavierkonzerten (mit dem Luzerner Sinfonieorchester) vorgelegt. Zwei spektakuläre Viertausender (…)»

eine Sendung im Rahmen CH-Musik
Radio SRF 2 Kultur

Zur Sendereihe

– David Schwarb / Radio SRF 2 Kultur / Dec 2017 –

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«Wanderung in extremen Klanglandschaften»

«(...) Erschütterung im Saal, nachdem der letzte, leise Ton verklungen ist. Dann zaghafter Beifall, der nach und nach in Begeisterungsstürme übergeht.»

Oliver Schnyder Trio mit Tenor Daniel Behle
Aufführung Franz Schuberts "Winterreise"
im Ingolstädter Festsaal

 

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– Jesko Schulze-Reimpell / Donakurier / Nov 2017 –

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«Oliver Schnyder erntete in Fellheim starken Beifall»

«Oliver Schnyder bezauberte das Auditorium (...) ließ den Steinway mit unglaublicher Fingerfertigkeit wahrlich rauschen – durch feinfühligste Hingabe (...) beseelend.»

Aufführung im Rahmen der Cultura Konzerte in der ehemalige Synagoge Fellheim 2017|18

 

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«Dubbed the piano poet (...) with over 12,000 fans on Facebook»

«(...) alone, Schnyder's aesthetic approach is compared with that of the great pianists Kempff, Schnabel, Fischer and Barenboim.»

«Man hätte gerne noch länger zugehört.»

«(...) Was da angeboten wurde, war ein mehrgängiges Menü mit erlesenen Zutaten. Marc Bouchkow, Violine, und der Pianist Oliver Schnyder entfalteten ein ganzes Kaleidoskop an Klangschattierungen und zogen das Publikum in ihren Bann. (…) Schnyder's gesangliches Spiel vereinte sich magisch mit den Violinklängen, wie plätschernde Quellen perlten Arpeggien, und poetische Dialoge entspannten sich zwischen Geige und Klavier. Das bekannte «Allegretto poco mosso» aus Francks Sonate spiegelte sich im Lächeln auf den Gesichtern der Zuhörer, und Beethoven wurde bestechend klar musiziert.(…) Schnyder zauberte mit seinem differenzierten Anschlag einen farbigen Klangteppich. Man hätte gerne noch länger zugehört.»

Aufführung im Rahmen der Schubert-Gipfelwerke auf dem Pilatus

 

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– Gerda Neunhoeffer / Luzerner Zeitung / Oct 2017 –

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«Ein berauschender Abend»

«(...) Dass ihn die Medien einen Klavierpoeten nennen, löste er an diesem Abend bestens ein. Scheinbar schwere- und mühelos traf er geschmeidig den rechten Klang, die gezielte Agogik und prägnante Artikulation. »

Aufführung mit dem Basler Sinfonieorchesters im Lörracher Burghof

 

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– Edward H. Tarr / Badische Zeitung / Oct 2017 –

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«Beeindruckend und makellos»

«(...) Der dritte Satz «Allegro assai» glänzte mit einer hervorragend gespielten Solokadenz. Oliver Schnyder konnte hier seine brillante Technik und differenzierten Anschlag voll zu Geltung bringen.»

Aufführung mit dem Basler Sinfonieorchesters im Lörracher Burghof

 

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– Gottfried Driesch / Die Oberbadische / Oct 2017 –

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«Marvelous»

«(...) Auf die Ouvertüre, ein Lustspiel von Busoni, folgte ein erstes Highlight: Mozarts Piano Concerto Nr. 20 in D Moll mit dem Solisten Oliver Schnyder. «Marvelous», entfuhr es dem Sitznachbar, beeindruckt vom Zusammenspiel zwischen dem Orchester und dem aargauischen Pianisten.»

Aufführung mit dem Sinfonieorchester Basel
in der Cadogan Hall in London

 

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– Marc Krebs / bz Basel / Oct 2017 –

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«Der Reichtum klassischer Musik»

«(...) Solist ist der international renommierte Schweizer Pianist Oliver Schnyder, der auch ein exzellenter Kammermusiker ist und Erfahrungen der historisch informierten Aufführungspraxis in sein Spiel auf dem modernen Flügel einfließen lässt, etwas in W.A. Mozarts Klavierkonzert Nr. 20, KV 466, d-Moll. (...)»

Aufführung im Rahmen der Konzerte Klassik im Burghof Lörrach

 

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– Christian Fluri / Programmzeitung / Oct 2017 –

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«(…) eine geradezu vollkommene Umsetzung.»

«(...) Wenn das Klavier weitgehend Melodie führend dem Sänger zur Seite steht, schalten sich die beiden Streicher doch zielgerichtet ein. In einem Lied wie „Erstarrung“ wirken sie wie ein wärmendes, gefühlvolles Licht. Auch das lustige Posthorn oder aber „Der stürmische Morgen“ erhalten kräftigere Farben und Konturen. Der Streicherklang nimmt aber auch manchem wehmütigen Gedanken das Herbe und gibt damit auch dem melancholischen Wanderer etwas mehr Zuversicht. Dazu ergab ich mit der betörenden Stimme des Sängers immer wieder eine geradezu vollkommene Umsetzung… Die Auswahl von Schuberts Liederzyklus als Musikfest-Schwerpunkt erwies sich so bereits am ersten Abend als ein Volltreffer – nicht nur die ersten Schritte in dieses «große Gebirge der Musikgeschichte» (Pauly) waren getan. Einen der vielen Gipfel haben Behle und das Oliver Schnyder Trio bei ihrem Frankfurter Gastspiel bereits zweifellos erstiegen.»

Oliver Schnyder Trio mit Tenor Daniel Behle
Aufführung WinterreiseN im Rahmen des
Musikfest "Fremd bin ich" - Alte Oper Frankfurt
– Matthias Gerhart / Frankfurter Neue Presse / Sept 2017 –

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«Die schlüssigen und zugleich staunen lassenden Details waren schier zahllos.»

«(...) zuletzt mittels einer direkt im Inneren des Flügels anzuschlagenden Basssaite, die den «Leiermann» glockentief grundierte. Es könnte immer wieder von vorne losgehen (...)»

Oliver Schnyder Trio mit Tenor Daniel Behle
Aufführung WinterreiseN im Rahmen des
Musikfest «Fremd bin ich» - Alte Oper Frankfurt
Bedřich Smetana: Klaviertrio g-Moll op. 15

Oliver Schnyder Trio spielt Smetana.

Oliver Schnyder Trio
Musikstück der Woche im SWR2
Im Gespräch mit Anna Kardos in der Aargauer Zeitung

«Unser erstes Stück, das wir als Trio gespielt haben, war Schubert. Und gleich danach kam Smetana. Wir sind alle unabhängig voneinander darauf gestoßen. Es ist unglaubliche Musik. Smetana wird gemeinhin nicht in einer Kategorie mit Bach und Beethoven genannt, aber mit diesem Werk gehört er dazu. Und mit dem Stück hat es eine besondere Bewandtnis. Es ist ein Requiem für seine verstorbene Tochter. Eine wunderschöne, leidenschaftliche, tieftraurige Musik. (...)»

Oliver Schnyder Trio
Oliver Schnyder im Gespräch mit Anna Kardo in der Aargauer Zeitung
– Anna Kardos / Aargauer Zeitung / Aug 2017 –

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«Hammerklavierabend zwischen Himmel und Erde»

«Die 82. Musikwoche Braunwald ist eröffnet. Am Startabend erlebte das begeisterte Publikum zwei Premieren: Oliver Schnyders tief berührende Aufführung von Beethovens Hammerklaviersonate und den Auftritt von Cathryn Lehmann und Philippe Kuhn an der Jazz-Night. (...) mit Standing Ovations feierte das Publikum im «Bellevue»-Saal Oliver Schnyders Premiere von Beethovens Hammerklaviersonate. Berührt von der Höhe, Tiefe, Breite und Fülle des Gehörten, wird es Zeuge der Aneignung eines der größten Wunder der Klavierliteratur. (...)»

Aufführung im Rahmen der 82. Musikwoche Braunwald
– Swantje Kammerecker / Südostschweiz / Aug 2017 –

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«Demonstration mit Beethoven»

«(…) Nicht zuletzt in der intensiven Zusammenarbeit mit einem so hochkarätigen wie experimentierfreudigen Pianisten setzte dieses Beethoven-Projekt ein Zeichen gegen oberflächlichen Jetset. Beste Voraussetzungen also für die CD-Aufnahmen, die im Herbst erscheinen.»

Aufführung mit dem Sinfonieorchester Luzern
im Rahmen von The Beethoven Project

 

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«Gebannt, fast angestrengt - angespannt, lauschte das Publikum, (...) diesem Musikgenuss»

«(...) und feierte die Künstler dann auch mit einem lang anhaltenden starken Applaus.. (...) Trotz dem, von Beethoven diktierten engen Korsett der Interpretation, gelingt es Oliver Schnyder auf eindrückliche Art, dem Werk seine persönliche Note zu verleihen. Er schuf eine meditativ verinnerlichte Atmosphäre im langsamen Satz, schälte die Nuancen heraus, ruhte oft in sich selbst, über sein Instrument gebeugt, um sich kurz darauf entspannt zurückzulehnen für besonders schöne Tremolo oder eine Abfolge feiner Arpeggien. (...)»

Aufführung mit dem Sinfonieorchester Luzern
im Rahmen von The Beethoven Project

 

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«(...) ein Meilenstein»

«(…) im Mittelsatz ließ Schnyder, der mit sparsamem Pedalgebrauch einen kernigen Klang favorisierte, die Harmonie zauberhaft irrlichten (…)»

Aufführung mit dem Sinfonieorchester Luzern
im Rahmen von The Beethoven Project

 

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– Urs Mattenberg / Luzerner Zeitung / Jun 2017 –

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«Zwischentöne»

«(...) wie klingt es, wenn der Pianist nur schwarze Tasten spielt?»

Ein Artikel über Oliver Schnyder im LUKB Magazin

 

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– LUKB Magazin / Jun 2017 –

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Antonín Dvořák: Klaviertrio e-Moll op. 90

Oliver Schnyder Trio spielt Dvořák

Oliver Schnyder Trio
Musikstück der Woche im SWR2
«A memorable evening...»

«...for all involved and a showcase for finest Swiss excellence (…) a large audience expressed its gratitude with standing ovations.»

Ein Konzert von Oliver Schnyder im Schweizer Konsulat in Instanbul
– Consulate General of Switzerland in Istanbul / May 2017 –

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«Mehr als das treibende Rad in der Musik»

Ein Nachruf an Emmy Henz-Diémand
von Oliver Schnyder

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«Oliver Schnyder bewies, dass er zu den ganz großen Pianisten der Gegenwart zählt (...)»

«... nicht nur in Bezug auf technische Brillanz, sondern vor allem auch in der musikalischen Ausdeutung, sodass er zu Recht als «Klavierpoet» von ungewöhnlicher Ausstrahlung bekannt ist. (...)»

Eine Aufführung im Rahmen der Veranstaltung
«Auf den Spuren von Mozart im Industrieareal Unterentfelden»

 

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«Die Weltklasse lässt grüßen»

«(...) Dass Oliver Schnyder bei der Reihe «Meisterinterpreten in Zürich» auftritt, zeigt, in welcher Kategorie der 43 Jahre alte Pianist mittlerweile spielt: In der laufenden Saison waren in dieser Konzertreihe auch die Pianistin Martha Argerich, der Geiger Pinchas Zukerman oder der Pianist Evgeny Kissin zu hören – die Weltklasse lässt grüßen.»

Aufführung im Rahmen der Reihe «Meisterinterpreten in Zürich»

 

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– Thomas Schacher / Neue Züricher Zeitung / Mar 2017 –

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«Das Publikum hielt über die ganze Zeit den Atem an.»

«(…) Am Schluss erhob es sich zu lang anhaltenden Ovationen.»

Oliver Schnyder Trio
Aufführung WinterreiseN
– Tobias Humm / Zürichsee-Zeitung / Jan 2017 –

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«Musikalischer Höhenflug»

«(...) obwohl das Gegengewicht des Orchesters fehlt, wird das Konzert zum Erlebnis. Denn auch die Saiten der menschlichen Seele verstimmen sich an einem solchen Höhenpol – aber zum Besseren hin. In olympischer Unbelangbarkeit, hoch über den Niederungen des Alltags und eingebettet in den Kreislauf der Gestirne, tritt man den Werken freier, empfänglicher und klareren Geistes gegenüber. Beethovens Musik ließ den Pilatus zum Zauberberg auf Zeit werden..»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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– Tagespresse / Oct 2016 –

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«Ein Beethoven, der aufschrecken lässt...»

«PILATUS – Halbzeit im Hotel Pilatus-Kulm: Oliver ­Schnyder und LSO-Musiker fanden zu echtem Miteinander.

Am zweiten Beethoven-Wochenende auf dem Pilatus spielten der Pianist Oliver Schnyder und ein Streichquintett des Luzerner Sinfonieorchesters die Klavierkonzerte Nr. 3 und 4, in denen die Gegenüberstellung von Solist und Orchester einem gleichberechtigten Miteinander weicht.

Wie spannungsvoll dieses ist, zeigte der Auftakt zum dritten Konzert c-Moll. Da schleuderte Schnyder nach der Orchester­einleitung die aufsteigenden Sechzehntel-Noten im Forte derart in den Queen-Victoria-Saal, dass man fast aufschreckte. Da wurde klar, wie sehr die damals verbesserte Klaviertechnik einen stärkeren Ton erlaubte. Schnyder trug die Dramatik hinüber in die Kadenz und erschrak wohl selber etwas über diese Dominanz, meinte er. Er freue sich auf die Aufführungen im Juni mit dem ganzen Orchester.

Zwischen dem bravourösen ersten und dem rhythmisch pointierten dritten Satz konzentrierte sich Schnyder im entrückten E-Dur-Mittelsatz ganz auf den poetischen Gehalt. Bei den Tutti-Stellen wirkte die Begleitung etwas dünn oder scharf, aber meist vermisste man die Blasinstrumente erstaunlicherweise nicht. Das galt noch mehr für das vierte Klavierkonzert, wo ebenfalls der langsame Satz zum emotionalen Höhepunkt wurde. Hier kam es zu einem echten Miteinander, wobei sich die Partner im Finale zu enthusiastischem Spiel steigerten.»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern
– F.S / Luzerner Zeitung/ Oct 2016 –

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«Beethoven im höchstgelegenen Konzertsaal der Welt»

«(...) sie wissen, dass mit Oliver Schnyder einer der besten Schweizer Pianisten auf dem Podium steht.»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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«Ein klassisches Höhentraining»

«Der Pianist Oliver Schnyder und das Luzerner Sinfonieorchester luden zum Gipfeltreffen auf den Pilatus. Mit einem reinen Beethoven-Programm, weit über der Zentralschweizer Wolkendecke. Eine Werkstatt mit Aussicht. (...)»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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– Daniel Spiesecke / Zentralplus / Oct 2016 –

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«Grenzerfahrungen auf dem Berg»

«PILATUS – Nur ein erster Höhepunkt auf einer langen Gipfeltour. (...)»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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– Luzerner Zeitung/ Oct 2016 –

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«Starpianist Oliver Schnyder verzaubert mit Beethoven»

«Am 15. und 16. Oktober 2016 sowie an den darauffolgenden Wochenenden erklingt Beethoven in 2132 Metern über dem Meer. Der Pilatus begrüßt dann nämlich den renommierten Schweizer Pianisten Oliver Schnyder, der auf dem Drachenberg an sechs Konzerttagen Werke von Beethoven präsentiert.»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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– Belmedia Redaktion / events24.ch / Oct 2016 –

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«Hier fliegt ein 130'000 Franken teurer Steinway-Flügel»

«(...) und das alles wegen des Badener Pianisten Oliver Schnyder.»

Artikel über «The Beethoven Project» auf dem Pilatus-Berg bei Luzern

 

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«Flügelweihe mit Beethoven»

«Die (..) Flügelweihe vollzieht (..) der Solist Oliver Schnyder und das Staatsorchester unter der Leistung von Howard Griffiths mit Ludwig van Beethovens pathetischem, antinapoleonische inspiriertem 5. Klavierkonzert in Es-Dur. Er achtet sehr auf artikulatorische Feinheiten, bringt die heldischen und lyrischen Abschnitte auf diesem Experimentierfeld des sinfonischen Konzertierens vorzüglich zur Geltung. Doch die Vorlieben des Flügels zeigen sich besonders deutlich im Adagio, das Schnyder ganz leicht und lebendig, mit Freude am Ziselieren bezaubernd aussingt. (…)»

Aufführung im Rahmen des 10. Philharmonischen Konzerts
in der Konzerthalle Frankfurt

 

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– Peter Buske / Jun 2016 –

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«Eine gemeinsame Sprache für Beethoven»

«(...) die Protagonisten des Beethoven-Festivals sind der Intendant Numa Bischof, der Pianist Oliver Schnyder, der Chefdirigent James Gaffigan und Musiker des Luzerner Sinfonieorchesters.»

Artikel über «The Beethoven Project»

 

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– Urs Mattenberger / Jun 2016 –

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«Weltklasse in Ittingen»

«Oliver Schnyder übernimmt die künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte 2016.
(…) Der klösterliche Geist (oder war es an diesem Pfingstsonntag der Pfingstgeist?) scheint an dieser Stätte weiterhin wohltuend zu wirken.(...)»

Artikel über die «Ittinger Pfingstkonzerte 2016»

 

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– Rolf App / Tagblatt / May 2016 –

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«Fantasie und Kommentar»

«Die 22. Ittinger Pfingstkonzerte unter der Leitung von Oliver Schnyder sind vielversprechend.»

Artikel über die «Ittinger Pfingstkonzerte 2016»

 

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– Thurgauer Nachrichten / May 2016 –

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«Farbe bekennen»

«In diesem Jahr stehen die Ittinger Pfingstkonzerte unter der künstlerischen Leitung von Oliver Schnyder (…) ein farbenfrohes Programm (…)»

Artikel über die «Ittinger Pfingstkonzerte 2016»

 

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– Südkurier / May 2016 –

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«Musik hören – und darüber reden»

«(...) Unter dem Motto «Farbe bekennen» setzten der Pianist Oliver Schnyder und der Schriftsteller Alain Claude Sulzer in acht Konzerten reizvolle Akzente.»

Artikel über die «Ittinger Pfingstkonzerte 2016»

 

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– St. Galler Tagblatt / May 2016 –

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«Beethoven heroisch! Mit Roger Norrington und Oliver Schnyder.»

«Er sei «eine musikalische Sensation», schrieb die Süddeutsche Zeitung über Oliver Schnyder. Tatsächlich ist der Aargauer Pianist längst weit über die Landesgrenzen hinaus gefragt.»

Aufführung in der Tonhalle Zürich mit Sir Roger Norrington

 

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«Pathos-Alarm»

«(...) Schnyder wob zusammen mit dem Orchester an der dichten, doch immer durchhörbaren Textur, verlor sich bald hier in ein Zwiegespräch mit einem Instrument, gestaltete bald dort spannungsreiche Übergänge. Das liedhafte Adagio spielte er, unter subtilen harmonischen Lichtwechseln des Orchesters, elastisch und schön. Dem Rondo-Thema gewann Schnyder einiges an rhythmischer Energie ab, ließ aber auch viel Zärtlichkeit zu, während das Blech das Schmettern nicht vergaß.»

Aufführung in der Tonhalle Zürich mit Sir Roger Norrington

 

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– Jürg Huber / Neue Zürcher Zeitung / Jan 2016 –

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«Sir Roger's Delights: Schnyder und Norrington mit dem ZKO in der Tonhalle Zürich»

«Sir Roger Norrington kann es nicht lassen, das Publikum auch als Ehrendirigent des Zürcher Kammerorchesters zu beglücken – und er tat dies mit großem Erfolg in der ausverkauften Tonhalle. (...) Oliver Schnyders Spiel war sehr agil, präzise und virtuos, die Zusammenarbeit mit dem ZKO perfekt.»

Aufführung in der Tonhalle Zürich mit Sir Roger Norrington

 

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«Beethoven fünf und drei – Der Sacre du Printemps von 1806!»

«(...)Ein toller Beethoven-Abend, dank Oliver Schnyder und Sir Roger Norrington mit dem Zürcher Kammerorchester (...) Denn so himmelsstürmend spielte der jungen Schweizer Pianist Oliver Schnyder mit einer beeindruckenden Brillanz und Technik (...) Umso überraschender lyrisch sich zurücklehnend der 2. Satz, aber nicht zu langsam, immer am Puls des Geschehens.»

Aufführung in der Tonhalle Zürich mit Sir Roger Norrington

 

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– John H. Mueller / der-neue-merker.eu / Jan 2016 –

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«Herzensstücke»

«Eingeladen von der Konzertveranstalterin Marina Korendfeld, genießt Oliver Schnyder in der Villa Boveri seit Jahren Gastrecht im Januar. Drei Tage gehören dem Pianisten – und diese nutzte er am vergangenen Wochenende für Herzensanliegen: Franz Schuberts drei letzte Sonaten zählen dazu; ebenso Werke von Mozart, Mendelssohn Bartholdy, Beethoven und Daniel Behle.»

Aufführung im Rahmen des Festivals im Gartensaal der Villa Boveri

 

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– Elisabeth Feller / Aargauer Zeitung / Jan 2016 –

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«Grosser Pianist spielt Herzensstücke»

«(...) Spielt Oliver Schnyder die an Schubert erinnernde Bewegtheit der e-Moll-Sonate kantabel-schwärmerisch oder das Largo e desto der D-Dur-Sonate melancholisch-fahl, als «große schwarze Bekenntnismusik» - so der Kritiker Joachim Kaiser - ist das einfach mirakulös.»

Aufführung im Rahmen des Festivals im Gartensaal der Villa Boveri

 

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– Elisabeth Feller / az Badener Tagblatt / Jan 2016 –

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«Ein alter Bekannter läuft zur Hochform auf»

«Das Abonnementskonzert mit dem Schweizer Pianisten Oliver Schnyder war schlicht ein Ereignis. (...)»

Aufführung im Rahmen der Abonnementskonzerte Musikkollegium Winterthur

 

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– Elisabeth Feller / Aargauer Zeitung / Jan 2016 –

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«Virtuos, sensibel, intelligent»

«Zwei eigenwillige Werke für Klavier und Orchester und ein Pianist, der so virtuos wie klug gestaltet: Oliver Schnyder und das Musikkollegium Winterthur widmeten sich Rachmaninow und Franck. (...)»

Aufführung im Rahmen der Abonnementskonzerte Musikkollegium Winterthur

 

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– Thomas Schacher / Neue Züricher Zeitung / Jan 2016 –

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«Ihr Schubert ging unter die Haut»

«(...) Damit wiederholte sich im zweiten Teil, was im ersten – beim Vortrag des monumentalen Klaviertrios Nr. 2 in Es-Dur – als Hoffnung keimte: eine erneut kaum auszuhaltende, bohrende Intensität. Damit wird sich dieses Konzert einen Ehrenplatz in der Reihe denkwürdiger Abende der Wettinger Kammerkonzerte sichern.»

Oliver Schnyder Trio und Tenor Daniel Behle
bei den Wettinger Kammerkonzerten
– Elisabeth Feller / Aargauer Zeitung / Dec 2015 –

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«Forschen, zweifeln, verzweifeln – und schließlich genießen»

«Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder war einst im Ausland berühmter als in der Heimat. Auch dank Orpheum gelang es ihm, sich durchzusetzen. Heute gehört er als Kammermusiker und Solist zu den Großen in der Klavierszene. (...)»

Artikel über Oliver Schnyder in DU - 25 Jahre Orpheum

 

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– Christian Berzins / Du - 25 Jahre Orpheum / Jun 2015 –

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«Refreshing concert from BSO (...) pianist Oliver Schnyder»

«In his BSO debut, pianist Oliver Schnyder gave a Haydn concerto extra zing with subtly jazzy cadenzas. (...)»

Concerto with the  BSO

 

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– Tim Smith / The Baltimore Sun / May 2015 –

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«The evening’s soloist, Swiss pianist Oliver Schnyder, took a risk that paid off handsomely (...)»

«This was his BSO debut, and rather than perform some big romantic showpiece, he chose the Haydn Concerto in D (H. XVIII: 11), a work that I’d previously heard in performance only from children, some quite young. But Schnyder (in his 40s and well into an international career) showed that real artistry can be applied to technically simple music just as well as in knuckle-busters. His phrasing and touch in the Un poco adagio opened up worlds of expression, and his bumptious, off-kilter accents in the Hungarian-themed Rondo never disturbed the flowing, propulsive stream of notes. When was the last time you saw a standing ovation for a Haydn concerto?»

Concerto with the  BSO
«Sein Name ist Schnyder»

«Ein Schweizer packt das DR Konzerthaus mit Musikalität statt mit Allüren. Ein magischer Abend. (...) Ein Ton genügte (…) und jedes Herz im Saal war völlig hin. Das DR Danish National Symphony Orchestra darf stolz sein auf diese Trouvaille, Oliver Schnyder sollte unbedingt wieder eingeladen werden. Er ist unglaublich freundlich und sympathisch, angenehm in jeder Beziehung. Seine mühelose Technik sucht ihresgleichen. Sogar die große Solokadenz à la pop wird zu einem himmlischen Erlebnis – der Pianist ist mit allen musikalischen Wassern gewaschen. Als Zugabe Schumanns merkwürdiger «Vogel als Prophet» aus den «Waldszenen»: Eine Musik so mystisch wunderbar wie der Besuch auf der Rückseite des Mondes.»

(übersetzt aus dem Dänischen von Dr. Fritz Madsen)

Aufführung mit dem Danish National Symphony Orchestra 
– Sören Schauser / Berlingske / May 2015 –

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«Entente musicale heureuse au Victoria Hall»

«Le piano agile d’Oliver Schnyder se fond dans les notes de Julia Fischer. Cette entente symbiotique a atteint, dans le 4e mouvement de la 1re Sonate de Saint-Saëns donné en bis, un niveau étourdissant.»

Concerto avec Julia Fischer et l`Academy of St Martin in the Fields

 

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– Sylvie Bonier / Le Temps Culture / Apr 2015 –

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«Haydns Sonne, Schönbergs Nacht»

Ernsthaftigkeit und sangliches Spiel verbinden die Geigerin Julia Fischer und den Schweizer Pianisten Oliver Schnyder. Am Mittwoch begeisterten sie in der Tonhalle St. Gallen beim Migros-Classics-Konzert.»

Aufführung mit Julia Fischer und The Academy of St Martin in the Fields
im Rahmen der Migros-Classic-Konzerte in der Tonhalle Zürich

 

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– Bettina Kluger / St. Galler Tagblatt / Apr 2015 –

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«Jugendliche Leidenschaft: Julia Fischer und Oliver Schnyder in Zürich»

«Jugendliche Leidenschaft stand an diesem Abend auf dem Programm: Jugendwerke allesamt, waren die Stücke jugendlich in verschiedener Hinsicht: leicht, unbeschwert bei Haydn, ungestüm bei Mendelssohn Bartholdy, schwärmerisch-verträumt bei Schönberg.»

Aufführung mit Julia Fischer und The Academy of St Martin in the Fields
im Rahmen der Migros-Classic-Konzerte in der Tonhalle Zürich

 

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«Bühne frei für: die Routine, die Perfektion und das Musikantentum»

«Sie sind unterschiedlich gern gesehen in den Konzertsälen, doch im Rahmen der derzeitigen Migros-Kulturprozent-Classics-Tournee waren alle drei zu Gast in der Zürcher Tonhalle. Die ersten beiden, Routine und Perfektion, hatten ihren Auftritt in Joseph Haydns Violinkonzert in G-Dur Hob. VIIa:4. Obwohl die Academy of St Martin in the Fields im Finalsatz ihre motorischen Qualitäten aufblitzen ließ, offenbarte sie mit pastosem Klang, dass sie ihre große Zeit im vergangenen Jahrhundert hatte und inzwischen den Anschluss an die historisch informierten Spezialensembles verpasst hat. Die Perfektionistin Julia Fischer hingegen spielte ihren Part mit blitzblankem Silberklang und akkurat artikuliert, schlug die großen Bögen im Adagio mit fein dosiertem Vibrato - aber auch mit einer gewissen Distanziertheit.

Die gediegene Routine wurde in Felix Mendelssohn Bartholdy`s jugendlichem Doppelkonzert für Geige und Klavier in d-Moll von Oliver Schnyder gründlich aufgemischt. Sein Klavierspiel zeichnet sich nicht durch äußerliche Brillanz und donnernde Lautstärke aus, sondern durch große Variabilität und eine geerdete musikantische Energie, die unmittelbar auf das ganze Podium ausstrahlt. So lauschte man mit wachsendem Vergnügen dem musikalischen Treiben zwischen den so unterschiedlichen Charakteren, verfolgte das freundschaftliche Ringen um das angemessene Tempo, gab sich hörend der prononcierten Rede und Gegenrede, dem Vor- und Nachgeben hin, an dem sich auch die Academy mit steigender Lust beteiligte. Routine und bloße Perfektion waren gebannt, auch für das orchestrale Hauptstück des Abends.

Die Streichorchesterfassung von Arnold Schönbergs Sextett «Verklärte Nacht» op. 4 geriet mit Julia Fischer am ersten Pult zunächst zwar etwas oberstimmenlastig. Doch allmählich emanzipierten sich die übrigen Stimmen und fanden zu einem klanglich ausbalancierten Musizieren, das in einen wunderbar intim gestalteten Schluss mündete.»

Aufführung mit Julia Fischer und The Academy of St Martin in the Fields
im Rahmen der Migros-Classic-Konzerte in der Tonhalle Zürich
– Jürg Huber / Neue Zürcher Zeitung / Apr 2015 –

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«Das Klavier zum Singen bringen»

«(...) Oliver Schnyder aber zeigt sich in zart dahinfließenden Passagen als großer Poet. Und so erstaunt es auch nicht, wenn er sagt: «Ich suche in der Erarbeitung einer Interpretation vor allem eines: Schönheit. Denn Schönheit ist das, was uns in allen seinen Formen am unmittelbarsten berührt. (...)»

Ein Porträt Oliver Schnyder von Rolf App 

 

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«Weltklasse aus Bern»

«Oliver Schnyders Debüt beim BSO wirkt wie ein Eingeständnis: Man hat den international erfolgreichsten Schweizer Pianisten beim BSO bislang sträflich übergangen. Doch nun, wo er endlich darf, darf er gleich richtig: Der 41-Jährige spielt mit dem BSO Beethovens 2. Klavierkonzert in England und ist sein erster Artist-in-Residence. Im Abo-Konzert konnte man sich von Schnyders Weltklasse überzeugen. Ein Glücksfall, wie seine ästhetischen Vorstellungen mit jenen von Mario Venzago übereinstimmen. Bei Beethoven (und in Schumanns «Vogel als Prophet» als Zugabe) sind Verstand und Sinnlichkeit ideal ausbalanciert. Gekonnt, wie der Pianist das Adagio in die Schwebe spielt und das Orchester nahtlos den fehlenden Tonika-Schluss liefert. (...)»

Aufführung mit dem BSO
– Marianne Mühlemann / Der Bund / Apr 2015 –

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«Das muss Liebe sein»

«Oliver Schnyder debütierte beim Berner Symphonieorchester (...)»

Aufführung mit dem BSO

 

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– Oliver Meier / Berner Zeitung / Apr 2015 –

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«Déguster la musique»

«Un trio de classiques germaniques, une formation autant mythique que britannique, deux jeunes talents aux affinités zurichoises, dont une femme à la baguette (et à l'archet): c'est un menu raffiné pour les fines bouches, concocté par Oliver Schnyder et Julia Fischer.»

Concerto avec Julia Fischer et l`Academy of St Martin in the Fields

 

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– Beata Zakes / Scènes Magazine / Apr 2015 –

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«Das Trio wusste zu begeistern»

«Der Violinist Andreas Janke, der Cellist Benjamin Nyffenegger und der Pianist Oliver Schnyder legten eine Herangehensweise an den Tag, die völlig unaufgeregt neue Facetten der Musik Schuberts zum Vorschein brachte. So spielten sie das berühmte Andante con moto aus dem Es-Dur-Klaviertrio nicht in der üblich martialischen Manier, sondern zerbrechlich, feinfühlig, wie nicht von dieser Welt.»

Oliver Schnyder Trio
Meisterzyklus, Bern
– Andreas Zurbriggen / Berner Zeitung / Nov 2014 –

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«Zupackende Kraft des Oliver Schnyder Trios»

«Im an Ideen überbordenden Finale, das auch mit Reminiszenzen an das Andante nicht geizt, zeigte sich noch einmal die ganze zupackende Kraft des Trios. Das Suchtpotenzial dieser unwiderstehlichen, nicht enden wollenden, der Zeit enthobenen Musik wurde voll ausgeschöpft – und darin wohl liegt die ganze Kunst der Interpretation, welche das Oliver Schnyder Trio glänzend beherrscht.»

Oliver Schnyder Trio
Meisterzyklus, Bern
– Sascha Wegner / Der Bund / Nov 2014 –

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«Die Intensität der Hingabe des Trios ergriff das Publikum»

«Die zerrissene Musik und die Intensität der Hingabe des Trios ergriff das Publikum. Nach dem Schlussakkord brandeten Bravorufe und stürmischer Beifall auf, der nicht enden wollte.»

Oliver Schnyder Trio
Musik im Schloss, Rapperswil
– Brigitt Züger / Zürichsee-Zeitung Obersee / Nov 2014 –

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«Orchester der Freunde - im kleinen Format»

«Mit Robert Schumanns «Märchenerzählungen» entführten da im Konzertsaal der Klarinettist Alessandro Carbonare, der Bratschist Wolfram Christ und Schnyder in eine märchenhafte Welt. Der Poet unter den Schweizer Pianisten ließ die beiden Melodie-Instrumente erzählen und wob einen traumhaften Klangteppich dazu, der im dritten Satz («Ruhiges Tempo, mit zartem Ausdruck») paradiesische Ruhe verströmte. Wer die «40min» mit Oliver Schnyder als Moderator am Vortag gehört hatte, in denen das erste Klavierquartett von Gabriel Fauré geprobt wurde, erkannte wieder, was dort fein geschliffen wurde. «Das Klavier ist zu laut», sagte ein Zuhörer auf die entsprechende Frage. Aber schon in der Wiederholung des Scherzobeginns mit den Streicherpizziccati wurde das in der Probe wunderbar geändert. Und im Konzert selber war das Klavier nie zu laut, sondern fügte sich in ein dicht ineinandergreifendes Musizieren ein. Das Wienerische im Scherzo wurde intensiv herausgearbeitet, und im Adagio zauberten Gregory Ahss, Danusha Waskiewicz und Jens Peter Maintz feinste Schattierungen; aus fast gespenstischen Klängen schwangen sich himmlische Helligkeiten auf, die im Klavier ihren Widerhall fanden. Liebe und Qual nebeneinander im ersten Klavierquartett – in g-Moll – von Johannes Brahms boten Raphael Christ (Violine) und Wolfram Christ (Viola) gemeinsam mit dem Cellisten Maintz und Schnyder am Flügel eine herausragende Interpretation. Mit welch filigraner Leichtigkeit und Klarheit Schnyder schwierigste Passagen mühelos gestaltete, mit welchen Klangfarben die Streicher die Themen einander zuspielten, wurde intensiv erlebbar, wie bei Brahms Liebe, Sehnsucht, Qual und Freude eng nebeneinanderliegen. Als das Werk mit dem furios ungarischen «Rondo alla Zingarese» fulminant endete, klang eben Brahms tatsächlich ungarischer als Kodály im Konzert vom Vortag.»

– Gerda Neunhoeffer / Neue Luzerner Zeitung / Aug 2014 –

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«Nachhaltige Momente»

«(…) Am Kammermusik-Wochenende in Ernen zeigte sich, mit welcher Selbstverständlichkeit diese drei Musiker sich in ihrem Tun finden. Sie ließen in ihrem Zusammenspiel feine Nuancen der Balance wahrnehmen. Bald verschränkten sich die Stimmen der Streicher spontan, bald schob sich eine unzeremoniell vor die andere, um eine musikalische Entwicklung subtil zu unterstreichen. Technisch auch in atemberaubenden Tempi absolut verlässlich, stand Schnyder aufmerksam zur Seite, was in der Zeitgestaltung eine natürliche Flexibilität ermöglichte (…)»

Das Oliver Schnyder Trio
in Ernen
– Michelle Ziegler / Neue Zürcher Zeitung / Jul 2014 –

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«Herz und Hirn»

«Der Tenor Daniel Behle singt in Templin Liebeslieder und Satirisches von Richard Strauss. Beim brandenburgischen Sommerkonzert in Templin – Angela Merkels Heimatstadt – wirkt die 1749 erbaute Maria-Magdalenen-Kirche für einen Richard- Strauss-Abend wie geschaffen: Tenor Daniel Behle und Pianist Oliver Schnyder sind selbst von der hintersten Reihe glasklar zu hören. Das mag auch an Behles herrlicher Aussprache liegen: Die Vier Lieder opus 27, die Richard Strauss für seine Ehefrau Pauline komponiert hat, erklingen in messerscharfer Präzision. Behle fühlt sich sensibel in die emotionale Dichte dieses spätromantischen Werkes ein. Er singt nicht nur mit Herz, sondern auch mit Verstand und vertieft sich inbrunstvoll in die Gefühlswallungen dieser jungen Strauss’schen Liebeserklärung, die so packend und berührend ist, dass es einem die Sprache verschlägt.

Vor Kitsch braucht sich jedoch niemand zu fürchten. Denn die hinreißenden, in die Höhe schießenden, plötzlich einbrechenden Forte-Passagen gleicht Daniel Behle mit seiner butterweichen und sanft das Ohr streichelnden Stimmführung aus. Man muss sich geradezu zusammenreißen, um zwischen den Sechs Liedern opus 19 nicht in peinliches Schluchzen zu verfallen. Aber etwas Pathos darf ruhig sein, wenn es so behutsam aufgefangen wird wie an diesem Abend von Klavierbegleiter Oliver Schnyder. Der Pianist wartet auf seine Einsätze wie ein kreisender Vogel und besticht durch virtuose, fein abgestimmte Vorder- und Hintergrund-Nuancen. Das Zusammenspiel funktioniert einzigartig.

Auch im zweiten Teil des Konzerts, beim Krämerspiegel opus 66 nach Texten des Kritikers und Satirikers Alfred Kerr, präsentieren sich Schnyder und Behle als ideales Gespann, das obendrein auch noch viel Humor versteht: Immerhin hat Strauss die zwölf Gesänge in Auftrag gegeben, um die geldgeilen Verleger seiner Zeit zu verballhornen. Da tauchen dreiste Schotten auf (stellvertretend für den Verleger Schott) oder hampelnde Böcke und Boten (in Anspielung auf den Verlag Bote & Bock), um der Kulturindustrie den Spiegel vorzuhalten. Lustvoll-skurril fällt das Ergebnis aus, das Schnyder mit viel gestischem Witz zu präsentieren versteht. So romantisch und – im wahrsten Sinne des Wortes – herzergreifend der Sänger bei den Liebesliedern auch war, so adrett und dreist spitzt er jetzt die Pointen zu. Gar kein Zweifel: Diesen Liederabend wird in Templin so schnell keiner vergessen. (...)»

Aufführung von Oliver Schnyder und Daniel Behle (Tenor)
im Rahmen des brandenburgischen Sommerkonzertes in Templin
– Von Tomasz Kurianowicz / Tagesspiegel / Jun 2014 –

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«Genialer Mozart, starke Musiker»

«Was für Musik bietet man am Muttertag? Dies bemerkte man beim gut besuchten Matinee-Konzert gestern vor allem am Umfeld. Der trotz seiner Jugend bereits international gefeierte Schweizer Pianist Oliver Schnyder warf den Blumenstrauss, der ihm nach seiner Glanzleistung überreicht wurde, in hohem Bogen gezielt ins Publikum. Zur Mutter? Und vor dem mit Gags angereicherten Finale mit Johann Strauss’ Fantasie «Erinnerungen an Ernst» wartete Dirigent Howard Arman einen Moment, bis die jungen Zuhörer der «Tonkajüte: Musik-Werkstatt», eine Art Krippenangebot zum Muttertagskonzert, hereingeströmt und auf dem Balkon Platz genommen hatten.

Das Luzerner Sinfonieorchester besann sich auf seine ursprüngliche Funktion als Theaterorchester und setzte vor allem auf Ouvertüren. Womit es in der angestammten Besetzung auftreten konnte.

Den Schwerpunkt im ersten Teil bildete jedoch das Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV «Jeunehomme» von W. A. Mozart, doch selbst da war Oper nicht ganz abwesend, offenbart doch der Salzburger Genius auch in den Klavierkonzerten immer wieder seine musikdramatische Ader. Hier zeigt er seine Pranke bereits im zweiten Takt, als er das Orchester mit seinem Einwurf zum Dialog auf­fordert.

Rhythmus mit Gefühl

Das ist einer von vielen Punkten, weshalb man dieses frühe Konzert des 21-jährigen Mozarts zu seinen ganz großen Konzerten für Pianoforte zählt. Dazu braucht es allerdings einen Künstler von der Statur eines Oliver Schnyder, der die Vorschusslorbeeren mehr als rechtfertigte. Seine ganze Haltung wirkt bodenständig, aber auf dem festen Grund wartet er locker und sensibel mit einer Fülle von feinen Gestaltungsmitteln auf. Bestechend sein Rhythmusgefühl und wie kraftvoll er mit der linken Hand im finalen Rondo den Takt schlug. Bewegend sein Einfühlungsvermögen in die dunkle Expressivität des c-Moll-Mittelsatzes, überzeugend die Fokusverlagerungen im Kopfsatz.

Der zweite Teil, zu dem die Tanzsuite «The Gods Go A-Begging» von Händel den Auftakt gegeben hatte, war eigentlich nur noch Zugabe. Aber eine, die im verstärkten (vorab bei den hohen Streichern) Klangkörper bestens aufgehoben war. Wobei zum Genuss Holz- und Blechbläser besonders beitrugen: das Englischhorn im wunderbaren Solo der «Carnaval romain»-Ouvertüre von Hector Berlioz, Oboe und Flöte bei Rossinis «L’ Italiana in Algeri», Posaunen, Tuba, Trompeten und Hörer in der freilich etwas überbordenden Cherubini-Ouvertüre «Ali-Baba ou Les quarante voleurs».»

– Fritz Schaub / Neue Luzerner Zeitung / May 2014 –

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«Orchester im partnerschaftlichen Dialog und Stars»

«Das Luzerner Sinfonieorchester profiliert sich als Residenz-Partner des KKL vom Lunchkonzert bis zu zwei Top-Stars in der nächsten Saison. Das vom Luzerner Sinfonieorchester (LSO) veranstaltete Lunchkonzert vom Donnerstag war in mehrerer Hinsicht speziell. Zum einen gab der Solist des bevorstehenden Muttertagskonzerts seine Visitenkarte ab: Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder, der eine beachtliche internationale Karriere macht, tat es mit Mozart, dessen «Jeunehomme»-Klavierkonzert er am Sonntag mit dem Orchester spielt.

Und er trat im zweiten Teil mit Musikern ebendieses Orchesters auf: in Kammermusikwerken, die das für Mozarts Klavierkonzert charakteristische dialogische Prinzip in Kleinbesetzung vorführten. Drittens bewies das Konzert mit über 500 Besuchern, wie gut sich die Lunchkonzerte etabliert haben nicht zuletzt dank der rege genutzten Möglichkeit, sich vor dieser musikalischen Mittagsstunde im Foyer des KKL zu verpflegen.

Die Programmkonzeption, die beim Thema «Schubert und seine Zeit» in den LSO-Matineen dieser Saison anknüpfte, war auch interpretatorisch raffiniert. Mozarts Variationen über «Unser dummer Pöbel meint» war nicht nur eine Reverenz ans Muttertagskonzert. Schnyder, bekannt als hochsensibler Interpret namentlich der Musik der Romantik, nutzte den Gestaltenreichtum des Variationenwerks, um stilistische Grenzen aufzuheben.

Trocken artikuliert, ja etwas spröde erklang das Thema des Vorklassikers Christoph Willibald Gluck. Aber daraus heraus entwickelte Schnyder eine immer flüssigere Gangart, die mit geschmeidigem Rubato emotionale Akzente setzte und in virtuos rauschendes Figurenwerk geheimnisvoll «innere Stimmen» (Robert Schumann) fügte, wo verschobene Akzente zu einer diskreten Melodie fanden. Trotz der klaren Artikulation ebnete dieser kraftvolle, klangvolle Mozart bereits den Weg zu den romantischen Werken des Programms.

Mit dieser Präsenz blieb Schnyder auch im Zusammenspiel mit Lisa Schatzmann (Violine), Alexander Besa (Viola) und Heiner Reich (Cello) der erste unter vorzüglichen und gleichberechtigten Partnern. In Franz Schuberts Adagio und Rondo für Klavierquartett verwies in umgekehrter Richtung die musikantische Spielfreude zurück auf Mozart, wobei Schnyder die großen Linien der Streicher mit schwebend leichten, glitzernden Figurationen durchwirkte.

Zum überragenden Höhepunkt wurde allerdings Felix Mendelssohns erstes Klavierquartett in c-Moll. Da öffnete sich eine urromantische Klangwelt, die die Streicher gegenüber dem vergleichsweise neutralen Klavierklang stärker in den Vordergrund rückte. Die LSO-Musiker banden den Flügel gleich in den ersten Takten ein in eine verschattete, wie aus dem Nichts heraufdämmernde Klangwelt. Und erst recht galt das für den langsamen Satz, in dem Violine, Viola und Cello im nahtlosen Wechselspiel magisch verschmolzen. Ein betörender Moment mitten in der Lunchzeit, nach der Schnyder im virtuosen Schlusssatz das Heft wieder energisch stärker in die Hand nahm.»

– Urs Mattenberger / Neue Luzerner Zeitung / May 2014 –

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«Piano franc et lyrique»

«Des incursions teintées de contrastes dans le Nouveau Monde.

D’une brume légère et sourde s’élève une ébauche de thème. Un appel lointain du cor. Primesautier, vigoureux, le thème principal de la «Symphonie du Nouveau Monde» de Dvorák remplit le temple du Bas, dimanche à Neuchâtel. Les cordes s’éclaircissent, le ton a changé en quelques secondes. L’Orchestre de chambre fribourgeois (OCF) et l’Ensemble Symphonique Neuchâtel (ESN), unis pour l’occasion sous la baguette de Laurent Gendre, s’emparent à bras le corps de cette partition tellement jouée et appréciée. L’ensemble développe une variété de couleurs et de nuances spectaculaire. Le deuxième mouvement (largo) nous fait encore frissonner. Après l’implacable choral des cuivres, le cor anglais,d’unepoésie rare, chante sur un tapis de cordes en sourdine tout de grâce et de subtilité. Les vents excellent tout au long de la partition: quels merveilleux bois! La clarinette développe des sonorités très rondes, ses phrases sont soutenues par un magnifique legato. Le hautbois est précis et élégant. Laurent Gendre a un sens architectural qui donne une cohérence puissante à la symphonie toute entière, dont les thèmes sont repris d’un mouvement à l’autre.

Piano franc et lyrique

Le pianiste Oliver Schnyder est très impressionnant dans la partie solo de la «Rhapsody in Blue» de Gershwin. Son aisance est confondante. Ses nombreux solos apparaissent à la fois libres et parfaitement construits; il développe un piano franc et lyrique à la fois. Quant à l’orchestre, il nous a moins enthousiasmée dans la première partie, entièrement dédiée à Gershwin. Si les cuivres sont colorés et les prestations individuelles de qualité, les cordes apparaissent compactes. Les incessants changements de tempo mettent l’orchestre en difficulté: la mise en place devient hasardeuse.»

– Saskia Guye / Le Mag / Mar 2014 –

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«Emotionale Wucht»

«Bereits im Eröffnungssatz flutete das Oliver Schnyder Trio mit seinem energischen Spiel den ausverkauften Asamsaal mit emotionaler Wucht, die sich zu sowohl ohnmächtiger wie auch verzweifelter Wut am Ende steigerte. Ein schöner Gegensatz hierzu war das hell getönte Seitenthema, aber auch der abwechslungsreich gestaltete zweite Satz. Das Presto-Finale schließlich interpretierten die drei Musiker mit größtmöglicher und absolut angemessener Vehemenz.»

Oliver Schnyder Trio
Ettlinger Schlosskonzerte
– Badische Neueste Nachrichten Nr. 40 / Feb 2014 –

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«Viel Haydn, Kraus und ein Höllenritt»

«Großartige Saisoneröffnung: die Camerata Bern und der Pianist Oliver Schnyder im Zentrum Paul Klee.

Man nennt ihn «Odenwälder Mozart», oder «schwedischen Mozart». Aber Joseph Martin Kraus ist dem Wunderkind nie begegnet. Er weist einfach fast die gleichen, kurzen Lebensdaten auf wie der Salzburger Meister. Aber, wiewohl er ein ansehnliches Œuvre hinterließ, enthalten auch Fachlexika kaum mehr als einen kurzen Hinweis auf den Mozart-Zeitgenossen, der seine ganzen Schaffensjahre in Stockholm am Hof des schwedischen Königs verbrachte. Ähnlich wie sein Namensvetter Joseph Haydn, der während fast seiner ganzen Schaffenszeit am Hof der Fürsten Esterhazy lebte. Haydn und Kraus hingegen sind sich begegnet. Haydn nannte Kraus «eines der größten Genies, das ich gekannt habe.»

Naheliegend also, dass die Camerata Bern ihr erstes Konzert der Saison, das im Rahmen des fünfjährigen Haydn-Zyklus stattfindet, mit einer Kraus-Symphonie eröffnet. Das Werk ist – frisch und draufgängerisch, die Streicher ergänzt mit hellen Flöten- und Hornklängen – mit der wenig früher komponierten Haydn-Symphonie Nr. 52 in c-Moll, die den Abschluss des Camerata-Konzerts bildet, in Anlage und Form, aber auch in der Konsequenz der Durchführung durchaus vergleichbar.

Starsolist ohne Starallüren

Im Mittelpunkt des Konzerts im Zentrum Paul Klee stand – auch im Programmablauf – der Schweizer Pianist Oliver Schnyder. Er ist nicht einfach, wie sonst so oft, der Starsolist, der vor der Pause mit einem effektvollen Solistenpart glänzt; er ist quasi Teil des Orchesters. Haydns Klavierkonzert in F-Dur von 1764 spielt er in völliger Einheit mit den Streichern ruhig, verhalten, konzentriert. Einzig in den beiden Kadenzen, geschrieben von seinem Namensvetter und Freund, dem Saxofonisten Daniel Schnyder, erlaubt er sich schnelle Läufe über die ganze Breite der Tastatur.

Nach der Pause kehrt Schnyder zurück, mit Franz Liszts «Malédiction» für Klavier und Streicher, einem «Höllenritt», wie er es nennt. Jetzt dominiert das Klavier, jetzt geht es um Virtuosität und Pathos, um Tempo und Effekt. Ganz anders Schnyder: Was für ein Vergnügen, einem Pianisten zuzuschauen, der einfach nur Musik macht! Kein Gehabe, keine Mätzchen, keine Allüren. Dafür konzentriertes, unaufgeregtes Spielen. Und einem Orchester, das zum Besten gehört, was die Kulturstadt Bern zu bieten hat. Ein kurzer Blick von Camerata-Leiter Erich Höbarth genügt: Die Musiker und Musikerinnen folgen ihm mit hoher Präzision, wie selbstverständlich, und vor allem: mit einer Spielfreude, die sich direkt aufs Publikum überträgt. (...)»

Aufführung mit Camerata Bern im Rahmen des Haydn-Zyklus
– Beat Glur / Der Bund / Nov 2013 –

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«Die drei Musiker brillierten»

«Smetanas Stück [ist] eher ein Geflecht aus vielen verschiedenen Emotionen, zu denen auch die Hoffnung gehört. Das Interpretieren dieser Vielschichtigkeit von Gefühlen stellte bestimmt eine große Herausforderung dar, die das Trio brillant meisterte. Dies gelang, indem den einzelnen Instrumenten, vor allem in den Soloteilen, genügend Raum gelassen und die Pausen lange unter Spannung gehalten wurden.»

Oliver Schnyder Trio
Über einen energiegeladenen Schubert.
Kunst Gesellschaft Greifensee
– Rahel Hochstrasser / Nachrichten aus Greifensee / Oct 2013 –

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«Das Oliver Schnyder Trio begeisterte»

«Das Trio traf Dvoráks Intentionen. Jede Facette dieses unheimlichen Werks, das bald stottert, bald beinahe stillsteht, wurde beleuchtet. Und wer bei Dvorák die gesangliche Linie so feinfühlig halten kann, der ist für Schuberts opus magnum, das Es-Dur-Trio op. 100, bestens gerüstet. Nichts wurde überzeichnet um des simplen Ausdrucks willen. Das wurde selbst im so vielfach zitierten zweiten Satz deutlich, wo Schnyder klar den lyrischen Weg zeigte, zart zwar, aber nie romantisierend. Dem Finalsatz schenkten die drei Musiker eine wundersame Leichtigkeit, ein schlummernder Schleier setzte sich wie von Zauberhand geworfen über das heitere Spiel.»

Oliver Schnyder Trio
Eröffnung des Hirzenberg-Festivals
– Christian Berzins / Zofinger Tagblatt / Aug 2013 –

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«Pianist von Weltrang»

Mit „Années de Pèlerinage“ von Franz Liszt unterstrich Oliver Schnyder im großen Saal der Bromer Art Collection seine Reputation als Pianist von Weltrang. Sein Spiel nahm die große Dimension der musikalischen Bilderinstallation von Ragnar Kjartansson auf und wurde zur ergreifenden Auseinandersetzung mit Liszts Schweizer Eindrücken.

Aufführung im Rahmen von «Lovin’it – Symbol und Widerspruch»
in der Bromer Art Collection

 

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– Heinz Kunz / Langenthaler Tagblatt / Aug 2013 –

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«Eine sensationelle Uraufführung am Festival»

«Die Besucher und Besucherinnen des Hirzenberg-Festivals konnten sich von Künstlern und Künstlerinnen ersten Ranges bezaubern lassen. Am Freitag kam es zu einer Uraufführung: Das Oliver Schnyder Trio (…) und der Gastsänger Daniel Behle intonierten alle 24 Lieder der «Winterreise» von Franz Schubert in einem speziellen und höchst gelungenen Arrangement des Komponisten Daniel Behle. Eindrucksvoller kann man diesen Höhepunkt der romantischen Liedkunst nicht vortragen.»

Oliver Schnyder Trio und Daniel Behle
im Rahmen des Hirzenberg-Festivals

 

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– Klaus Plaar / Zofinger Zeitung / Aug 2013 –

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«Das Oliver Schnyder Klaviertrio ist Artiste in Residence am Hirzenbergfestival Zofingen und begeisterte zur Eröffnung»

«Heute Abend spielt man noch einmal - zusammen mit zwei Klassikstars. Es ist nicht alles Oper, was diese Tage openair klingt. Das Hirzenberg Festival in Zofingen zeigt, dass melancholische Franz-Schubert-Trios (mit etwas elektronischer Unterstützung) ein breites Freiluft-Publikum anziehen können. Ja, das Hirzenberg-Programm 2013 kann es locker mit drei «Aïdas» aufnehmen. Die Festivaleröffnung am Donnerstag zeugte von einer Intensität, die im Publikum für eine erstaunliche Ruhe und Aufmerksamkeit führte, von der man anderswo nur träumen kann.

Ins Träumen geraten kann manch einer im Garten der Villa Hirzenberg, in diesem Zauberrund, wo alte Bäume still auf einsame Mauern schauen, wo das Feuer der Fackeln von dunklen Geheimnissen erzählt – kurz: Wo die Musik an einem schönen Augustabend prächtig blühen kann.

Kuratiert ist das dreitägige Festival von Komponist Dieter Ammann, gelenkt von seiner Frau Yolanda Senn. Die Ausgabe 2013 ist dank der Verpflichtung des neu gebildeten Oliver Schnyder Trios als Artiste in Residence musikalisch und programmatisch besonders dicht: Der Pianist Schnyder, der Geiger Andreas Janke und der Cellist Benjamin Nyffenegger haben bereits auf CD demonstriert, wie gut sie harmonieren. Nun präsentierten sie ihre Kunst erstmals im Aargau.

Tanzen, ohne zu lachen

Mit prallem Ton, strotzend vor freudiger Kraft stimmte Cellist Nyffenegger das Dumky-Trio von Antonin Dvorák an, mit einer aschfahlen Phrase antwortete ihm Geiger Janke, vermittelnd griff Schnyder in diesen Disput ein – und alsbald tanzte man zu dritt freudig daher, allerdings ohne zu lachen. Will heißen: Das Trio traf Dvoráks Intentionen. Jede Facette dieses unheimlichen Werks, das bald stottert, bald beinahe stillsteht, wurde beleuchtet. Und wer bei Dvorák die gesangliche Linie so feinfühlig halten kann, der ist für Schuberts opus magnum, das Es-Dur-Trio op. 100, bestens gerüstet.

Nichts wurde überzeichnet um des simplen Ausdrucks willen. Das wurde selbst im so vielfach zitierten zweiten Satz deutlich, wo Schnyder klar den lyrischen Weg zeigte, zart zwar, aber nie romantisierend. Dem Finalsatz schenkten die drei Musiker eine wundersame Leichtigkeit, ein schlummernder Schleier setzte sich wie von Zauberhand geworfen über das heitere Spiel.

Bei aller kameradschaftlichen Vertrautheit der drei: Die individuelle Klasse jedes Einzelnen ist der Grundstein dieses Trio-Erfolges. Benjamin Nyffenegger blüht in diesem Ensemble geradezu auf, pariert den freudigen Überschwang aber mit einer coolen Zurückhaltung. Er weiß auf Andreas Jankes feinnervige Zaubereien zu reagieren, benutzt sein Vibrato kühn als Intensivierungsmittel: Nyffeneggers Celloton wird damit mächtiger, gewiss, bisweilen opernhaft dramatisch, aber nie auch nur eine Spur zu süß. Jankes Spiel ist durchdrungen von einer Intelligenz in der Phrasierung. Und wenn dieser Geiger im feinsten Piano entschwebt, legt er in alle Rationalität eine sanfte Träne ein. Pianist und Leader Oliver Schnyder ist der ideale Mittelsmann der zwei Streicher.

Keine Zugabenheuler

Mit «Ständchen» war der Abend überschrieben. Und so spielte man denn als Zugabe eine Bearbeitung des gleichnamigen, berühmt-berüchtigten Schubert-Liedes. Erneut erfreute bei beiden Streichern ein belebt inniger Ton, der nie überzuckert klang. Und so war der vermeintliche Zugabenheuler ein inniger Ausklang eines großen Kammermusikabends. Heute gesellen sich die weltberühmte Geigerin Vilde Frang und der große Bratschist Nils Mönkemeyer zum phänomenalen Trio. Wer bei der Hausherrin Christine Siegfried oder den Festivalmachern bettelt, wird vielleicht noch eine Karte erhalten und in den Garten der (Klang-)Träume eintauchen können.»

Oliver Schnyder Trio
im Rahmen des Hirzenberg-Festivals
«Solo-Zauber»

Pianist Oliver Schnyder und Geiger Andreas Janke brillieren mit einem wildverspielten Programm mit den Chaarts.

Aufführung mit den Chaarts in Möriken, Boswil und Zürich

 

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– Christian Berzins / Nordwestschweiz / Apr 2013 –

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«Weltklasse»

«Daniel Behle und Oliver Schnyder im Münchner Prinzregententheater:
Was der junge deutsche Tenor am Samstag bei seinem Liederabend im Münchner Prinzregententheater zusammen mit dem Pianisten Oliver Schnyder bot, war Weltklasse: ein legendäres Konzert (…) Wie schade, dass dieser grandiose Liederabend in München nicht vor einem restlos ausverkauften Theatersaal stattfand – Daniel Behle hätte es mehr als verdient gehabt. (...)»

Liederabend mit Daniel Behle (Tenor) im Münchner Prinzregententheater
– Anita Svach / Münchner Merkur / Feb 2013 –

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«Romantische Bravour»

«Im Zusammenhang mit dem CD-Projekt, das Felix Mendelssohns Klavierkonzerten gewidmet ist, war nach dem Jugendwerk am letzten Samstag am Mittwoch nun das als das Erste bekannte Konzert in g-Moll an der Reihe. Gestern Abend folgte in der Wiederholung des Abonnementskonzerts an seiner Stelle das Konzert Nr. 2 in d-Moll. Auf die CD kann man sich freuen! Schon das g-Moll-Werk für sich, Künderin einer frühromantischen Klaviervirtuosität, der an Glanz der Orchesterpart in nichts nachsteht, ist beglückend. Erst recht in solcher Wiedergabe! Dass sich Schnyder und Boyd in der Gestaltung dieser glänzenden Partitur in allem einig waren, aufeinander hörten und eingingen und alles Expressive wie Bravouröse übereinstimmend realisierten, war offensichtlich, und das Resultat war eine höchst inspirierte Wiedergabe.»

– Rita Wolfensberger / Der Landbote / Oct 2012 –

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«(...) berührende Frische»

«Eben erst war er am Schweizer Radio als profunder Beatles-Kenner zu hören, nun saß er wieder am Flügel des Stadthauses Winterthur: Oliver Schnyder (geb. 1973) gehört einer Musikergeneration an, die sich ganz selbstverständlich zwischen den Welten bewegt und sich bei aller Flexibilität musikalisch profiliert zu artikulieren versteht. So ging er Felix Mendelssohn Bartholdys Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in g-Moll analytisch an, klar und rhythmisch straff, doch mit einer berührenden Frische, die dem feurigen Werk des 22-Jährigen gut bekam. Für das Andante rollten ihm die tiefen Streicher des Musikkollegiums Winterthur einen wunderbar sonoren Teppich aus, auf dem er unsentimental, doch innig zu singen wusste. Äußerst agil zeigte sich Schnyder im Wechselspiel mit dem Orchester im Presto-Finale.»

Aufführung mit dem Musikkollegium Winterthur im Stadthaus Winterthur
– Jürg Huber / Neue Zürcher Zeitung / Oct 2012 –

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«Strömendes Legato»

«Die Vita ist skurril. Daniel Behle, Sohn der gefeierten Sopranistin Renate Behle, war schon als Jüngling mit einer schönen Tenorstimme gesegnet. Was studierte er? Schulmusik, Posaune und Komposition. Mit Mitte 20 dann doch Gesangsstudium an der Musikhochschule Hamburg, bei seiner Mutter und James Wagner. Der Karriere-Einstieg: sensationell, an den Opernhäusern von München, Berlin, Wien und Mailand. Die ersten CDs: höchst erfolgreich. Pläne bis 2014: Paris, Wien, Tokio, Zürich, Salzburg, Baden-Baden. Der unvermeidliche Vergleich mit Fritz Wunderlich ist für den jungen Sänger nach eigenem Bekunden keine Last, sondern eine hohe Ehre. Das Debüt bei "Schwetzingen vokal", wo heuer Lied-Heroen vom Kaliber Prégardien, Gerhaher und Goerne zu Gast sind, könnte selbst für erfolgsverwöhnte Jung-Stars problematisch sein. Davon ist nichts zu spüren, als der 32-Jährige sich in Beethovens Liederzyklus "An die ferne Geliebte" versenkt. Begleitet vom fabelhaften Oliver Schnyder, der auch auf der hochgelobten Strauss-CD sein Klavierpartner ist, offenbart Daniel Behle in diesen sieben, durch kostbare Klavier-Intermezzi aneinandergereihten Liedern, dass hier ein Interpret heranreift, der schon heute mehr zu bieten hat als technische Perfektion. Problemlose Bewältigung der tiefen Tessitura, tragfähiges Piano und hohe Legatokultur, darstellerische Intensität, beste Artikulation und Mut zum Espressivo, dazu organisch entwickelte Crescendi und Diminuendi - all dies eine wahre Freude für das Schwetzinger Publikum.»

Aufführung mit Daniel Behle  im Rahmen der Schwetzinger Festspiele
– Waltraud Brunst / Mannheimer Morgen/ Jun 2012 –

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«Ta-ta-ta-taaa und eine Postkarte vom Walensee»

«Kopf an Kopf sitzen sie, oder besser: Ohr an Ohr. Ein Meer voll hörender Häupter, wenn man von ganz hinten im Saal schaut. So prallvoll ist das Kultur-Casino Bern nicht immer. Auf den Grund möchte man wetten. Es könnte das Programm sein, mit zwei Marksteinen der Musikliteratur, Beethovens Fünfter (ta-ta-ta-taaa) und Brahms' Erster. Oder die Schweizer, die mit ihrer stupenden Handarbeit dem Konzert des Migros-Kulturprozent-Classics seine Festlichkeit verleihen. Einer ist Oliver Schnyder, der Mann in Rot. Mit kultiviertem Anschlag, leichter Pianistenhand - und bar jedes Virtuosen-Tamtams - veredelt er Carl Maria von Webers Opus 79 zum innig beredten Sehnsuchtsstück. Der andere ist Philippe Jordan, der Überflieger, der 2009 im Alter von 33 Jahren musikalischer Direktor der Pariser Oper wurde: Wie er als charismatischer Kapitän aus dem hundertköpfigen Philharmonia Orchestra einen handzahmen Klangdampfer macht, der quecksilbrige Pizzicati und zarte Pianissimiklänge im Flüsterton ebenso mühelos zustande bringt wie scharfe wuchtige Blöcke, das ist einmalig(...)
Persönlich gefärbt ist auch die Zugabe des Pianisten: Oliver Schnyder zeichnet Franz Liszts Musik-Postkarte vom «Lac de Wallenstadt» mit einem solchen Feu sacré, dass sich das technisch vertrackte Biest zwischen den sinfonischen Kolossen nicht zu verstecken braucht.»

Aufführung im Kultur-Casino Bern im Rahmen der Migros-Kulturprozent-Classics
– Marianne Mühlemann / Der Bund / May 2012 –

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«Zwei Riesen und zwei Schweizer auf Tournee»

«Schön, gab es an diesem dunkel-heroischen Konzertabend wenigstens einen Farbtupfer: Allerdings war er nicht akustischer, sondern optischer Natur, trug doch der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ein rotes Mozart-Mäntelchen: Will er in modischen Belangen Lang Lang oder Nikolai Tokarev Konkurrenz machen? Wie auch immer: Pianistisch braucht er die zwei Giganten nicht zu fürchten, spielte Schnyder doch Carl Maria von Webers Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll op. 79 mit leichter Hand, durchsichtig - und, bei diesem Werk schwierig, mit deutlichem dramaturgischem Geschick.»

Dirigent Philippe Jordan tourt mit dem Philharmonia Orchester London und
Oliver Schnyder durch die Schweiz.
– Christian Berzins / Aargauer Zeitung / May 2012 –

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«Swissness mal zwei (…)»

«Die Standing Ovations am Ende waren also abzusehen: ein Spitzenorchester, am Pult ein junger Schweizer Maestro von Weltformat, dazu Oliver Schnyder als Solist in Carl Maria von Webers Konzertstück f-Moll, launisch und mit einer enormen Farbpalette des Anschlags in Schumanns Nähe gerückt. Triumphale Swissness in einem auf den ersten Blick durch und durch deutschen Programm. Und dazu große Sinfonik im Doppelpack; nichts Gewöhnungsbedürftiges weit und breit. Das nächste Abo dürfte zu Recht schon gebucht sein.»

Aufführung im Rahmen der Migros Classics
– Bettina Kugler / St. Galler Tagblatt / May 2012 –

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«(...) par coeur mit Spiellust und Fantasie»

«Verbunden wurden die Sinfonien mit Carl Maria von Webers Konzertstück für Klavier und Orchester op. 79, dargeboten vom zweiten Schweizer Prominenten auf dem Podium, dem exzellenten Aargauer Pianisten Oliver Schnyder (...) Schnyder bewältigte den Weber-Part par coeur mit Spiellust und Fantasie (...) Vollends sportlich wurde es dann in der Zugabe, dem «Perpetuum mobile» aus Webers Klaviersonate Nr. 1 C-Dur (...)»

Aufführung mit dem Philharmonia Orchester unter der Leitung von Philippe Jordan

 

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«Ein berauschender Saisonabschluss»

«Dirigent Philippe Jordan und Pianist Oliver Schnyder gastierten mit dem Philharmonia Orchestra London in Bern. Oliver Schnyder, der Schweizer Stern am Pianistenhimmel, spielte es (Anm.: Konzertstück f-Moll von Weber) dramaturgisch klug, mit leichter Hand und Sinn für die poetischen Qualitäten des Stücks.»

Aufführung im Rahmen der Migros Classics
– Berner Zeitung / May 2012 –

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«Schnyder showed off his deft finger-work»

«It was then the pianist's turn to impress in the Weber. Oliver Schnyder is just starting to become a name known on the international circuit and this series of concerts should help his credentials. After a dirge-like beginning, the piece gradually came to life and Schnyder showed off his deft finger-work. The work is not particularly tuneful, but light and joyous throughout, and Schnyder raced through it with patent enjoyment and consummate skill.»

– John Rhodes / Seen and Heard International / May 2012 –

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«Schweizer Tastenkünstler glänzt in der Stadthalle»

«Kein Wunder, dass der 1973 in der Schweiz geborene Pianist Oliver Schnyder beim vierten Konzert im Bayer-Klavierzyklus aus den «Années de Pèlerinage» (Jahre der Pilgerschaft) von Franz Liszt das zweite Jahr «Suisse» als Hauptwerk des Abends wählt. Von der Schweizer Bergwelt ließ sich der Komponist anregen, aber auch vom Freiheitskämpfer Wilhelm Tell und von literarischen Impressionen. Und wie so oft in seiner Musik spielt Liszt mit grandiosen Gegensätzen: Der spiegelglatte und glitzernde See findet sich in den rinnenden Figuren der Linken, worüber eine duftig-perlende Melodie liegt.»

Aufführung im Rahmen des Bayer-Klavierzyklus
«(…) Schnyder erweitert die Besetzung»

«Der Pianist Oliver Schnyder erweiterte die Streicherbesetzung beim Klavierquintett op. 44 von Robert Schumann. In diesem Werk, das der Komponist seiner Frau Clara gewidmet hat, singt und erblüht alles strahlend. Das Klavier und alle Streichinstrumente haben faszinierende solistische Aufgaben, wunderbar Melodie führend das Cello.
Nach einer ruhigen Einleitung erhebt sich im Largamento eine träumerische Melodie, geht unvermittelt über in aufgeregte Tonfolgen, gleitet wieder in eine emphatische Melodienfolge. Nach einem furiosen Scherzo, aus dessen rasenden Klavierpassagen man Frau Claras Etüdenspiel herauszuhören meint, scheint Schumanns Inspirationskraft im Finale geradezu über die Stränge zu schlagen. Dieser Schluss bündelt gleichsam die Stimmungen und Gefühle der anderen Sätze, endet in markanten Klangfigurationen.
Die Künstler halten immer eine feine und spannende Balance zwischen Temperament und singendem Legato, musizieren mit zupackend griffigem, virtuos rasendem, sämig breit fließendem Ton und makellos ausgesungenen Klangelementen.»

Aufführung im Rahmen des Konzertreigens der Villa Rot 
– Günter Vogel / Schwäbische Zeitung / May 2012 –

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«Musik erklingt in höchster Reinheit»

Amar-Quartett eröffnet Konzertreigen der Villa Rot mit Kammermusik der Extraklasse.
Schnyder erweitert die Besetzung.

«Der Pianist Oliver Schnyder erweiterte die Streicherbesetzung beim Klavierquintett op. 44 von Robert Schumann. In diesem Werk, das der Komponist seiner Frau Clara gewidmet hat, singt und erblüht alles strahlend. Das Klavier und alle Streichinstrumente haben faszinierende solistische Aufgaben, wunderbar Melodie führend das Cello.
Nach einer ruhigen Einleitung erhebt sich im Largamento eine träumerische Melodie, geht unvermittelt über in aufgeregte Tonfolgen, gleitet wieder in eine emphatische Melodienfolge. Nach einem furiosen Scherzo, aus dessen rasenden Klavierpassagen man Frau Claras Etüdenspiel herauszuhören meint, scheint Schumanns Inspirationskraft im Finale geradezu über die Stränge zu schlagen. Dieser Schluss bündelt gleichsam die Stimmungen und Gefühle der anderen Sätze, endet in markanten Klangfigurationen.
Die Künstler halten immer eine feine und spannende Balance zwischen Temperament und singendem Legato, musizieren mit zupackend griffigem, virtuos rasendem, sämig breit fließendem Ton und makellos ausgesungenen Klangelementen.»

Aufführung mit dem Amar-Quartett im Rahmen der
Konzertreigen der Villa Rot 
– Günter Vogel / Schwäbische Zeitung / Jan 2012 –

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«In der Gegenwart angekommen»

«(...) Da waren zwei Interpreten am Werk, welche die Kammermusik der Vergangenheit in raffinierter, ausgelüfteter Robe in der Gegenwart ankommen lassen und – so bleibt zu hoffen – zusammen in die Zukunft tragen werden.»

Aufführung im Rahmen der Neuen Konzertreihe Zürich

 

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– Neue Züricher Zeitung / Nov 2011 –

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«(...) l’enchantement a été total»

«(...) Rien de plus intimidant qu'une création pointant le bout de son nez surtout lorsqu'elle est prévue en tête de programme. Que cela soit pour le compositeur ou pour les auditeurs... Mais pas de clash à l'horizon. Car il y a musique contemporaine et musique contemporaine. Celle présentée au premier concert de la saison de l'Orchestre symphonique de Bienne, mercredi soir, a été une agréable surprise. D'une extrême douceur, privilégiant une ligne mélodique souple, riche en couleurs, l'oeuvre de Russell Platt ne laisse pas indifférent. Pas question d'atonalité, de musique minimaliste ou de dissonances assourdissantes. Non, la musique contemporaine c'est aussi autre chose. Le langage musical de Russell Platt en a donc surpris plus d'un. L'orchestre, placé sous la vigilance de Howard Griffith, l'a parfaitement compris. La suite du programme fut un régal.
En présence du pianiste Oliver Schnyder pour l'exécution du concerto en ut majeur pour piano et orchestre de Mozart, l'enchantement a été total. Un magnifique festival de pureté, alliant prouesses techniques et en même temps simplicité du touché, ce qui rend la musique limpide. C'est ce qu'il faut pour jouer Mozart, Le public ne s'y est pas trompé, puisque le pianiste a été unanimement salué.
Mais la soirée ne s'est pas arrêtée là. La symphonie N°7 de Beethoven est venue clôturer ce fabuleux programme. Sous la baguette experte d'Howard Griffith, l'orchestre symphonique a été poussé dans ses derniers retranchements. Il a réussi, d'une main de maitre, à obtenir de ses musiciens des nuances poussées à l'extrême. Il est parvenu à animer chaque mouvement d'une nouvelle flamme. Par ses gestes, la dynamique de l'oeuvre a pu s'épanouir. Comme dans le second mouvement où le mystère plane grâce à la montée progressive de la puissance sonore. Dans les autres parties, l'orchestre a brillé de mille feux. Ce contraste nécessaire a embelli l'oeuvre dans son intégralité.»

Concerto avec l'Orchestre symphonique de Bienne
– Tamara Zehnder / Journal du Jura / Sept 2011 –

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«Schmelz mit dissonanten Zwischentönen»

«Das Sinfonieorchester Biel eröffnete am Mittwochabend die Reihe der Sinfoniekonzerte mit der Uraufführung von "Eurydice". Der Komponist Russell Platt ist dafür extra aus New York angereist. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder beeindruckte mit klarer Phrasierung und spielerischer Leichtigkeit. (…) Mit Oliver Schnyder, der Schweizer Pianist trat zum ersten Mal mit dem Sinfonieorchester Biel auf, konnte für diesen Ausflug ins klassische Repertoire ein international renommierter Solist gewonnen werden. Schnyder, welcher 2008 bereits eine Aufnahme mit verschiedenen Mozart-Werken vorgelegt hat, beeindruckte im 1785 entstandenen Klavierkonzert Nr. 21 mit klarer Phrasierung und spielerischer Leichtigkeit. Eine Leichtigkeit und Präzision, die das Orchester gelegentlich etwas vermissen ließ, obschon es über weite Strecken sehr gut mit dem Pianisten harmonierte und seiner Begleitfunktion mit bemerkenswerter Zurückhaltung nachkam. Nicht ausschließlich das Verdienst des Solisten ist es denn auch, dass der zweite Satz bar jeglichen Kitsches transparent und entstaubt daherkam. Hätte Schnyder die dynamischen Extreme auch gelegentlich noch etwas stärker ausloten dürfen, so überzeugte er mit seinem gepflegten, technisch brillanten Spiel insgesamt sehr. Das zahlreich erschienene Publikum belohnte seine Interpretation des mozartschen Klavierkonzertes denn auch mit lang anhaltendem Applaus. (…)»

Aufführung mit dem Sinfonieorchester Biel
– Edith Keller / Bieler Tagblatt / Sept 2011 –

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«Kammermusik auf hohem Niveau»

«Zwei schwergewichtige Klavierquintette standen auf dem Programm des 5. Abonnementskonzertes des Konzertvereins Chur. Gemessen an der komprimierten Ausdrucksdichte, welche beiden der am Dienstagabend interpretierten Klavierquintetten innewohnt, entsprach es einer angemessenen Entscheidung, trotz der vergleichsweise kurzen Gesamtspieldauer nur eben diese Werke von Dmitri Schostakowitsch und Robert Schumann auf das Programm zu setzen. Dabei stellte das Amar-Quartett mit Anna Brunner, Igor Keller, Hannes Bärtschi und Péter Somodari sowie dem Pianisten Oliver Schnyder gleich mit den ersten Takten seine vitale Musikalität und seine technische Kompetenz unter Beweis.
1938, mit fast 32 Jahren, schrieb Schostakowitsch sein erstes Streichquartett noch in der Art einer lichten, neoklassizistischen Fingerübung, während das hier erklungene und zwei Jahre später entstandene Klavierquintett in g-Moll op. 57 die staatspreisverdächtige Synthese aus kunstvoller barocker Satztechnik und einem trotz des Mollgeschlechts durchwegs optimistischen, ja sogar beinahe volkstümlichen Ton versucht. Dass es sich bei der musikalischen Umsetzung durch die fünf Musiker im Theater Chur um eine äußerst souveräne Leistung handelte, ja dass die Instrumentalisten geradezu prädestiniert erscheinen, die intellektuelle und emotionale Kunst des Tonsetzers in ein überzeugendes und anspringendes Gleichgewicht zu bringen, davon sprach der bereits vor der Pause auffallend lang anhaltende Applaus.
Für Robert Schumann scheint - das machte die Gegenüberstellung der beiden Werke hörfällig - der latent orchestrale Charakter stark besetzter Klavier-Kammermusik wichtiger gewesen zu sein als ein lichtvoll durchwirktes Klangbild. Immerhin aber gibt es in seinem Gesamtwerk noch komplizierter gearbeitete Stücke - kaum aber eines, in dem trotz der stellenweise orchestralen Wucht gelöster, unbelasteter und schwungvoller musiziert wie in diesem Klavierquintett in Es-Dur op. 44 von 1842. Das Amar-Quartett und sein Pianist fand einen unmittelbar fesselnden, geradezu "eleganten" Zugang zu dieser Musik. Dass sie diesen über den Bühnenrand ins Auditorium weiterzugeben vermochten, davon zeugte ein abermals ausgedehnter Beifall, welcher eine Zugabe mit einem Satz aus Dvoraks Klavierquintett erheischte.»

Aufführung ihm Rahmen des 5. Abonnementskonzertes des Konzertvereins Chur
– Christian Albrecht / Bündner Tagblatt / Sept 2011 –

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«Schnyders Stärken liegen (...) in der lyrischen Ausgestaltung»

«(...) führte das Klavierkonzert in d-Moll von Johannes Brahms in ganz andere Gefilde. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder interpretierte den Solopart auf eindrucksvolle Weise. Schnyders Stärken liegen weniger in der dramatischen Aufladung als in der lyrischen Ausgestaltung, wie etwa im Kopfsatz die Abfolge des ersten und des zweiten Themas vergegenwärtigte. (...)»

Aufführung mit dem Aargauer Symphonieorchester
– Thomas Schacher / Neue Zürcher Zeitung / Sept 2010 –

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«Das Aargauer Symphonie-Orchester überzeugt mit Brahms (...)»

«Für romantisch veranlagte Pianisten ist Brahms' d-Moll-Konzert das ideale Betätigungsfeld. Im ersten Satz gibt es mächtig Gelegenheit, sich auszutoben, im zweiten darf das Herz überquellen, und mit einem gesunden Spieltrieb kommt man auch durch das Finale. Der dreiviertelstündige Brocken, mit dem der damals 26-jährige Brahms die Grenzen der Gattung sprengte, ist ein Fall, bei dem man mit dem Kopf nicht bloß gegen die Wand rennt, sondern auch durchkommt. Leider aber erstarren die meisten Pianisten vor dem Namen Brahms in Ehrfurcht und haben offenbar automatisch das Bild eines etwas phlegmatischen älteren Herrn mit langen Haaren vor Augen.
«Brahms gänzlich ohne Vollbart.»
Der Aargauer Pianist Oliver Schnyder allerdings spielt seinen Brahms am Freitag in Baden gänzlich ohne Vollbart: Frisch sind die Tempi, die herausfordernden Gesten des Klaviers im ersten Satz besitzen Feuer und das beseelte Thema des Adagio religioso köchelt nicht auf Sparflamme.
Der Solist vermeidet übertriebenes Pathos und jedwede rhythmische Überbetonung, sondern legt vielmehr gesteigerten Wert auf das Melos. Fabelhaft zum Beispiel, wie er gleich zu Beginn unter dem zarten Kopfthema die Basstöne singen lässt, die in federnder Form später den musikalischen Protagonisten auch in himmelhohen Gesängen geerdet sein lassen. So werden sie subtil sichtbar, die weltanschaulichen «Bleifüße» Brahms.
Auch der Ton des Aargauer Symphonie-Orchesters steht auf breiten Bassschultern und überbrückt so eine gewisse Trockenheit, die aber nicht stumpf klingt, mit einer aufblühenden, luziden Klangkrone. All die typisch Brahms'schen Verästelungen werden damit sichtbar.»

Aufführung mit dem Aargauer Symphonieorchester
«Umwerfend der Feuersturm (...)»

«Umwerfend der Feuersturm des Molto-Presto-Schlusses im Rondo alla Zingarese von Brahms’ Klavierquartett g-Moll op. 25: Der Pianist Oliver Schnyder und drei Streicher-Stimmführer des Tonhalle-Orchesters Zürich – Klaidi Sahatçi (Violine), Gilad Karni (Viola) und Thomas Grossenbacher (Violoncello) – spielten den Satz mit einer Wildheit sondergleichen. (...)»

Aufführung im Rahmen der Tonhalle-Matinée mit Schumann und Brahms
– Alfred Zimmerlin / Neue Züricher Zeitung / Jun 2010 –

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«Belebende Vertrautheit»

«Enorme Vertrautheit ist eine zweifelhafte Bezeichnung für Kammermusikpartner. Bisweilen sind sich Musiker so vertraut, dass sie den musikantischen Teil vergessen und nur mehr die Noten perfekt hinunterschnurren. Die Geigerin Veronika Eberle und der Pianist Oliver Schnyder kennen sich gut. Nicht aber in jenem Sinn, dass sie sich blind beziehungsweise taub vertrauen könnten, sondern dass sie in der Musik genau dasselbe suchen - und im bejubelten 7. Boswiler Meisterkonzert am Sonntagabend auch fanden.
Die Suche gilt dem ureigenen Ton eines Komponisten, ja einer Sonate: So war denn die erste Brahms-Sonate op. 78 jener von Leos Janacek wie auch der zweiten op. 121 von Robert Schumann in rein interpretatorischer Hinsicht völlig verschieden, da der jeweilige Sonaten-Charakter mit ungeheuerlichem Sinn für die Architektur und meisterhafter Tongestaltung gefunden wurde.
Spiel der Stimmungen
Bei aller Eintracht: Bisweilen musste man ganz einfach dem einen oder der anderen den Hörvortritt lassen. Der Schönklang rückt bei Eberle nie ins Sentimentale ab, weil diese Geigerin das Vibrato mit einer geradezu nüchternen Brillanz einsetzt und nie, um damit Schwächen zu übertünchen. Eberle schafft es aber auch dank ihrer famosen Bogentechnik, dem Spiel feinste Nuancierungen zu geben, so gut, dass sie mit Stimmungen wunderbar spielen kann.
Im 2. Satz der Janacek-Sonate ermöglichte ihr diese Kunst unglaublich überraschende Stimmungswechsel, auf die Oliver Schnyder bisweilen geradezu gewartet zu haben schien. Eindrücklich, wie leicht Schnyder die vermeintlich schweren Bässe im 2. Satz der Brahms-Sonate spielte! Klug, wie breit klingend, aber nie dick auftragend Eberle diese Figuren entgegnete - und somit im Zusammenspiel eine reflektierte Schwärmerei entstand. Wie zupackend, aber nicht lärmend man alsbald die mirakulösen Akzente setzte, war prächtig: Auch in der Schumann-Sonate war trotz der trotzigen Attacken immer eine Klang-Idee zu hören, immer der weiterführende Ton und nie der verpuffende Effekt im Mittelpunkt.»

Aufführung mit Veronika Eberle im Rahmen des 7. Boswiler Meisterkonzertes
– Christian Berzins / Neue Zürcher Zeitung / Jun 2010 –

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«(...) Seine poetische Sensibilität für Klang»

«(…) ganz grundlegend änderte sich das Klangbild aber mit dem ersten Einsatz des Pianisten Oliver Schnyder: Seine poetische Sensibilität für Klang, Artikulation und Agogik sowie sein Mut, den Tönen nachzuhorchen und auch in Gegenwart eines Orchesters die leisen Bereiche der Dynamik auszukosten, schlugen einen sogleich in ihren Bann. Und schlicht ein Erlebnis ist seine Art, musikalische Freiheit und Partiturtreue zum widerspruchslosen Fundament interpretatorischer Sorgfalt zu machen. (…)»

Aufführung mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln
im Rahmen der Migros-Kulturprozent-Classics 
– Tobias Rothfahl / Tages-Anzeiger / May 2010 –

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«Himmelfahrt mit Schnyder, Heldenspass mit Strauss»

«Wir bringen euch Klassik! Mit diesem unprätentiösen Versprechen hat das Migros-Kulturprozent Anfang Saison seine traditionsreichen Klassikkonzerte neu lanciert. Und das Lifting ist der Konzertreihe, die nun Migros-Kulturprozent-Classics (früher Klubhauskonzerte) heisst, gut bekommen. Die Programme, die jeweils in sechs Schweizer Städten gespielt werden, sind vielfältiger geworden, ebenso die Provenienz der Sinfonieorchester. In dieser Saison kamen sie aus Mailand, Wien, Basel, Liverpool, Moskau und nun - mit dem traditionsreichen WDR-Sinfonieorchester - aus Köln. Dass in jedem Konzert als Solist ein junges «Schweizer Talent» mitspielt, ist zusätzlich ein Plus. Talent? Im Fall von Oliver Schnyder ist das eine Untertreibung. Der 1973 geborene Aargauer Pianist ist längst ein Meister seines Fachs. Beim jüngsten Auftritt im Kultur-Casino brilliert er an der Seite des WDR-Sinfonieorchesters Köln (Leitung Semyon Bychkov) in Beethovens 2. Klavierkonzert. Und mit einer Perle von seiner ausgezeichneten, soeben bei Sony erschienenen Schumann-CD als Zugabe: Auf dem exquisiten Album schlägt Schnyder einen Bogen von Schumanns Opus 1, den 1832 komponierten «Abegg-Variationen», zum Opus ultimum, den 1854 entstandenen «Geistervariationen».
In Beethovens B-Dur-Konzert ist der Pianist in seinem Element. Beeindruckend, wie er Innerlichkeit und Energie verbindet und mit mozartscher Souplesse erfüllt. Entzückend die feinen Triller, leichtfüssigen Läufe und gestochen scharfen Verzierungen, die Oliver Schnyder wie selbstverständlich aus den kleinen Muskeln seiner Finger strömen lässt, um sich gleich darauf in grosse Gesten zu steigern: In der Solokadenz überrascht er mit einer meditativen Klangoase, in der er das Pedal «con gran espressione» einsetzt. Umso wacher und launiger wirken darauf die energischen Synkopen im letzten Satz, die das Orchester mit Präzision und Witz pariert. Eine musikalische Himmelfahrt am Auffahrtstag!
Auch die Begegnung mit dem 1947 gegründeten WDR-Sinfonieorchester erweist sich als ein sinnliches Ereignis erster Güte. Die Spielfreude des gross besetzten Klangkörpers überzeugt als Ganzes wie in den einzelnen Registern. Ein Heldenspass mit Strauss: Der russische Dirigent Semyon Bychkov setzt nicht nur auf heroisch-plakative Effekte, sondern verschafft auch den leisen poetischen Seiten von Richard Strauss' «Heldenleben» und «Till Eulenspiegels lustige Streiche» Gehör. Ein Wunder an Kontrasten, dem der Konzertmeister mit seinem Violinspiel («Des Helden Gefährtin») ein Glanzlicht aufsetzt. Für Bychkov ist es eine Abschiedstournee. 13 Jahre hat er das WDR-Sinfonieorchester erfolgreich geleitet. Ab kommender Saison übernimmt der finnische Dirigent Jukka-Pekka Saraste das Dirigat. Es ist ein würdiger Abschluss.»

Aufführung mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln
im Rahmen der Migros-Kulturprozent-Classics 
– Marianne Mühleman / Der Bund / May 2010 –

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«Emozioni straussiane / Applausi per Bychkov, Schnyder e la WDR»

«Nel mezzo del suo cammino, l'edizione 2010 di Lugano Festival ha ospitato la WDR Rundfunkorchester Köln condotta dal conosciuto direttore russo Semyon Bychkov. Al Palazzo dei Congressi, la rassegna musicale di primavera ha offerto un programma comprendente due Poemi Sinfonici di Richard Strauss, oltre al Concerto per Pianoforte in si bemolle maggiore n. 2 op.19 di Ludwig van Beethoven, con la partecipazione protagonistica di Oliver Schnyder. Numerose sono le formazioni sinfoniche tedesche di estrazione radiofonica che si sono presentate anche nel recente passato sui nostri palcoscenici, a conferma della migliore tradizione culturale che vede, soprattutto nell'area germanica ma non solo, il felice radicamento delle istituzioni radiofoniche nella tradizione musicale di qualità;. E anche questa compagine sinfonica della WDR si è dimostrata all'altezza delle aspettative: sonorità; omogenea e bilanciata in ogni reparto oltre ad una visibile motivazione nell'atteggiamento partecipativo di ciascun componente. Ma oltre all'impeto emotivo che dalla VVDR è venuto significamente a diffondersi al Palacongressi, senz'altro il merito del buon esito della serata musicale luganese va dato anche all'abile direttore d'orchestra Semyon Bichkov e alla sua carica espressiva, promossa con il conosciuto temperamento. In generale abbiamo potuto quindi ritrovare la spaziante bellezza delle armonie, rappresentate con un eloquente coinvolgimento con una linea interpretativa di particolare chiarezza ed efficace nel valorizzare le architetture sonore. Una impostazione caratteriale ben temprata dall'esperienza e dalla consapevole identità; sinfonica che la VVDR ha saputo sfoderare con sicurezza nelle esecuzioni dei poemi sinfonici Till Eulenspiegel e Ein Heldenleben. Qui gli estremi di contrasto tra la vigorìa e il raccoglimento si sono alternati con pieno pathos, riuscendo a dare una straordinaria unitarietà; di intenti alla lussureggiante scrittura orchestrale di Richard Strauss. Le intense atmosfere straussiane hanno riscosso il vivo e meritato entusiasmo dei presenti.
Tra le due massicce proposte sinfoniche, si è inserita l'interpretazione nitida e precisa del pianista svizzero Oliver Schnyder, protagonista nel Secondo Concerto per pianoforte e orchestra di Ludwig van Beethoven che ha consentito al solista svizzero di mettere in luce il suo espressivo tocco musicale. Capacità; ribadita poi anche nella sensibile pagina schumanniana offerta come bis, che il pubblico luganese ha accolto con simpatica compartecipazione e ripetuti applausi.»

Rassegna musicale di primavera all' edizione 2010 di Lugano Festival
– Susanna Zalateo / Corriere del Ticino / May 2010 –

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«Temperamentsfragen»

«Thomas Schacher. Zum Abschluss ihrer ersten Saison luden die Migros-Kulturprozent-Classics mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln einen attraktiven Klangkörper ein. Nach Stationen in Lugano, Genf und Bern machte die Schweizer Tournee auch in Zürich halt. Semyon Bychkov, der das Orchester im Sommer nach dreizehnjähriger Chefdirigententätigkeit an Jukka-Pekka Sarastre abgibt, brachte mit zwei sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss ein Programm mit, dessen üppige Tonsprache ihm am Herzen zu liegen scheint. In der Mitte aber stand mit Ludwig van Beethovens zweitem Klavierkonzert ein Werk, das einen ganz anderen Zugang erfordert. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder fasste das B-Dur-Konzert als ein durch und durch lyrisches Gebilde auf, dessen verschiedene Aspekte er mit grosser Empfindsamkeit aufspürte. Zum Herzstück wurde in dieser Deutung das Adagio, das man selten in einer solch intimen Deutung hört. Spannung stellte sich aber gleichwohl ein, denn eine pointierte Rhythmik und, wenn es angebracht war, ein perlendes Spiel sorgten für den nötigen Gegensatz. Der Dirigent, der wohl eine draufgängerischere Deutung bevorzugt hätte, passte sich der Interpretation des Solisten erstaunlich gut an.
Was Semyon Bychkov an «Till Eulenspiegels lustigen Streichen» vornehmlich interessierte, war die reiche Klangpalette der Komposition. Er bevorzugte die grellen Farben und liess die verschiedenen Register der Instrumente genüsslich gegeneinander antreten. Witz und Ernst reichten einander die Hand, und die Entwicklung zielte unvermeidlich auf den Höhepunkt, die Hinrichtung des Strolchs.
Das Auskosten der klanglichen Erscheinungen stand auch bei der sinfonischen Dichtung «Ein Heldenleben», womit sich Strauss selber ein Denkmal gesetzt hat, im Vordergrund. Wie kontrastierte da etwa das Pathos des Heldenthemas mit den giftigen Holzbläserattacken, welche die Widersacher des Helden charakterisieren. Dass aber «Des Helden Walstatt» mit derart brutaler Lautstärke einfuhr, wäre nicht nötig gewesen, denn diese Schlacht im Dreivierteltakt hat ja auch ironische Elemente, die so nicht zum Zuge kamen.»

Aufführung mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln
im Rahmen der Migros-Kulturprozent-Classics 
– Tobias Rothfahl / May 2010 –

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«Die Überraschungen des 7. St. Galler Tonhallekonzerts waren die Richard-Strauss-Suite und das Beethoven-Spiel Oliver Schnyders.»

«Ganz schön krachen liess es David Stern beim 7. Tonhallekonzerts in Beethovens Fünftem Klavierkonzert. Das Heroische war mit einmal ganz beim Orchester, das sich besonders in den Ecksätzen bisweilen dominanter gebärdete als der Solist. Das spricht nicht gegen Oliver Schnyder, der diesen Beethoven konsequent in warmer Patina und konzentriert poetisch darstellte.
Nur einfach brillant glitzern lassen will es Schnyder nicht, sondern er fädelt die Ideen meist lyrisch ein. Sein Zugang ist nicht der vordergründig kräftige, sondern der intensiv innige. Heisst: Sein Ton hat Raum und Gewicht, mehr als bloss schneidende Durchsetzungskraft. Intelligent ist seine Ausleuchtung der Details. (...) Schnyder hat da fast ein wenig Scheu, allzu schnell und spielerisch über das Kleinräumige hinwegzugehen. Als Zuhörer wird man aber gerade durch dieses Unprätentiöse und Durchdachte an diesen Beethoven herangeführt. Oliver Schnyder war am Schluss des grossformatigen Konzerts jedenfalls ein gefeierter Mann(...)»

Aufführung im Rahmen des 7. Tonhallekonzertes
«(...) just the right scale and intimacy»

«Heard live, having known their work on recordings, this duo was spell binding and their concert one to treasure in memory by the supporting Albanian ex-pats and everyone else in their smallish audience.

The Germany-based, Albanian born violinist Rudens Turku has a tone which is infinitely subtle in its gradations, but, without forcing, penetrating even against (sometimes) loud piano playing. He does not attack the beginnings of notes, the music grows and flows with an uncommon naturalness. His command of his instrument is so complete, yet undemonstrative, that one quickly takes it for granted. It is very rare for a singer to be able to match that quality (and indeed, to our ears, the popular diva Joyce Di Donato signally failed to do so at Wigmore Hall the following night).
Bicentenarian Mendelssohn's early sonata languished in obscurity for more than a century until in the '50s it was championed and published by Menuhin. Oliver Schnyder, Turku's partner and equal, makes light work of Mendelssohn's multitudinous notes, a tendency which can alienate listeners to some of his chamber works; but not here, nor on their Avie recording of this sonata coupled with the violin/piano double concerto with orchestra (which many readers won't know?).
The Dvorak Sonatina (which he contrived to be his Op. 100) is one of my very favourite pieces by that endearing composer; as a schoolboy I played it in a masterclass given by Isolde Menges; that dates me! Turku & Schnyder fined it down to just the right scale and intimacy, even better in Wigmore Hall than in their recording of a couple of years ago.
Grieg's big-boned third sonata can easily sound overblown and too rhetorical, but its quality has been known since the classic Kreisler/Rachmaninoff recording, and Turku & Schnyder put it across with complete conviction, to give us a lot to talk about in the interval.
The second half was devoted to the second of Prokofiev's violin sonatas, an oddity since it is in fact Oistrakh's adaptation of the flute sonata, so well done by this duo that one was left marvelling how it could have been actually composed for the less versatile wind instrument. No doubt it will feature in a future recording; meanwhile get their Dvorak and Grieg on Homelands (Avie AV2166).»

Concert with Rudens Turku
Wigmore Hal London
– Peter Grahame Woolf / Jan 2010 –

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«Hervorragend gespieltes Tuttifrutti»

«Das Aargauer Kammerorchester gibt es nicht mehr. An seine Stelle ist das Chamber Aartists Orchestra gerückt. Ohne festen Dirigenten, aber mit grossen Solisten geht man neue Wege.
Da wird ein neues Ensemble gegründet und beim Eröffnungskonzert fühlt man sich wie bei einem überbordenden Tuttifrutti-Buffet. Von Käsekuchen über Schokoladencreme bis hin zum Rauchlachs, es hat für jeden etwas und noch viel mehr. Klassik, Jazz und Pop - Haydn, Daniel Schnyder und Jimmy Hendrix geben sich in immer neuen Formationen ein Stelldichein. Ist man da als Zuhörer etwa pikiert, weil die Hörgewohnheiten durcheinandergeschüttelt werden?

Langweilig wird es auf alle Fälle nicht. Und das Ziel des Orchesters ist offensichtlich: die Kluft zwischen den starren Formen eines traditionellen Orchesters
und dem Zugehen auf das Publikum zu verringern. Dabei gehen die Chamber Aartists von dem Prinzip aus, dass ein Orchesterinstrument nicht mehr einem in den Grundzügen immer gleichen, sondern vielmehr einem in seiner Zusammensetzung häufig wechselnden Apparat angehöre. Kein gewöhnliches Eröffnungskonzert also. Man könnte sogar von einer Art Brautschau sprechen oder von einem tönenden Bewerbungsschreiben. So oder so: Das Konzert ist ein historisches Konzert, es wird im Aargau Folgen haben. Denn die Musiker sind hervorragend. Ein jeder könnte Solist sein und so wechselt auch für jedes Stück der Konzertmeister. Die Solisten spielen, sofern sie nicht vorn im Rampenlicht stehen, im Orchester mit. Ein schöner, wenn auch unbeabsichtigter Nebeneffekt, damit das Orchester gleichmässig ausgeleuchtet war, im Schatten stand jeweils nur: der Solist.
Musikalisch strahlten die Solisten aber durchaus. Der Pianist Oliver Schnyder überzeugte in einer kraftvollen und humoristischen Interpretation eines
Haydn-Klavierkonzerts. Aber auch in den lustvollen, dem Jazz zugewandten Stücken des Komponisten Daniel Schnyder fand er den richtigen Ton. Dass dann Daniel Schnyder auch gleich selbst einige seiner Stücke interpretierte, hatte seinen besonderen Charme. Ob er mit dem Saxofon über einen ungarischen Tanz von Brahms improvisiert oder Jimi Hendrix' 'Purple Haze' für Streichconsort umsetzt - Schnyders Musik und seine Interpretationen kennen keine Schubladen, nur offene Türen. So passte seine Musik gut zum Eröffnungskonzert des neu gegründeten Ensembles.
Ein Feuerwerk der Virtuosität zündete der Geiger Alexander Sitkovetsky in den rassigen Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate. Man spürte, dass Musik das Esperanto des Gefühls ist. Und auch der Dirigent Massimiliano Matesic trat, sofern er nicht dem Pianisten die Noten blätterte oder Stühle wegräumte, als umsichtiger und engagierter Regisseur auf. Aber Hauptdarsteller des Abends blieb das Ensemble. Das Zusammenspiel war geprägt von grosser Spielfreude und einem Klang, der an Schärfe und Intensität nichts zu wünschen übrig liess. Kammermusik im besten Sinne des Wortes. Ein solch starkes Ensemble lässt auf vieles hoffen. Auch darauf, dass aus dem Tuttifrutti-Buffet ein stimmiges Mehrgang-Menü wird.»

Eröffnungskonzert des Chamber Aartists Orchestra
– Tom Hellat / Mittellandzeitung / Jan 2010 –

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«30 Jahre Siggenthaler Jugendorchester»

«(...) besonders strahlte natürlich der Solist. und gerade bei Rachmaninow ist das auch erlaubt. Ist sein Klavierkonzert von einer tiefen Melancholie durchtränkt, so lässt es den Pianisten dennoch in seiner ganzen Virtuosität aufscheinen. Nicht selten wird es dabei zum Schmachtfetzen. Die Energie aber, die in dieser Musik steckt, darf nicht von aussen kommen, sie muss von innen erfühlt werden. So horchte Schnyder in sich hinein und fand in der Tiefe Inspiration. Nichts schien da aufgesetzt oder nur an der Oberfläche zu glimmen - ein Bekenntnis zum unmittelbaren emotionalen Ausdruck, zu Schlichtheit und Direktheit. Seine Farbpalette ist enorm, sein Klang transparent und hell (...)»

Ein Kommentar zu Rachmaninows 2. Klavierkonzert von Tom Hellat
– Tom Hellat / Mittelland Zeitung / Oct 2009 –

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«Monumentale Meister-Sonaten»

«Pianist Oliver Schnyder begeisterte mit Werken Beethovens und Schuberts. Zum Abschluss der Erner Klavierwoche 2009 spielte im Rahmen von «Ernen Musikdorf» in der vollbesetzten Kirche Oliver Schnyder, international anerkannter Schweizer Pianist, grosse Sonaten von Beethoven und Schubert. Vor dem Konzert hatte das Publikum Gelegenheit, im Tellenhaus eine von Volker Biesenbender bestrittene Einführung zu diesem Konzert zu hören. Herr Biesenbender vermittelte viel Interessantes über die Komponisten und das Umfeld der aufgeführten Werke. Gerade bei den vom Programm vorgesehenen Meister- Sonaten wäre aber auch eine übersichtsmässige Vorstellung der Hauptthemen und ihrer Bearbeitung in der jeweiligen Durchführung von Vorteil gewesen.

Oliver Schnyder begann sein Rezital mit der «leichteren» - natürlich keineswegs «einfachen » - Sonate E-Dur, opus 14 /1, in der ein langsamer Satz fehlt. Schnyder bemühte sich erfolgreich, die noch jugendliche Zartheit des Gefühls und die Anmut dieser später vom Komponisten selbst für Streichquartett bearbeiteten Sonate lebendig werden zu lassen. Er tat dies mit technischer Virtuosität, klarem Anschlag, Souveränität, Sinn für Formen und Strukturen und meisterte die flinken Läufe und die rhythmischen Gegebenheiten des Schlusses brillant. Diese technische Hochform war dann vor allem auch in der dem Grafen Ferdinand von Waldstein gewidmeten Sonate C-Dur, opus 53, erfahrbar. Oliver Schnyder bewährte sich in dieser zum Zentrum von Beethovens Schaffen gehörenden Sonate, die eher männlich-heroische Züge zeigt. In der Ausgewogenheit aller Komponenten und in der Sicherheit der Gestaltung ist diese «Waldsteinsonate » sicher ein Gipfelpunkt der Klassik überhaupt und auch der Pianistik. Viele Anwesende, die ein deutliches «Bild» dieser Sonate mit nach Ernen gebracht haben, konnten die Eigenständigkeit feststellen, mit der Oliver Schnyder hier spielte. Es galt - und er tat es auch - die sich auftürmenden gewaltigen Bausteine der Sonate auszugestalten und nicht in leere Läufe und leere Virtuosität münden zu lassen. Trotz teilweise sehr schneller Tempi und rascher Satzübergänge hatte das Spiel Struktur und zeigte das mächtige Kunstwerk «Waldsteinsonate » kraftvoll und packend.
Stupendes Können, schlackenlosen Anschlag, Energie und vitale Motorik und Rhythmik zeigte Schnyder dann auch in dem feingliedrigen Laufwerk von Schuberts Impromptu Es- Dur, opus 90/2. Dieses Impromptu, aber auch die anschliessende Sonate A-Dur, Deutschverzeichnis 959, wurden durch den Pianisten als sorgfältig durchgeformte und weiträumige Kompositionen vorgestellt, die viel Fingerspitzengefühl erforderten. Man genoss besonders das berühmte Andantino (fis- Moll, 3/8) der Sonate, das zu den schönsten langsamen Sätzen Schuberts zählt. In diesem Schubert-Konzertteil kam unter den Händen Oliver Schnyders auch die Sanglichkeit des Tons mehr zur Geltung als etwa in der monumentalen beethovenschen «Waldsteinsonate». So wurde auch das Schubert-Werk 959 mit seiner sprichwörtlichen «himmlischen Länge» mehr als eine pianistische Aufgabe, nämlich eine feinsinnige, poetische und innerlich erfüllte Schau.
Die Zuhörer, die Oliver Schnyder mit einer Standig Ovation ehrten, beschenkte er mit einer Reihe von Zugaben. Sie zeigten erneut, dass der international bekannte Pianist im «Musikdorf Ernen» und in dessen Festival tiefe Wurzeln geschlagen hat. Die Hoffnung, Oliver Schnyder auch in kommenden Jahren wieder hören zu dürfen, hat Grund.»

Aufführung im Rahmen der Erner Klavierwoche 2009
– Walliser Bote / Jul 2009 –

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«Schöne Symbiose von Wort und Musik»

«Der bekannte Schauspieler Sky du Mont tut sich mit zwei Instrumentalisten zusammen. Zu dritt führen sie in das Leben und die Empfindungswelt Mendelssohns ein. Hirschfeld - Auf den Flügeln des Gesangs - oder besser gesagt: auf den breiten Flügeln der Musik - ist so einiges zu transportieren. Vor allem natürlich Emotionen. Und daher wird es, schon auf Grund dieses Titels, fast zur Pflicht des Künstlertrios Sky du Mont, Rudens Turku und Oliver Schnyder, sich dem Leben und Werk des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy auf sehr emotionalem Weg zu nähern.Anlässlich des 200. Geburtstags des großen Meisters kommen die drei zum Festival Mitte Europa in die St. Michaeliskirche in Hirschfeld nordöstlich von Plauen. Dort schaffen sie es, schon lange vor Beginn der Veranstaltung so viel Publikum in das Gotteshaus zu locken, dass selbst die Stehplätze ganz hinten auf der Empore genutzt werden müssen.
Fast wie ein Hörspiel kommt es einem vor, wenn der bekannte Schauspieler Sky du Mont mit seiner sonoren, makellosen Stimme beginnt, ganz ruhig über Mendelssohn vorzulesen. Nach einigen biografischen Daten kommt er schnell dort an, worauf das Programm abzielt: bei der Darstellung des Menschen Mendelssohn. So erwähnt der Erzähler immer wieder, wie fleißig und leistungsfähig, aber auch verletzlich und empfindsam der Komponist war. Anekdoten verdeutlichen seine außergewöhnliche musikalische Begabung: so jene über die in einer Droschke vergessene Sommernachtstraum-Partitur, die Mendelssohn rasch aus dem Gedächtnis neu niederschrieb. Auszüge aus dem Briefwechsel des Komponisten zeigen, wie wichtig ihm Anerkennung von außen war und wie innig die Beziehung zu seiner Schwester Fanny.
Bei der Verknüpfung mit der Musik ergibt sich eine wundervolle Symbiose von Wort und Musik: über welche Gemütslage der Erzähler auch immer spricht, die Musiker setzen scheinbar unvermittelt ein und entführen das Publikum auf den Flügeln der Musik in eben den emotionalen Bereich, der gerade in Worten beschrieben wurde. Nach und nach streuen sie die Sätze aus der Sonate für Klavier und Violine in F-Dur und drei Lieder ohne Worte ein und schaffen es so, das Publikum augenblicklich zu verzaubern und in die jeweilige Stimmung zu versetzen. In den schnellen Ecksätzen ist ihr Spiel geprägt von Leidenschaft und Spontaneität, wirkt beherzt und frisch - die Musik scheint aus ihnen herauszudrängen. Laut vernehmbar bis auf die Empore schöpft der Geiger Rudens Turku mit jedem Einatmen neue Kraft für die nächste Phrase und lebt in großen Gesten mit, was er auf seinem Instrument ausführt: In effektvoller Extremdynamik baut er Spannung auf und lebt jede Gefühlsnuance der Musik aus, ebenso temperamentvoll wie technisch perfekt von Oliver Schnyder am Flügel begleitet. Der Pianist lässt vor allem in den Liedern ohne Worte seine Finger, schwerelos anmutend, über die Tastatur tanzen, und auch er begeistert an entsprechender Stelle durch einfühlsame, überaus musikalische Interpretationen.
Mendelssohn stirbt mit nur 38 Jahren, wenige Monate nach dem überaus schmerzlichen Verlust seiner Schwester Fanny, am 4. November 1847. Mittels des melancholischen Adagios der Violin-Sonate, mit ganz zart verklingendem Ende, transportieren die beiden Musiker als letzte Emotion des Abends die Trauer, die der Komponist vor seinem Tod empfunden haben muss, in die Empfindungswelt des überwältigten Publikums.»

Aufführung im Rahmen des Festival Mitte Europa in Hirschfeld
– Christine Wild / Frankenpost / Jul 2009 –

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«Ein Ereignis»

«Konzerte wie dieser Sonatenabend im Herkulessaal mit der 20-jährigen Geigerin Veronika Eberle und ihrem vorzüglichen Klavierpartner Oliver Schnyder gehören zu jenen Erfahrungen, die auch einem professionellen Konzertgänger nur selten geschehen. Was die vierte Grazie aus der imponierenden Meisterklasse der Münchner Violinprofessorin Ana Chumachenko (nach Julia Fischer, Lisa Batiashwili und Arabella Steinbacher), darbot, war nachgerade eine Sensation: keine des Lauten und Schnellen, des koketten Glamours oder egozentrischer Nurbrillanz, sondern eine des Musikalischen. Wie sie Beethovens letzte Violinsonate Op. 96 mit Oliver Schnyder in ein intimes, improvisatorisches so witziges wie tiefgründiges Gespräch gleichgesinnter Geister verwandelte, wie sie für Schuberts vertracktes Rondo brillant h-Moll virtuos mit rhythmischen Biss zupackte und doch den harmonischen Überraschungen, plötzlichen Cantabile-Inseln und Melancholien wundersam gerecht wurde, wie sie Janáceks Sonate explosiv und mit herber Attacke als existentielle Bekenntnismusik verwirklichte und die Sonate des jungen Richard Strauss als Fest rauschhafter Geigensinnlichkeit feierte - es war e in Erlebnis.Veronika Eberle spielt auf einer Guadagnini-Geige, die einst Adolf Busch gehörte. Und etwas von dessen Reinheit und Empfindungstiefe scheint in ihrem Spiel mitzuschwingen, wenn sie etwa das Adagio espressivo aus der Beethoven-Sonate schlicht im besten Sinne mit überlegen dosiertem Vibrato und staunenswerter Legatokunst darstellt. Sie vermag ihren Ton, den zuallererst Wärme und in allen Registern Leuchtkraft und Tragfähigkeit auszeichnen, bewunderungswürdig dem Charakter und Stil der jeweiligen Musik anzupassen und so Haltung und Gebärde von Schuberts Rondo oder Janáceks Sonate ganz zu erfüllen. Und sie ist dabei vom Geist kammermusikalischen Miteinanders inspiriert, was auch auf den jungen Schweizer Oliver Schnyder zutrifft. Der hatte den Flügel ganz geöffnet, und dennoch kam es nie zu unachtsamen Überdeckungen oder zu neutral-korrektem Begleiten.
Aber besonderes Lob gilt jener Fähigkeit, die Sergiu Celibidache in den Satz gefasst hat: Artikulieren heißt vermenschlichen. Veronika Eberle überspielt nichts, sondern ist bis in die kleinen Notenwerte auf Deutlichkeit und eben Artikulation aus. Phrasieren meint bei ihr und ihrem Partner - an diesem Abend jedenfalls - die Musik unmissverständlich zum Sprechen zu bringen. Bei dieser jungen Künstlerin versteht man tatsächlich jedes Wort. Der Saal war nur halbvoll, beim nächsten Mal sollte ganz München dabei sein, um Veronika Eberle zu erleben.»

Aufführung mit Veronika Eberle im Herkulessaal
– Harald Eggebrecht / Süddeutsche Zeitung / Feb 2009 –

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«...bustle, bite and anxiety»

«Veronika Eberle, a young German violinist, came to her New York recital debut on Friday night a seasoned prodigy. Now 20, she began her violin studies at 6 and made her concerto debut at 10. Given the prestigious awards and prominent engagements she has earned overseas, the poise, confidence and technical acumen she showed at Weill Recital Hall were anticipated.Even so, Ms. Eberle’s introverted intensity and interpretive boldness made an immediate impression. Where her partner, the pianist Oliver Schnyder, was amiable and gregarious in Beethovens’s Violin Sonata in G (Op. 96), Ms. Eberle was sweet and demure. Her phrases trailed off into distracted murmurs in the Adagio, lending the music an affectingly poignant ache. A formidable technique was never an end in itself; a few scattered misfires in Schubert's flashy Rondo Brilliant in B minor were a small price for so vibrant an account. In Janacek's Violin Sonata, part of a boomlet of Janacek works performed around town in recent weeks, Ms. Eberle and Mr. Schnyder brought out a bustle, bite and anxiety that rang true to its World War I-era gestation.
The program ended with the youthful grandiosity of Richard Strauss's Violin Sonata in E flat. Mr. Schnyder greatly impressed in darker, more obsessive passages; Ms. Eberle countered with heroic lines that billowed like banners unfurled from a castle parapet. For an encore, the pair offered a buoyant third movement from Schubert's Grand Duo in A.»

Recital with Veronika Eberle at New York, Weill Recital Hall
– Steve Smith / New York Times / Feb 2009 –

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«Der Höhepunkt kam nach der Pause»

«Zwei Jahre liegt der erste Auftritt von Jung-Geigerin Veronika Eberle vor dem Pollinger Publikum zurück. Damals hat die Studentin von Ana Chumachenko einen starken Eindruck hinterlassen, und wenn man der hohen Besucherzahl am Donnerstagabend glauben darf, dann hat sie sich in guter Erinnerung gehalten.An ihrer Seite als Klavierpartner agierte wiederum Oliver Schnyder: Der Schweizer Pianist ist als Kammermusikpartner einer der Besten seiner Zunft. Und so durfte man gespannt sein, welche Früchte die Zusammenarbeit der beiden Künstler getragen hat.Das Pfund, mit dem Veronika Eberle zu wuchern hat, ist ihre ungeheure Sensibilität, eine Feinheit des Klangsinnes und der Detailzeichnung. Musikantisch-derbe Lust am Virtuosentum oder jugendlich-draufgängerischer Gestaltungswille ist ihre Sache nicht. Umgekehrt vermag sie sich auf diese Weise auch Werken zu nähern, die ihrer Sperrigkeit und des fehlenden oberflächlichen Glanzes wegen von Virtuosen gerne aussen vor gelassen werden.
Ein solches Werk ist Beethovens späte Sonate op. 96 G-Dur. Der zarte Zuruf des Trillermotives zu Beginn leitet ein verschroben-versonnenes Themenspiel ein, ein permanentes Suchen jenseits der Grenze und ständiges sich Strecken nach Neuem hinter dem Horizont. Selten hat man das Werk so sensibel nachgezeichnet gehört, fühlte man sich mitgenommen auf der Suche nach Neuem. Beide Künstler verzichteten auf künstliches Aufbauschen der Kontraste und trafen so die endzeitliche Stimmung des Werkes. Auch Schuberts Rondo brillant op. 70 h-Moll trägt zwiespältige Züge: Explosive Extrovertiertheit und tänzerische Themen können die depressive Verschattung nicht verbergen; sie bilden einen grossdimensionierten Rahmen, in dem Eberle wie seltene Diamanten Schuberts herrliche Kantilenen in ihrer innigen Schlichtheit aufleuchten liess.
Der Höhepunkt nach der Pause: Wie oft hat man schon Strauss' berühmte Sonate op. 16 Es-Dur gehört, und immer schien es ausgemacht, dass man den schwelgerischen Versuchungen dieses Werkes erliegen und opulenten Klangrausch zelebrieren muss. Nicht so Veronika Eberle und Oliver Schnyder: Kein fetter Klang, sondern glitzernde Farbigkeit, nicht Harmonienrausch, sondern spannendes Lauschen und Nachspüren der kühnen Tonartrückungen. In dieser abgespeckten Form war das Zuhören ein einziger Hochgenuss, kann man fast von heilsamer Entfremdung sprechen.»

Aufführung mit Veronika Eberle in Polling
– Dagmar Becker / Merkur-Online / Feb 2009 –

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«Sie beschwören Trolle und Fjorde herauf»

«Einen charaktervollen Kammermusikabend haben der aus Albanien stammende Geiger Rudens Turku und sein Klavierpartner Oliver Schnyder gegeben. Dem etwas spröden Einstieg mit Beethoven folgte farbenreiche und leidenschaftliche Romantik von Mendelssohn-Bartholdy, Dvorak und Grieg in einer spürbar intensiven musikalischen Verbindung der beiden Künstler.
Dreimal bereits hat der 30-jährige Geiger, der in Deutschland ausgebildet wurde, hier lebt, in Starnberg ein eigenes Festival leitet und sich in einem eigenen Institut der Ausbildung junger begabter Geigerinnen und Geiger widmet, während der Schulferien auch für Lindauer Musikschüler Kurse abgehalten. So liessen sich auch einige junge Menschen vom temperamentvollen Spiel des schlanken Geigers und seines eng mit ihm verbundenen Klavierpartners Oliver Schnyder begeistern. Kernig, risikofreudig, raumgreifend in der Bewegung, nicht unbedingt dem reinen Schönklang verpflichtet und relativ direkt in der Tongebung geht Rudens Turku Beethovens erste Sonate op. 12/1 an, während Oliver Schnyder mit seinem klar ausgeformten Spiel für sich einnimmt. Mit Hingabe widmen sich die Künstler den verschiedenen Charakteren im Variationensatz, die bald zart und duftig, bald erregt und gespannt wirken.
«Zwei Profis lassen aufhorchen»
Optimistisch mit ihren aufspringenden, drängenden Figuren wirkt der erste Satz der unvollendeten Sonate von Felix Mendelssohn. Hier im lyrischen Seitenthema, im intensiven Aufschwung der Jagdmotive und im Feuer der Bewegung spürte man die Liebe zur Romantik. Wie später auch bei Grieg gestaltete der Schweizer Pianist die Einleitung zum langsamen Satz mit warmem Ton als innige Romanze, die der Geiger mit etwas rauerem Unterton beantwortete, schliesslich liessen sich die Musiker davontragen von den Emotionen und dann noch viel mehr vom geheimnisvoll dramatischen Elfenspuk des Finales.
Dvoraks Sonatine op. 100 ist ein beliebtes Stück - um so spannender ist es, sie in all ihrem Reichtum von zwei Profis zu hören: Nicht leichtgewichtig oder verzärtelt klingt sie bei ihnen, sondern relativ trocken, aber charmant. Die schwebende Melodie des langsamen Satzes trägt Schnyder mit silbrigen Glöckchenklängen, und das spritzige Scherzo ist vollmundig, bodenständig, nah an der böhmischen Volksmusik. Damit haben sich Schnyder und Turku freigespielt für den leidenschaftlichen Ausdruck der Sonate von Grieg mit ihren rauschhaften Klängen, den Tonkaskaden im Klavier und einer Naturwelt, die allerlei Phantasien von Trollen und sonnenbeschienenen Fjorden entstehen lassen. Packend gestalten die Künstler das Finale, und mit dem Andante aus der ersten Sonatine von Schubert kehrt das sympathische Duo nochmals zu einem wunderbar natürlichen schlichten Ton zurück.»

Aufführung mit Rudens Turku in Lindau
– gla / Lindauer Zeitung / Dec 2008 –

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«Ohne Titel»

«Wenn einer im aargauischen Möriken aufwächst und dann beim Weltkonzern Sony zwei Mozart-CDs aufnimmt, ist das allerhand. Noch dazu, wenn dieser Pianist kein spinnertes Junggenie ist, sondern ein 35-jähriges Wunder an Ausgeglichenheit. Nie gab es in Oliver Schnyders Werdegang einen Knaller, nie einen Skandal: «Ich wäre der Alptraum jedes Imageberaters. Ich hatte Zeit, mir ein grosses Repertoire anzueignen und als Mensch zu wachsen, quasi organisch mit den Erwartungen des Publikums. Ich habe ein reiches Leben.» Haben wilde Bühnentiere Angst vor dem Gang ins Studio, ist er für Schnyder ein Vergnügen: «Wichtig ist es, dass man alle künstlerischen Entscheide in den Tagen vor der Aufnahme unumstösslich gefällt hat. Was in meinem inneren Ohr klingt, deckt sich meistens mit dem, was ich umsetze. Mein Territorium für die Interpretation ist, inklusive der Freiräume für Spontanes, genauestens abgesteckt.» Offen gesagt, wissen wir nicht ganz, ob man über diesen Satz vor Schreck schreien oder vor Achtung staunen soll. Denn werden Schönheitssucher Schnyder auf der Bühne sieht, erkennt seine Gelöstheit, könnte daran aber auch verzweifeln, da ihn dieser Musiker nicht mitreisst. Das will er auch gar nicht, weder sich selber noch seine Zuhörer: «Andere Musiker lassen sich auf der Bühne von ihrem eigenen Spiel so stark mitreissen, dass sie leider von der Musik ablenken und so dem Publikum etwas wegnehmen nämlich die ganz persönliche Hörerfahrung.» Andere zweifeln an ihrer Kunst, hinterfragen sich nach und vor jedem Konzert. Schnyder hingegen glaubt, dass sein Spiel auf einem gültigen Niveau ist. «Bei allem, was ich spiele, habe ich den Anspruch, dass es persönlich sein und gleichzeitig den Intentionen des Komponisten gerecht werden muss. Dabei suche ich nicht krampfhaft nach etwas Neuem.» Erstaunlich, dass im weltweiten Klassikzirkus neben all den wilden Schlagzeilenmachern solche Menschen auch noch Platz haben. Bleibt nur die Frage, welchen Titel man über ein Schnyder-Porträt setzen soll.»

Ein Portrait von Christian Berzins
– Christian Berzins / Weltwoche / Nov 2008 –

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«Filigrane Tastenkunst»

«Der Pianist Oliver Schnyder hat das Kunststück geschafft, den negativen Seiten des Klassik-Geschäfts zu trotzen. Im Kulturcasino brillierte er mit Mozarts Krönungskonzert. Der Markt, in dem sich Pianisten bewähren müssen, ist hart, zuweilen gar unmenschlich geworden. Ein junger Pianist bekommt keine Zeit, sich künstlerisch zu entwickeln. Wer es an die Spitze schaffen will, darf nicht zögerlich sein. Es gilt rüh zu akzeptieren, dass der Personenkult weilen stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt als das Spiel. Jung zu sein, unverbraucht, virtuos und eine Prise exzentrisch, ist gut fürs Geschäft; und gut auszusehen, hilft nicht nur jungen Geigerinnen voranzukommen, sondern auch den Kavalieren an den Tasten. Umso beglückender, wenn man im Konzertsaal auf einen jungen Solisten trifft, der als international gefragter Musiker das Kunststück geschafft hat, den negativen Seiten des Klassik-Geschäfts zu trotzen. Im zweiten Meisterzyklus-Konzert im nahezu ausverkauften Berner Kultur-Casino erlebte das Publikum mit Oliver Schnyder einen jener selten gewordenen Tastenkünstler. Bei Schnyder, der sich übrigens auch für die Aufführung von neuer Musik stark macht, wirkt alles im Lot, organisch gewachsen, solid im künstlerischen Fundament. Und dennoch scheint sein künstlerisches Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.
An der Seite des Zürcher Kammerorchesters (Leitung Muhai Tang) begeisterte der 1973 geborene Aargauer mit der Interpretation von Mozarts «Krönungskonzert» D-Dur, KV 537. Dass es sich dabei leider nicht nur um das gleiche Konzert handelte, sondern auch um die gleiche von Mozart autorisierte «Sparvariante» ohne Bläser, die Schnyder Anfang Jahr im Zentrum Paul Klee mit der Camerata Bern aufgeführt (und soeben auf einer exquisiten Mozart Doppel-CD eingespielt) hat, war wohl aus organisatorischen Gründen nicht vermeidbar.
«Gelöste Natürlichkeit»
Muhai Tang, der die Tempi etwas moderater anschlug als Erich Höbarth auf seiner spritzigen Aufnahme mit der Camerata Bern, liess Oliver Schneider Raum für die organische Entfaltung der Themen. Mit perlendem Anschlag und einem Höchstmass an Transparenz formulierte der Pianist die Beredsamkeit der schnellen Sätze aus und brachte im Larghetto die Klanglinien mit federndem Anschlag und subtiler Artikulation zum Singen. Die spannungsvoll aufgebaute Kadenz beeindruckte ebenso wie die gelöste Natürlichkeit, mit der Schnyder im Allegretto heitere Spielfiguren mit schmerzlichen Mollwendungen eintrübte und der mozartschen Brillanz zu Nachdenklichkeit und Tiefgang verhalf. Seine filigrane Tastenkunst erlebte auch in Mozarts innigem, mit lyrischer Schwermut aufgeladenen Adagio h-Moll, das der Pianist als Zugabe spielte, einen Höhepunkt.
Der Mozart-Abend wurde mit Mozarts Kassation G-Dur, KV 63, eröffnet. Das Zürcher Kammerorchester unter der Leitung von Muhai Tang gestaltete die siebensätzige Serenade leichtfüssig und kurzweilig. Die Bläserpaare (Oboen, Hörner) bereicherten den Satz mit ihren Klangfarben, bestechend gelang der Pizzicato-Spuk, mit dem das Orchester das romantische Spiel der Solovioline untermalte.
«Dynamischer Führungsstil»
Geradezu kameradschaftlich schien sich das Verhältnis zwischen dem Zürcher Kammerorchester und seinem Chefdirigenten entwickelt zu haben, Muhai Tang hatte 2006 Howard Griffith abgelöst. Als Master of Ceremony demonstrierte der quirlige 59-jährige Chinese seine Verbundenheit mit dem Orchester: Er dirigierte nicht von einem Podest aus, sondern bewegte sich zwischen den Musikern. Dieser dynamische Führungsstil vermochte den Dialog zwischen den Registern zu beleben. Der Konzertabend steigerte sich zum Fest. Die zum Schluss mit Oboen und Hörnern besetzte Sinfonie KV 201, die Mozart im Alter von 17 Jahren in Salzburg vollendet hatte, prickelte geradezu durch ihre frische und die scheinbar aus dem Moment inspirierte Unmittelbarkeit. Und trotz den vielgliedrigen Motiven, den modulierenden Klangfarben und wechselnden Rhythmen gelang es dem Dirigenten, die übersicht über den grossen Spannungsbogen nicht zu verlieren.»

Mozart-Abend im Meisterzyklus-Konzert
Oliver Schnyder gastierte beim Zürcher Kammerorchester
unter der Leitung von Muhai Tang
– Marianne Mühlemann / Der Bund / Nov 2008 –

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«Piano-Pingpong»

«Die Kammerkonzerte Wettingen starteten mit dem Surprise-Programm 'Piano à deux' in ihren 60. Zyklus.
Wer bei 'Piano à deux' nach weiterführenden Informationen lechzt, der bleibt auf dem Trockenen. Dafür treiben die kreuz und quer aufs Blatt gesetzten Komponistennamen den Adrenalinspiegel des Publikums hoch. Nur eines weiss es sicher: Mit Karl-Andreas Kolly und Oliver Schnyder sind zwei Spitzen-Pianisten am Werk.
Was wird eingangs gespielt werden? Gemässigtes, Schillerndes dringt an die Ohren. Ist das impressionistisch? Der Blick will über die Seite gleiten, doch man unterlässt es, denn schon darf man aufatmen - das ist Mozart! Einnisten will man sich in seinem Moll-Kosmos, doch da wird auch schon kräftigst zugelangt - Akkordballungen. Jetzt gleitet der Blick fieberhaft übers Papier - wer, verflixt, hat das komponiert? Man gibt auf, denn letztlich zählt nur das Spiel zweier Pianisten, welche sich die Kompositionen wie Pingpongbälle zuwerfen. Welche Souplesse! Kolly und Schnyder spielen so, als ob sie seit Kinderzeiten ein Duo wären. Der eine (Kolly) schattiert, der andere (Schnyder) konturiert - beide gleichen Stafettenläufern, die aus der Hand des andern den Stab ohne Fehl und Tadel übernehmen, um auch allein zu brillieren.
Was haben Karl-Andreas Kolly und Oliver Schnyder nur gemacht? Ganz einfach: Sie haben ein so genanntes Medley, ein Werk aus verschiedenen Klassik-Werken arrangiert - mit bestechendem Ergebnis. Die Komponisten in der Reihenfolge ihres Auftretens: 1. Ravel, 2. Mozart, 3. Messiaen, 4. Ginastera, 5. Grieg, 6. Schumann, 7. und 8. Brahms (Haydn-Variationen als Highlight), 9. Bach/Petri, 10. Bach, 11. Prokofiew, 12. Chopin, 13. Holliger, 14. Schneider, 15. Lutoslawski (die Paganini-Variationen als weiteres Highlight).»

Kammerkonzerte mit Karl-Andreas Kolly in Wettingen
– Elisabeth Feller / Aargauer Zeitung / Oct 2008 –

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«Spuren der Klänge im Gesicht abzulesen»

«Mit Beethoven, Dvorak, Ysaye, Grieg und - als Zugaben - Mozart und Schubert bildete das Eröffnungskonzert der zweiten Tegernseer Musik Begegnungen im Barocksaal einerseits einen wunderbar ausgewogenen Querschnitt durch die Höhepunkte klassischer Musik. Andererseits gewährten die international erfolgreichen Akteure, Rudens Turku an der Violine und Oliver Schnyder am Klavier, einen bewegenden Einblick in ihre Wahrnehmung der Welt. Dort, das offenbarte ihr Spiel, ist Musik Sujet und Kommunikationsform gleichzeitig.
So spiegelten sich die Bilder, die die Musik im Kopf Turkus generierte, unmittelbar auf seinem Gesicht wider. In seinen Augen sah man die Freude, die Trauer, den Schmerz und die Leidenschaft, welche die Noten bergen. Turku liess sich ganz und gar auf die Literatur ein. Die Atmung analog zur leidenschaftlichen Bogenführung, pendelte er mit seinem Körper hin und her, schwang vor und zurück, sprang schier bei den dramatischen Passagen empor, so als ob ihn die Noten aus dieser Realität gerissen hätten.
Und dennoch war sein Dialog mit Schnyders Spiel präzise und punktgenau. Der Pianist konzertierte mit einer unglaublichen Fingerfertigkeit höchst konzentriert in einer dichten Einheit mit dem Flügel. Er liess sich aber bisweilen vom leidenschaftlichen Spiel Turkus mitreissen, so dass auch in seinem Gesicht die Konzentration allmählich der Freude am gemeinsamen Spiel wich. Zusammen bildete das Duo eine einzigartige harmonische Einheit und einen in dieser raumgreifenden Qualität selten gehörten Klangkörper.
Mit Beethovens Sonate für Violine und Klavier in D-Dur und Dvoraks Sonatine für Violine und Klavier in g-Moll schafften es die beiden Künstler, die nächstes Jahr gemeinsam in der New Yorker Carnegie Hall spielen werden, beim Publikum nicht nur Emotionen, sondern gar Affekte hervorzubringen. Auch deshalb gelang es, die schwierig rezipierbare, moderne Sonate für Violin-Solo des Belgiers Eugene Ysaye mit ihren impressionistisch-disharmonischen, streckenweise psychedelisch wirkenden Motiven so zu interpretieren, dass sie das Publikum scheinbar mit Leichtigkeit aufnehmen konnte.
Besonders die jugendlichen Zuhörer, darunter ein Teil der insgesamt 18 jungen Talente, die während der Tegernseer Musik Begegnungen gezielt gefördert werden, zeigten sich vom Können Turkus, dem künstlerischen Leiter der dreitägigen Veranstaltung, beeindruckt. Einen vereinnahmenden und erhebenden Abschluss bildeten Griegs Sonate für Violine und Klavier in c-Moll und jeweils ein Satz aus einer Mozart- und einer Schubert-Sonate.
'Unser Ziel für diese junge Reihe ist es, Weltklasse-Künstler einerseits als Dozenten zu gewinnen, und sie andererseits in die Region zu bekommen, um an verschiedenen stimmungsvollen Orten Kammermusik zu spielen', erklärte Rudens Turku am Ende des Konzerts nicht ohne Stolz.»

Aufführung mit Rudens Turku im Rahmen der Tegernseer Musik Begegnungen
«Klavierkonzert mit viel Sound»

«Zur Eröffnung der neuen Saison präsentierte die Camerata Zürich die Uraufführung des Klavierkonzerts Nr. 2 des 1946 geborenen Amerikaners David Noon.
Das Klavierkonzert wurde eigens für den Pianisten Oliver Schnyder komponiert, der es mit Verve und vollgriffiger Bravour spielte. Es ist denn auch in erster Linie der pausenlos durchgehende Klavierpart, der das Stück trägt. (...) der zweite Teil, Bruscamente, ein fulminantes Feuerwerk an rhythmischer Kraft, ganz auf die zupackende Art von Oliver Schnyder zugeschnitten. Er spielte es entsprechend eindrücklich, mit virtuoser Intensität und rhythmisch flexibler Durchsicht. (...)»

Saison-Eröffnung der Camerata Zürich
– Sibylle Ehrismann / Zürichsee Zeitung / Sept 2008 –

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«Oliver Schnyder spielt Beethoven»

«Kürzlich erschienen seine Aufnahmen von Musik Mozarts und Chopins (TA vom Montag), am Montag war er in der Tonhalle zu hören: der junge Schweizer Pianist Oliver Schnyder. In lyrisch-versonnenem, fliessend perlendem Ton spielte er Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 und verlieh ihm eine wunderbar atmende, manchmal geradezu intime Dramaturgie, die so unspektakulär erschien wie Schnyders bescheidenes Auftreten. Nichts daran riecht nach image-definierenden Einflüsterungen von PR-Agenturen - und tatsächlich ist Schnyder keiner der vielen über die Tasten rasenden Pianistenlärmstars. Die Musik bleibt bei ihm stets an erster Stelle, und wie selstverständlich widmet er seine interpretatorische Sorgfalt auch scheinbaren Details: Ein Akkord ist da nicht einfach ein Akkord, sondern ein Klanggebilde aus Tönen mit je einzeln gefärbtem Innenleben. So konsequent Schnyder diese Haltung lebt, so sehr zahlt sie sich in musikalischer Währung aus. Da änderte auch die Wut über den verlorenen Groschen nichts, Beethovens irrlichternd empörtes Klavierstück, das Schnyder als Zugabe spielte.
Begleitet wurde der Pianist vom Aargauer Sinfonie Orchester (ASO), das in den bald acht Jahren der Zusammenarbeit mit ihrem künstlerischen Leiter und Dirigenten Douglas Bostock in raschem Tempo an Qualität und Profil gewann und mittlerweile auf vielen Positionen mit hervorragenden Musikerpersönlichkeiten besetzt ist.
Auf zu neuen Ufern! empfahl das titelgebende Motto des Konzerts in der Tonhalle. Exakt dieser Empfehlung scheint das ASO derzeit engagiert nachzukommen, wie sich an der wunderbar gestalteten 9. Sinfonie von Antonin Dvorak nachhören liess. Arthur Honeggers wild-komplexes Prélude zur Bühnenmusik La têmpete brachte zuvor zwar die Grenzen des Orchesters ans Licht, zeigte aber auch, wie souverän es diese zu umschiffen vermag.»

Aufführung in der Tonhalle Zürich
– Tobias Rothfahl / Lindauer Zeitung / Sept 2008 –

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«Klang- und Zeitkosmos»

«Ludwig van Beethovens eigene grosse Kadenz zum ersten Satz seines vierten Klavierkonzerts G-Dur op. 58 mit dem Pianisten Oliver Schnyder: Welcher Kosmos an Klang- und Zeit-Gestaltung tut sich hier auf. Wie fein wird jede Bewegung der Musik gewichtet; differenziert werden die Zeit-Schichten der linken und der rechten Hand - manchmal auch innerhalb einer Hand - mit einer erlesenen agogischen Gestaltung hör- und erlebbar gemacht. Und die pointiert herausgespielten Bezüge zum zuvor gehörten Satz lassen das thematisch-motivische Material noch einmal in neuer Beleuchtung erscheinen. Das ist gleichzeitig ein analytisch bewusstes und ein die gestalterische Ganzheit anstrebendes Klavierspiel von einem Musiker, der sehr genau spürt, wo der Kern des Werks ist. Wunderbar die Poesie, die Schnyder dem Andante con moto gab, unaufgeregt, mit innerer Ruhe und doch mit sehr vielfältigen Ausdruckswerten dann das Vivace-Rondo.
Diese differenziert atmende Gestaltungskunst zeigte sich schon in den allerersten fünf einleitenden Klaviersolo-Takten des Werkes. Seltsam, wie das begleitende Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) und sein Dirigent Douglas Bostock gar nicht auf diese Vorgabe Schnyders reagierten, sondern forsch, mit deutlich zügigerem Tempo und wenig atmender Agogik die Exposition des Satzes angingen: Zwei grundverschiedene Ansätze der Zeit-Gestaltung trafen aufeinander, ein Konflikt, der während des ganzen ersten Satzes anhielt. Im zweiten Satz ist der Konflikt von Beethoven gleichsam auskomponiert, aber auch im Rondo hätte man sich manchmal ein etwas mehr vom kammermusikalisch-kommunikativen Denken her gestaltetes Orchesterspiel gewünscht.
Deutlich war indes an diesem Gastspiel des Orchesters aus dem Nachbarkanton in der Tonhalle Zürich zu hören, wie sich das ASO in der letzten Dekade enorm verbessert und professionalisiert hat. Arthur Honeggers kurzes, durchaus virtuoses Prélude pour 'La Tempête' de Shakespeare liegt dem Dirigenten ausgezeichnet und entfaltete eine starke Wirkung. Und zum Schluss erklang Antonin Dvoraks Sinfonie Nr. 9 (Aus der Neuen Welt), mit kräftigem Zugriff und aller Deutlichkeit gestaltet. Anregend beispielsweise, wie im Kopfsatz in den beiden Expositionswiederholungen und der Reprise der Seitensatz und das Schlussthema dreimal agogisch unterschiedlich angegangen wurden.»

Aufführung mit dem Aargauer Symphonie-Orchester
– Alfred Zimmerlin / Neue Zürcher Zeitung / Sept 2008 –

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« ...Sonaten von Beethoven, Prokofjew und Brahms. Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum die beiden jungen Musiker.»

«Ein ganz persönliches Bekenntnis - Mit Beethoven und Dvorak und dem Pianisten Oliver Schnyder startete das Aargauer Sinfonie-Orchester überzeugend in die neue Konzertsaison.  Die Zeit der Sommerfestivals geht zu Ende. Auf Exklusivität folgt wieder Kontinuität, der reguläre Konzertbetrieb bietet die bewährten Abonnementsreihen an. So geschehen beim Aargauer Symphonie-Orchester (ASO). Dieses eröffnete am Sonntag im Kultur- und Kongresshaus Aarau die aktuelle Spielzeit mit Musik von Arthur Honegger, Ludwig van Beethoven und Antonin Dvorak. Auf zu neuen Ufern! hiess das Motto. Und das Orchester tat dies vielversprechend mit Chefdirigent Douglas Bostock, mit dem neuen Konzertmeister Ulrich Poschner und mit einem Heimkehrer als Solisten: dem Pianisten Oliver Schnyder.
Wer Schnyder als leidenschaftlichen Festival Artist mit Frédéric Chopins erstem Klavierkonzert am Boswiler Sommer erleben durfte, gab sich in Aarau erstaunt, wie unaufgeregt und nach innen gewandt sich der Interpret Beethovens viertem Klavierkonzert op. 58 annahm: keine Mätzchen, keine Effekthascherei, kein virtuoses Aufbegehren. Das war ein ganz persönliches Bekenntnis an ein ungemein lyrisches Werk mit beinahe schon romantischer Textur. Ungewöhnlich entfaltet sich der Beginn mit dem Solisten. Zunächst fast zögernd auf dem Anfangsakkord verharrend, kommt die Bewegung gleichwohl in Gang. Nur wenige Takte sind es vor einer langen Orchesterleitung, sie aber bestimmen den Tonfall für das gesamte Werk. Es formt sich daraus ein gedankenreicher Kopfsatz, in dem Schnyder sein brillantes Skalen- und Figurenspiel oft sehr orchesterdienlich auszuführen hatte.
Das Orchester wiederum vermochte der andauernd sanften Kantabilität des Pianisten aufmerksam in den zweiten Satz zu folgen und zeigte sich hier im Besonderen dialogbereit, wenn auch im Streicherklang bisweilen etwas grob und mit einigen Bruchstellen. Der entrückt wispernde Schlussakkord mit dem sich nochmals aufrichtenden Klavier jedoch gelang vorzüglich. Viel Pianissimokultur dann zu Beginn des Rondos, das sich erst langsam zur heiteren Frische steigert. Nun wich Schnyders ehrliche Empfindsamkeit einer pointierten Spiellaune. Subtil zeichnete er die melodische und rhythmische Gestalt von Ritornell und Seitenthema und führt den musikalischen Verlauf nach einer kurzen Kadenz konsequent zum Schluss. (...)»

Aufführung mit Veronika Eberle beim Festival Mecklenburg-Vorpommern
in der Schweriner Schlosskirche
«Überzeugender Solist»

«Der Klaviersolist Oliver Schnyder überzeugte - wie schon vor einem Jahr auf demselben Konzertpodium - als Interpret mit musikalischer Ausdruckskraft, viel Engagement und sympathisch-bescheidenem Auftreten. Bei aller Virtuosität gebärdete er sich nicht als Tastentiger, sondern imponierte - die anspruchsvollen Mozart-Konzerte souverän auswendig spielend - als subtil gestaltender Künstler.
«Famoses Spitzenensemble»
Die vierzehn Streicher und Streicherinnen zählende Camerata Bern - von Konzertmeister Willy Zimmermann exzellent geführt - war bestens disponiert und erwies sich als idealer Orchesterpartner. Besonders hervorzuheben die musikalische Kompetenz, die feinfühlige Klangbalance und die spieltechnische Souveränität des Streicherensembles. Beeindruckend die Spielkultur, die Kunst der authentischen musikalischen Artikulation und die Transparenz der Interpretationen. Primus inter pares Willy Zimmermann (Violine) sorgte nicht nur für die zündenden musikalischen Akzente und ein optimales Ensemblespiel, sondern auch für eine optimale Korrespondenz mit dem Klaviersolisten.
«Mozart-Klavierkonzert»
Der Abend wurde im intimen Ambiente der akustisch erstaunlich guten Ziegelhütte mit dem brillanten Mozart-Klavierkonzert Nr. 13, C-Dur, KV 415 eröffnet, das vor allem durch äusseren Glanz und geistvolle Heiterkeit fesselte. Kein Wunder, dass solche galanten Kompositionen (Mozart schrieb 27 Klavierkonzerte!) seinen Erfolg im Wiener Konzertsaal um 1783 begründeten. Oliver Schnyder spielte auf dem nicht ganz optimalen Steinway-Flügel sehr beherzt und engagiert und gestaltete die drei Sätze ausdrucksstark. Er liess die liebliche, virtuos umrankte Melodik auf dem dezenten Streicher-Background frei erblühen (Andante-Rondeau) und spielte die schnellen Allegro-Sätze und die gefälligen Kadenzen mit leichter Hand.
«Mendelssohns Streichersinfonie»
Ein orchestrales Gustostück war Mendelssohns farbige zweisätzige Streichersinfonie Nr. 10 in h-Moll, ein kunstvolles Mosaik romantischer Stimmungsbilder. Faszinierend, wie subtil und berührend die elegische Melodik, der Gefühlsüberschwang, die leidenschaftlichen Erregungen und Steigerungen sowie die lyrischen Passagen zum Ausdruck kamen. Diese Prachtleistung der «Camerata» fand auch den entsprechenden Beifall des Publikums.
«Mozarts Krönungskonzert»
Sehr publikumswirksam war dann auch der virtuose Höhepunkt des Abends, Mozarts Krönungskonzert (Klavierkonzert Nr. 26, in D-dur, KV 537). Es strahlte hohe Klassizität und Brillanz aus, wobei die klangsinnliche Thematik Volkstümlichkeit und Noblesse vereinigte. Der Klaviersolist vermochte sich bei dem auch technisch anspruchsvollen Solopart virtuos noch zu steigern. Das Orchester bestach durch fein differenzierten Vortrag und Pianokultur, aber auch durch rhythmische Präzision und festlichen Klang. Im frischen Kopfsatz (Allegro) wurde die glanzvolle Klangentfaltung kontinuierlich vorbereitet. Das Larghetto verströmte herrliche Melodik in leuchtender Schönheit. Die sinnfälligen kernigen Themen des Finalsatzes - mit vielen kompositorischen Finessen versehen - wurden lebendig gestaltet und mündeten in einer ausgedehnten Coda mit rasantem Schlussteil, der den festlichen Charakter des Werks noch unterstrich. Der lang andauernde stürmische Beifall bewog die Künstler zu einer Zugabe aus dem Larghetto-Satz des Krönungskonzerts.»

Ein Portrait von Christian Berzins
«Melodiös und brillant»

«Der Zauber Mozart'scher Klavierkonzerte und Mendelssohns romantische Gefühlswelt prägten das September-Abo-Konzert, das die Camerata Bern und der junge Schweizer Pianist Oliver Schnyder in der vollbesetzten Ziegelhütte gaben. Die tief beeindruckten Zuhörer erlebten einen genussvollen Konzertabend voll Wohlklang und Brillanz.»

Aufführung mit der Camerata Bern in der Kunsthalle Ziegelhütte
– Ferdinand Ortner / Appenzeller Zeitung / Sept 2008 –

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«Kammermusikalisches Lächeln zwischen Braunwalder Gipfeln an der Musikwoche»

«Am Donnerstagmorgen stellten sich Mitglieder des AMAR-Quartetts, begleitet vom Pianisten Oliver Schnyder, mit vielfältiger Kammermusik zum Wochenthema «Humor in der Musik» vor. Höhepunkt war Schumanns leuchtendes Es-Dur-Klavierquintett. Von Swantje Kammerecker
Bereits in der «Causerie», dem Vortrag von Daniel Fueter am Montagnachmittag, war vom Lächeln in der Musik die Rede. Wie die Musik schafft das Lächeln eine Verbindung zwischen zwei Welten: Der irdischen, alltäglichen Welt und dem «Himmel» oder einer Welt des seligen Augenblicks. Ein Lächeln öffnet zwar den Blick auf eine andere Welt, behält jedoch immer eine Vieldeutigkeit und ein Geheimnis – mit solch einem Lächeln fasziniert uns das Bildnis der Mona Lisa, aber auch die Musik, deren Reiz letztlich unerklärt bleibt.
«Strahlender Morgen»
Am Donnerstagmorgen hielt in Braunwald mit der strahlenden Morgensonne auch das Lächeln im Konzertsaal Einzug – und zwar in Form exzellenter Kammermusik. Der erste Teil war als Gesprächskonzert konzipiert und wurde moderiert von Festspielleiter Peter Wettstein. Im Duo mit Pianist Oliver Schnyder stellten die AMAR-Mitglieder zum Wochenthema passende Musik vor und gaben Auskunft zu ihrer Beziehung zur Musik. Dabei zeigte sich die überragende Bedeutung der Kammermusik bei allen: Etwa bei Anna Brunner, die bereits als 15-Jährige ihr eigenes Streichquartett gründete; bei Igor Keller, der an der Menuhin Music Academy «wie in einer Familie von Streichern lebte und enorm viel beim gemeinsamen Musizieren lernte», aber auch beim Pianisten Oliver Schnyder. Er machte die zentrale Aussage: «Wer nicht gut in der Kammermusik ist, kann auch kein guter Solist sein, denn er kann weder sich selber zuhören, noch mit einem Orchester kommunizieren.»;
«Innere Haltung»
Nur schon zwei Musiker, sind sie nicht auch zwei Welten, die sich mit einem Lächeln zueinander öffnen? Aus dieser inneren Haltung heraus wurde dann auch überzeugend konzertiert: Mit innigem, sonorem Ton trugen Hannes Bärtschi und Oliver Schnyder die «Fantasiestücke» für Viola und Klavier von Robert Schumann vor. Es folgten Eric Saties satirische «Choses vues à droite et à gauche»;, mit Igor Keller an der Geige. Er interpretierte nicht nur brillant, sondern erklärte auch charmant die Stücke: «Heuchlerischer Choral» – «Tastende Fuge» – «Muskuläre Fantasie». Schwarzer Humor war das Thema von Alfred Schnittkes «Stille Nacht» für Geige und Klavier: ein Werk, das auf die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs anspielt. Mit überbordender Heiterkeit kam dagegen das höchste virtuose Duo für Klavier und Violoncello «Figaro – Paraphrase über ein Thema von Rossini» von Mario Castelnuovo-Tedesco daher. Péter Somodari und Oliver Schnyder erhielten dafür überschwänglichen Applaus.
Als Höhepunkt gaben sich alle fünf gemeinsam die Ehre mit einem der ganz grossen Kammermusikwerke, Robert Schumanns Klavierquintett in Es-Dur. Er komponierte es 1843 für seine Frau Clara zum Geburtstag und begründete damit das Klavierquintett als Genre. Die vier Sätze wurden liebe- und charaktervoll bis ins Detail musiziert. Unter dem grossen musikalischen Bogen leuchteten die Themen so plastisch wie die erhabenen Braunwalder Berggipfel unter dem tiefblauen Himmel. Hoch verdiente Bravo-Rufe am Schluss.»

Artist-in-Residence im Rahmen der Musikwoche 2008 in Braunwald
«Boswiler Sommer»

«(…) Oliver Schnyder spielte beide Hefte von Schumanns «Davidsbündlertänzen» auswendig durch. Der ständige Wechsel vom temperamentvollen Ausbruch zu lyrisch verträumter Seligkeit stellt für den Pianisten eine grosse Herausforderung dar. Nach dem «Lebhaft» kommt «Innig», nach «Wild und lustig» «Zart und singend». Oliver Schnyder gelang der Wechsel der Empfindungen hochkonzentriert und mit der nötigen Ruhe. Sein Anschlag differenzierte den Klang zu einem schattierten Lichtspiel, die Poesie offenbarte ihr Geheimnis, die heftig bewegte Virtuosität hatte bohrende Tiefe - das Publikum war begeistert.
Am Mittwochabend spielte Schnyder mit der Geigerin Veronika Eberle die zweite Violinsonate D-Dur von Sergei Prokofiew, und das mitten in einem überfrachteten barocken Konzertabend. Eberle, auch sie Festival Artist, spielte diese grandiose Sonate auswendig, mit eindrücklichem Farbenreichtum und formaler Weitsicht.(…)»

Aufführung im Rahmen des Klassik-Festival Boswiler Sommer
– Sibylle Ehrismann / Mittellandzeitung / Jul 2008 –

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«Tänze und Gebete»

«(…) Ein Gegenpol im Eröffnungsprogramm war das 'Concerto doppio' op. 63 (1927) von Ervin Schulhoff, komponiert für Flöte, Klavier und Streichorchester mit zwei Hörnern. Und es braucht sie, diese Gegenpole, die einem die Ohren öffnen, danach einen Boccherini, einen Haydn neu erleben zu können. Unter der Leitung von Massimiliano Matesic entstand mit den Solisten Jacques Zoon (Flöte) und Oliver Schnyder (Klavier) eine befreiende, prickelnde Aufführung, die kräftig zur Sache gehen konnte, virtuos die überschäumende Phantasie dieser Musik aufblühen liess und dann wieder ganz feine Zwischentöne fand. So packend gespielt kann das Werk kathartische Wirkung entfalten. (…)»

Aufführung im Rahmen des Klassik-Festival Boswiler Sommer
– Alfred Zimmerlin / Neue Zürcher Zeitung / Jul 2008 –

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«Humor auf Pianotasten an der Musikwoche»

«Der Klavierabend am Montag an der Musikwoche Braunwald brachte die Uraufführung von Michael Schneiders Fussball-Etüden sowie ein ausgewogenes, charaktervolles Programm zum Wochenthema. Zu den Kennzeichen musikalischen Humors gehören laut dem Einführungsreferat Daniel Fueters vom Sonntag auch das überraschende und das Charakteristische. Es muss nicht zwingend lustig zugehen. Dementsprechend waren am Klavierabend am letzten Montag auch der grimmige und der melancholische Humor vertreten: Ersterer mit Ludwig van Beethovens berühmter Kaprize «Die Wut über den verlorenen Groschen», Letzterer mit Wolfgang Amadeus Mozarts Adagio in h-Moll. In sein Wutstück über den verlorenen Groschen hat Beethoven geballte Energie gelegt. Die Kunst, den Widrigkeiten des Lebens mit Humor zu trotzen, kommt hier sehr schön zum Ausdruck.
Das Eröffnungswerk, Sergej Prokofiews kurze Sonate Nr. 3, sonst eher als virtuose Zugabe bekannt, fesselte das Publikum sogleich mit einem Kaleidoskop rasch wechselnder Stimmungen und Launen. Ihr Reiz konnte sich im sorgfältigen, nuancierten Spiel des Pianisten Oliver Schnyder gut entfalten. Obgleich kraftvoll, verlegte sich das Spiel Schnyders dabei nie auf blosse Virtuosität, sondern spürte den Stimmungen des Augenblicks nach, konnte auch ganz weiche und verhaltene Klänge aus dem Steinway holen. Die Stärke lyrischen Ausdrucks vermochte der Pianist bei Mozart voll auszuspielen. Hier folgte ihm das Publikum mit grosser Konzentration.
Michael Schneiders Fussballetüden
In «Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter» wurde der menschliche Herzschlag als Grundmotiv eingesetzt. Der Tonumfang des Klaviers mit dem Mittelton «Es» markierte den Tonraum. Wie auf der grünen Wiese, so galt es auch hier weite Distanzen zu überblicken und zu überwinden. Ein amüsanter Einfall, der dem Publikum gefiel. In «Die Kunst des Dribblings» mussten die Finger des Pianisten das bewegliche und virtuose Dribbeln der Fussballerbeine imitieren.
Von wechselhaften Stimmungen ist der Zyklus «Davidsbündlertänze op. 6» von Robert Schumann geprägt. Der Komponist hatte sich früh mit dem feurigen Florestan und dem sanft-nachdenklichen Eusebius zwei imaginäre Identifikationsfiguren geschaffen. Zunächst ordnete er den Einzelsätzen der Tänze diese beiden Figuren zu und ersetzte sie später durch allgemeinere Tempo- und Charakterbezeichnungen. Mit seinem radikal subjektiven Stil war Schumann in seiner Zeit revolutionär, aber oft auch unverstanden. Den Zyklus wollte niemand verlegen, also tat er es selber. Immer wieder taucht auch der Humor in den Satzbezeichnungen auf, ein tiefgründiger, manchmal tragischer Humor. Fast vierzig Minuten intensive, doch lohnende Musik, die hohe Aufmerksamkeit verlangt. Ganz stimmig der Schluss: Da spricht der sanfte, lyrische Eusebius – vielleicht auch Oliver Schnyders musikalisches Alter Ego? Schliesslich verwies der Ausklang mit Franz Liszts stimmungsvollem «Au Lac de Walenstadt» verheissungsvoll auf die Musikwochenexkursion.»

Artist-in-Residence im Rahmen der Musikwoche 2008 in Braunwald
– Swantje Kammerecker / Die Südostschweiz / Jul 2008 –

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«Ein berauschender Höhepunkt»

«Zwischen Intimität und Emphase: Oliver Schnyder und das Casal-Quartett begeisterten am vergangenen Sonntag mit reichlich Kammermusik.
... Den Anfang wiederum machte Veronika Eberle, eine weitere Festival Artistin und schlicht eine tolle junge Geigerin. Aufmerksam begleitet von Schnyder, interpretierte sie Franz Schuberts A-Dur-Violin-Sonate D 574 mit ansteckender Spielfreude und doch voll inniger Gestalt. Ebenfalls für Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierquartett in Es-Dur KV 493 wirkt der intime und introvertierte Tonfall bestimmend. Expressiv und ungemein transparent hat diese Musik zu klingen, und entsprechend agierten der Pianist und drei Mitglieder des Casal-Quartetts.
Zwiespältig gestaltete sich dann nach der Pause die Wiedergabe von Frédéric Chopins erstem Klavierkonzert in e-Moll op. 11 in kleiner Besetzung, wie es übrigens der Komponist selbst gespielt haben soll. Das lag nicht an den Musikern, allen voran der bestens disponierte Oliver Schnyder, sondern am Umstand, dass sich zum virtuos gearbeiteten Solistenpart nur ein Streichquintett gesellt, welches nun mal, trotz voluminösem Gebaren, einen orchestralen Streichersatz, und sei er auch nicht eben brillant gehalten, kaum zureichend ersetzen kann. Zumal, wenn die schönen Kantilenen der Bläser fehlen. Das Bravourstück büsst in dieser Form, mag sie vordergründig zweifellos zu gefallen, auf Dauer doch ziemlich an Substanz ein. (…)»

Aufführung im Rahmen des Klassik-Festival Boswiler Sommer
– David Koch / Mittellandzeitung / Jul 2008 –

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«Hier überdreht die Seele»

«Mit zwei Konzerten startete das Festival. Das Motto «Tänze & Gebete» wurde - von Bach bis Flamenco - schon beim Auftakt beispielhaft umgesetzt.
(…) Der Boswiler Sommer würde seinem Anspruch nicht gerecht, schöbe er nicht Unbekanntes zwischen Bekanntes. Etwa Erwin Schulhoffs Concerto doppio für Flöte und Klavier, zwei Hörner und Streicher - perfekter Anknüpfungspunkt zu Bach. Dessen Tonsprache blitzt - verfremdet - immer wieder auf. Selbst dann, wenn Schulhoff das Idiom afro-amerikanischer Unterhaltungsmusik aufnimmt und selbstverständlich auch dieses verfremdet. Solches ist von hintergründigem Witz.
Am Ende dürfen die Pianistenhände dann über die Tasten fliegen. Festival-Artist Oliver Schnyder macht daraus ein kleines Kabinettstück. Die letzten Töne spielt er bereits im Stehen. Würde er «Überdrehen», landete er auf dem Boden. Rauschender Applaus - auch für Mitstreiter Jaques Zoon, der seiner Holzflöte prächtige «Farben» entlockt.(…)»

Aufführung im Rahmen des Klassik-Festival Boswiler Sommer
–Elisabeth Feller / Mittellandzeitung / Jun 2008 –

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«Die Möriker feierten ihren Pianisten»

«Oliver Schnyder, der aus Möriken stammt, spielte am Samstag im Gemeindesaal Möriken-Wildegg vor dem zahlreich erschienenen Heimpublikum gleich drei Klavierkonzerte von Mozart. Begleitet wurde er von der Camerata Bern.
Ein Vollblutmusiker wie Oliver Schnyder verfügt über eine gut dosierte Mischung von stilsicherer Musikalität und spektakulärem Auftritt. Dies zeigt sich auch in seinem aktuellen Mozart-Projekt: der 34-Jährige programmiert nicht eines, sondern gleich drei Mozart-Konzerte auf einmal, verzichtet in der Begleitung auf die Bläser (die der Komponist eh ad libitum dachte) und führt die Camerata Bern in kleinster Streicher-Besetzung vom Klavier aus an. Das Projekt interessiert denn auch das CD-Label Sony, für welches die drei Konzerte dieser Tage im Radiostudio Zürich aufgenommen werden.
Der erste Programmteil galt den beiden frühen Konzerten C-Dur KV 415 und A-Dur KV 414. Oliver Schnyder traf Mozarts virtuosen Wiener Stil genau und vermochte mit formaler Weitsicht klare Brillanz und lyrische Gesangsphrasen deutlich auseinanderzuhalten. Zudem wählte er ganz natürliche Tempi. Besonders die langsamen Andante-Sätze offenbarten eine Musikalität, die dem Gehalt dieser weit vorausschauenden Sätze vielschichtig gerecht wurden. UND NATÜRLICH IST DA die Hörgewohnheit im Krönungskonzert D-Dur KV 537, das ohne auftrumpfende Bläser doch etwas abgemagert wirkt. Umso schöner kam der intime, ja fast traurige Charakter dieses Konzerts zur Geltung. Schnyder vermochte die schmerzlichen Wendungen, die sich in Moll-Färbungen, abwärtsgerichteter Bewegung oder chromatischen Modulationen äussern, wunderbar auszuspielen, hielt das Tempo mit traumwandlerischer Sicherheit und führte so auch das Orchester zu schön ausformulierten Dialogen. Das Publikum liess seinen Oliver Schnyder nicht gehen ohne Dreingabe - und das nach diesem Kraftakt von drei auswendig gespielten Mozart-Konzerten!»

Aufführung mit der Camerata Bern im Zentrum Paul Klee
– SE / Aargauer Zeitung / Feb 2008 –

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«lebhafte Artikulationskunst (...) mozartsche Leichtigkeit»

«Die Camerata Bern und der Solist Oliver Schnyder begeistern durch ihre engagierte, lebhafte Artikulationskunst und jene mozartsche Leichtigkeit, in der Humor und dramatische Steigerung nebeneinander Platz finden.»

Aufführung mit der Camerata Bern im Zentrum Paul Klee
–Marianne Mühlemann / Der Bund / Feb 2008 –

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«Eine geballte Ladung Mozart»

«Pianist Oliver Schnyder und die Camerata Bern brillierten im Zentrum Paul Klee mit drei Klavierkonzerten von Mozart.
Wie bezirzt man das kaufkräftige Publikum? Für Mozart war der Fall klar: Brillant sollten sie sein, die Klavierkonzerte, und angenehm in die Ohren, sodass auch die Nichtkenner damit zufrieden sein müssen, ohne zu wissen warum. Das Credo, formuliert in einem Brief an den Vater, liefert den Schlüssel zu jenen Werken, die der Komponist nach seiner Übersiedlung nach Wien 1781 zu Papier brachte - als Geschäftsempfehlung an die Hofgesellschaft.
Drei davon waren am dritten Abokonzert der Camerata Bern zu hören. Und wer noch immer geneigt war, hinter Mozarts geballtem Schönklang eine harmlose Effekthascherei zu vermuten, sah sich an diesem Abend eines Besseren belehrt.
Wie bezirzt man das kaufkräftige Publikum? Die Camerata legte einmal mehr Zeugnis ab von der herausragenden Klangkultur des Ensembles. Kraftvoll und prägnant erschien die Artikulation, differenziert die Dynamik, forsch das Tempo in den Ecksätzen. Da wurde nicht gemalt, sondern gesprochen - ganz im Sinne Mozarts, der seine Klavierkonzerte als beredte Gespräche verstand. Wer ihnen folgen wollte, musste auf der Hut sein, gerade im C-Dur-Konzert KV 415, das den stärksten Eindruck hinterliess.
«Virtuose Finger»
Anders als im A-Dur-Konzert KV 414, wo das Ensemble in einen organischen Dialog mit dem Klavier tritt, kommt es hier zu einer angeregten Debatte, in der das Ensemble kommentierend eingreift. Und wie dieses Grundprinzip im Kopfsatz zur Entfaltung kam, war bestechend: Energisch präsentierten die Streicher das marschartige Hauptthema, als gelte es die eingesparten Bläser zu kompensieren, während der Pianist Oliver Schnyder mit virtuosen Figuren auftrumpfte. Sprühende Munterkeit machte sich breit, doch sie wurde überschattet von nachdenklichen Themen und Figuren, die oft unvermittelt einbrachen. Gerade beim populären Krönungskonzert KV 537 zeigte sich, dass das Spätwerk letztlich mehr Schwermut als festlichen Glanz besitzt.
«Ungestüme Läufe»
Nachdenklichkeit prägte auch die langsamen Mittelsätze, die der Solist ebenso einnehmend zu gestalten wusste wie die ungestümen Läufe, mit denen Mozart seine Geschäftsempfehlungen versah. Schnyder zeigte sich als feinsinniger Pianist, der sich in den Dienst einer Komposition stellt, ohne sich sklavisch daran zu binden - so auch im Schlusssatz des Krönungskonzerts, als der Solist mit einer eigentümlichen Kadenz aufwartete, die eigens für ihn geschrieben wurde.»

Aufführung mit der Camerata Bern im Zentrum Paul Klee
–Oliver Meier / Berner Zeitung / Feb 2008 –

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«Mühelos meisterhaft»

«Wenn man als Newcomer auf dem Konzertpodium von Georg Hörtnagel promotet wird, dann hat man es geschafft. Das gilt auch für Veronika Eberle: Der Konzertveranstalter mit dem feinen Gespür für große Begabung präsentierte am Freitag die erst 18-jährige Nachwuchsgeigerin dem Pollinger Publikum, das diesmal eine erfreulich hohe Quote junger Zuhörer aufweisen konnte. Zusammen mit ihrem Klavierpartner Oliver Schnyder aus der Schweiz stellte sich die junge Künstlerin aus Donauwörth mit einem breitgefächerten Programm vor. Fast verbietet es sich, von Nachwuchs zu sprechen, denn es betritt eine reife Persönlichkeit mit warmer, sympathischer Ausstrahlung die Bühne. Sie hat keinerlei Pose nötig, auch keine lauten Töne, um zu überzeugen. Die ersten zarten Klänge von Locatellis c-Moll-Sonate sind fast unhörbar, doch von zwingender Klarheit. Die Mühelosigkeit, mit der sie ihr Instrument beherrscht, verzaubert augenblicklich, ebenso das feinsinnige Nachspüren selbst kleinster Strukturen, eine Virtuosität von unnachahmlicher Eleganz und ein glasklarer Gestaltungswille. Diese Qualitäten hätte man gerne am großen Dialektiker Beethoven erlebt; schade, dass die beiden Künstler statt dessen auf Schuberts A-Dur-Sonate auswichen. Gleichwohl zauberten sie auch hier ein Feuerwerk an klanglicher Delikatesse. Spätestens jetzt zeigte sich auch, welch hochkarätiger Partner Oliver Schnyder ist: Die musikalische Intuition und analytische Intelligenz, mit der er mühelos zwischen Zurückhaltung und Führung wechselt, ergänzt sich geradezu ideal mit Eberles subtiler Spielweise. Wenn je die Rede von musikalischer Partnerschaft Gültigkeit beweist, dann im Zusammenspiel dieser bei den Musiker. Entsprechend klangen schon zur Pause Bravorufe. Janaceks Sonate as-Moll ist eine Provokation, in Polling allemal. Hin- und her gerissen zwischen brutaler Härte und depressiver Fahlheit gingen die beiden an die Grenzen der Hörbarkeit. Und in Saint-Saens; d-MollSonate reihte sich eine spannungsvolle Klangsphäre an die andere. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können zwischen den einzelnen Sätzen. Erst der Schlusssatz löste mit seiner glitzernden Präzision die Spannung. Begeisterung ohne Ende, und das zu Recht. Das Allegretto aus Schumanns a-Moll-Sonate führte wie ein Abendgebet sanft zur Ruhe zurück. Zwei außergewöhnliche Künstler, denen man allen Erfolg von Herzen wünscht.»

Aufführung mit Veronika Eberle in Polling
– Dagmar Becker / WM Tagblatt / Dec 2007 –

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«Mit spielerischer Verve zur Innenschau»

«Das Casal-Quartett und Oliver Schnyder spielten in der Zürcher Tonhalle. Der Pianist und die Streicher gaben Mozart gekonnt wieder - mal kräftig, mal quirlig, mal düster.

Der Pianist Oliver Schnyder, einst Schüler von Homero Francesch und Leon Fleisher, ist in Möriken aufgewachsen. Der Cellist des auch sonst mit dem Künstlerhaus Boswil liierten Casal-Quartetts ist künstlerischer Leiter des «Boswiler Sommers». Insofern atmete die jüngste Kammermusik-Soiree der Tonhalle-Gesellschaft Zürich im Kleinen Tonhalle-Saal auch ein bisschen aargauische Gastluft.

Das Hauptprogramm startete mit Mozarts Klavierquartett Es-Dur KV 493. Interpreten dieses Dreisätzers hatte vor rund zwei Jahrhunderten der Redaktor einer musikalischen Zeitung «ausser der erforderlichen beträchtlichen Geschicklichkeit ein Herz und einen für Musik sehr reif gebildeten Verstand» empfohlen.

Schnyder im Verbund mit dem zum Streichtrio reduzierten Quartett verbanden bei ihrer Wiedergabe spielerische Verve mit dem ertragreichen Bemühen, Innenschau zu halten. Leuchtkräftig und frisch klang schnelles Passagenwerk bei Schnyder. In der Durchführung des Kopfsatzes und danach im Larghetto freilich liess er hören, wie Mozart, dieser Meister des musikalischen Chiaroscuro, plötzlich dunklere Ausdrucksbezirke anreisst. Im Finale, wo der Komponist unterhaltend ist ohne ostentativen Frohsinn, brachte die Viererschar Drive ins Spiel. (...)»

Aufführung mit dem Casal-Quartett in der Zürcher Tonhalle
–Torbjörn Bergflödt / Dec 2007 –

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«Grandiose Musik im Schloss»

«Für die Liebhaberinnen und Liebhaber von klassischer Musik, insbesondere Kammermusik, gab es am vergangenen Sonntag, 4. November, im Rittersaal des Schlosses Rapperswil-Jona ein ganz besonderes Highlight zu erleben. Vier Musiker mit internationalem Ruf gaben ein Konzert von Weltklasse. 

Dieses Konzert, so wie schon viele zuvor, sei keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Gesellschaft, betonte Jakob Knaus zu Beginn der Veranstaltung. Gerade heute, in einer Zeit, die durch Konsum geprägt ist, sei es wichtig die Musik als einen wichtigen kulturellen Bestandteil einer Gesellschaft zu erhalten und zu pflegen. Dies bedeute vor allem auch unseren Nachkommen den Zugang zur Musik zu ermöglichen und zu fördern, in dem Sinne wie es die Initiative für Jugend und Musik versuche.

Als die Musiker Oliver Schnyder (Klavier), Stefan Tönz (Violine), Lars-Anders Tomter (Viola) und Christian Poltera (Violoncello) den Rittersaal betraten toste der Applaus los, bis kurz darauf erwartungsvolle Stille herrschte.

«Der junge Gustav Mahler»

Der erste Satz des Klavierkonzertes in a-moll von Gustav Mahler stand zuerst auf dem «Spielplan». Der damals erst 16jährige Musikstudent zeigte schon hier seine beachtlichen Fähigkeiten des Komponierens. Das ganze Werk wirkte sehr tragisch und melancholisch. Nach einem leisen flüsternden Einstieg steigerte es sich zu mehr Tempo, gewann an Feuer, blieb aber weiterhin düster, dann wieder zum Teil gehetzt, bis es zu seinen melodischeren Anfängen zurückfand, während das Violoncello Polteras geradezu magisch einen dunklen Untergrundton zauberte. Musikkenner sind sich einig gerade in diesem frühen Stück den späteren Mahler noch nicht zu erkennen. Zu sehr richtete dieser in seinen Jugendjahren sein Augenmerk auf die Vorbilder Schubert, Schubert und Brahms.

«Ein zuwerfen von Bällen»

Zwei dieser berühmten Komponisten sollten an diesem Abend noch folgen, zumindest ihre Kompositionen. Robert Schumanns Klavierquartett in Es-dur von 1842 begann wesentlich verspielter und melodischer. Sehr prägend wirkte zu Beginn das Klavier. Auch hier steigerte sich das Gespielte, gewann an Tempo und Intensität. Die Übergänge wirkten manchmal sehr abrupt und ruppig. Zum Teil wurde es richtig schnell und die Körper der grandiosen Musiker wippten und zuckten mit, sie lebten die Musik. Der Dritten Satz «Andante cantabile» begann wiederum sehr melodisch und getragen Gerade die Violine gab dem Stück eine gewisse träumerische Note, während das Klavier grandios durch Schnyder zaghaft den Hintergrund ummalte. Im temporeichen Finale zeigten Viola- und Violinespieler in atemberaubender Geschwindigkeit ihre Fähigkeiten. Tomter und Tönz schienen sich die «Bälle» geradezu zuzuwerfen.

«Den Faden verloren»

Den Abschluss dieses grossartigen Konzertes bildete Johannes Brahms Klavierquartett Nr 1 in g-moll von 1861. Dies zeigte sich immer wieder erstaunlich melodisch, fast tänzerisch, bis wieder in abrupten Wechseln der Faden verloren schien, um ihn aber erneut zu finden. Gerade bei den ersten Sätzen merkte man die Dominanz des Klaviers an. Das Violoncello untermalte zumal nur zupfend den Fluss der Musik, während Viola und Violine in einem erneuten hin und her der Noten spielten. Und immer wieder stach das Klavier hervor.

Der dritten Satz, «Andante con moto» begann erst sehr melancholisch. Immer wieder nimmt der Zuhörende den Faden der Melodie auf, um ihn zugleich auch wieder zu verlieren. Zuerst schien es das «Spielfeld» der Streicher zu sein, bis das Klavier die Führung übernahm und zu marschähnlichen Tönen anschlug. Beim anschliessenden «Rondo alla Zingarese: Presto» wurde es richtig feurig. Einzigartig verstanden es hier Tomter auf der Viola und Tönz auf der Violine die Glut zu entfachen. Unwillkürlich zuckte das Bein des Zuhörenden und die Bewegungen der Musiker verdeutlichte zudem auch visuell die Intensität der Töne. Sie schienen sich die Klänge geradezu zuzuspielen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Doch immer wieder zeigte hier das Klavier Dominanz, übernahm den Faden, während die Streichinstrumente nur gezupft wurden.

Und plötzlich war alles still, bis ein geradezu sturmartiger Beifall einsetzte. Dieser nahm kein Ende. Sogar der Boden bebte durch das dumpfe stampfen der Füsse in Anerkennung für die vier grossartigen Künstler.»

Aufführung im Schlosses Rapperswil
–Thomas Geissler / Nov 2007 –

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«Spieltechnisch brillant und ausdrucksstark»

«Pianist Oliver Schnyder präsentierte sich in der Kunsthalle Ziegelhütte mit einem delikaten Sonaten-Programm. Der international gefragte Schweizer Pianist Oliver Schnyder sorgte beim September-Abo-Konzert in der Kunsthalle Ziegelhütte für ein Musikerlebnis par exzellence.
Es war ein echter Hörgenuss, den einer der Spitzenkönner der jungen Pianisten-Generation dem beifallfreudigen Publikum schenkte. Als Krönung des Klavierabends erlebten nämlich die atemlos lauschenden Zuhörer - optimal eingestimmt durch delikate Sonaten von Edvard Grieg (1843 bis 1907) und Sergej Prokofjew (1891 bis 1953) - eine faszinierende Interpretation eines der tiefgründigsten Klavierwerke Franz Schuberts, der grossen Sonate in B-Dur. Diese Klavierkomposition aus Schuberts Todesjahr 1828 ist gleichsam ein musikalisches Vermächtnis.
«Virtuose Qualitäten gefordert»
Sie verlangt vom Pianisten nicht nur exzellente virtuose Qualitäten, sondern stellt auch besonders hohe Anforderungen an Klangkultur und Kantabilität, an die Feinheit der Nuancierung und die Artikulation des Ausdrucks. Eine epochale Klavierkomposition, an der sich die Besten beweisen können! Es sei vorweggenommen: Oliver Schnyder, der Schuberts Meistersonate eigens für das Appenzeller Konzert einstudierte, bot bei der Konzertpremiere eine begeisternde Leistung!
«Ein Lächeln unter Tränen»
Schnyder identifizierte sich voll mit Schuberts Gefühlswelt, versenkte sich intensiv in das Opus und bestach durch musikalische Kompetenz, spieltechnische Brillanz und beseelte Ausdruckskraft. Seine berührende Interpretation offenbarte eine Fülle melodischer und harmonischer Schönheit, geprägt von Sehnsucht und Schmerz, aber auch - im Finale - von inniger Heiterkeit. «Ein Lächeln unter Tränen», wie in der Konzertankündigung zu lesen war. Den melodiösen Kopfsatz gestaltete der Künstler mit nuancenreichem weichem Anschlag klar strukturiert und träumerisch fliessend. Beim ätherischen Klanggebilde des «Andante»-Satzes zelebrierte er den erdentrückten Gesang selig-trauriger Resignation sehr beeindruckend. Er liess die sehnsuchtsvolle Melodik - von hingetupften Staccato-Tönen umspielt - innig erblühen.
Nach diesem gefühlvollen Abschiedslied bewies er auch beim tänzerisch-beschwingten «Scherzo» dezente Pianokultur und Transparenz. Den virtuosen, an Haydnsche Rondo-Heiterkeit erinnernden Finalsatz interpretierte er ungemein kontrastreich und effektvoll. Ein Beifallssturm belohnte die hervorragende pianistische Demonstration.
«Optimale Einstimmung»
Das Klavierrezital hatte Oliver Schnyder mit der Sonate in e-Moll, op. 7 von Edvard Grieg eröffnet. Mit diesem kaum bekannten Jugendwerk wurde dem nordischen Romantiker in seinem 100. Todesjahr Reverenz erwiesen. Die poesievolle viersätzige Sonate mit ihrem romantischen, nordischen Kolorit, der elegischen Melodik und den mystisch-lyrischen Stimmungsbildern spielte Schnyder sehr emotional.
«Frische Themen ausgekostet»
In den beiden «Allegro» -Sätzen sowie dem pathetischen «Andante» und dem tänzerischen «Menuett» kostete er - gefühlvoll differenziert - die frischen Themen und den Farbenreichtum der Naturstimmungen genussvoll aus. Einen reizvollen stilistischen Kontrast dazu bildete die expressive Sonate Nr. 3, op. 28, von Sergej Prokofjew, eine der meistgespielten Sonaten des russischen Komponisten und Klaviervirtuosen. Rasante Rhythmik und ekstatische Dynamik mit unglaublichen Steigerungen kontrastierten mit zarten lyrischen Passagen und wirbelnden freien Kadenzen.
Dem technisch brillanten Pianisten gelang eine spannungsvolle und mitreissende Interpretation.»

Aufführung in der Kunsthalle Ziegelhütte
«Sensationelle junge Geigerin»

«Ist es nicht unglaublich, mit welcher Urgewalt derzeit blutjunge, bildschöne, technisch perfekte und in allen Stilrichtungen versierte Geigerinnen auf den Musikmarkt drängen? Neueste Sensations-Entdeckung bei den Schwetzinger Festspielen: die erst 18-jährige Veronika Eberle, die mit ihrem nicht minder stupenden Klavierpartner Oliver Schnyder eine Matinee der Extraklasse präsentierte.
Die Deutsche Stiftung Musikleben hat die junge Dame mit dem wippenden Pferdeschwanz mit einem kostbaren Instrument von Joseph Gagliano ausgestattet, und sie erwies sich dieser Ehre würdig. In blindem Einvernehmen mit Oliver Schnyder, der über das technische Rüstzeug, die Empfindsamkeit und das unbestechliche Ohr des geborenen Kammermusikers verfügt, absolvierte Veronika Eberle mit federnder Eleganz die graziöse Sonate c-Moll opus 6/5 von Pietro Locatelli und mit erstaunlicher gestalterischer Reife die Sonate A-Dur D 574 von Franz Schubert mit dem ungewohnt schroffen Scherzo.
Dass Eberle eine beneidenswerte Kondition ihr Eigen nennt, unterstrich ihr Soloauftritt nach der Pause. Mit ungebremster Energie stürzte sie sich in die geistvolle Sonate für Violine solo D-Dur opus 115 von Sergej Prokowjew mit den slawisch gepfefferten Ecksätzen und dem anmutigen Variationensatz Andante dolce. Ein Meisterstück perfekten Zusammenspiels und unversiegter Intensität war die Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 d-Moll opus 75 von Camille Saint-Saens. Geradezu lustvoll stellten sich die beiden Künstler den virtuosen Herausforderungen des Werks, das vor allem im Finalsatz mit rasend schnellen Tonleiter-Passagen nicht die mindeste Ermüdungserscheinung verziehen hätte. Mit hartnäckigem Applaus signalisierten die hellauf begeisterten Zuhörer, dass sie nicht willens waren, auf eine Zugabe zu verzichten. Die wurde ihnen dann mit dem wunderschönen Allegretto aus der a-Moll-Sonate von Robert Schumann zuteil.»

Aufführung mit Veronika Eberle bei den Festspielen in Schwetzingen
– Waltraud Brunst / Schwetzinger Zeitung / May 2007 –

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«Wallfahrtsbericht vom Konzert einer Geigerin»

«Julia Fischer ist die erste deutsche Geigerin seit Anne-Sophie Mutter, die mit einem Sonatenabend mühelos den Großen Saal der Laeiszhalle füllt. Ihr Spiel rechtfertigt die Wallfahrten der Fans.
Auf der Bühne erscheint die 23 Jahre alte Münchner Geigerin Julia Fischer wie ein lebendes Vexierbild. Mal wirkt sie auf stolze Art demütig, mal auf demütige Weise stolz. Die schöne Musikerin mit dem straff zurückgekämmten, von einer Spange gehaltenen Haar hat etwas von einer Königin, die sich zu früh ins Amt fügen musste. Seit sie zwölf Jahre alt ist, nimmt die Welt an ihrer Karriere Anteil. Sie ist die erste deutsche Geigerin seit Anne-Sophie Mutter, die mit einem Sonatenabend mühelos den Großen Saal der Laeiszhalle füllt. Das ist phänomenal, und ihr Spiel rechtfertigt die Wallfahrten der Fans, denn Julia Fischer ist kein Marketingprodukt, sondern eine seriöse und starke Musikerin. Ihr Konzert mit dem vorzüglichen Pianisten Oliver Schnyder am Mittwoch ließ nur zu wünschen übrig, dass sie an dieser Bürde etwas leichter trüge. Bis zur letzten Zugabe blieb ihre Kunst wie der Titel einer der Kinderszenen von Robert Schumann: «Fast zu ernst». Fast. Will man Bach denn anders hören als ernst? Oder Schumann? Debussy? Grieg? Julia Fischer strich das Adagio aus Bachs Solosonate C-Dur BWV 1005 wie jemand, der durch Seidenpapier eine Kostbarkeit befühlt. Bloß nicht zuviel Vibrato, lieber fahle Töne, lieber ganz vorsichtig. Die Fuge danach spielt sie dafür überdeutlich, zupackend und mit mehr Kraft als nötig, stellenweise beinahe rittmeisterlich. Kurz darauf lässt sie über dem Orgelpunkt ein herrliches Crescendo aufblühen, die zergliederten Akkorde wenig später klingen ganz gelöst, und man denkt, jetzt entspannt sie sich. Aber sie entspannt sich nicht wirklich. Das Allegro assai im Finalsatz scheint ihrem Temperament mehr zu liegen, hier blitzen die Töne wie kleine Kristalle. Bei der Sonate Nr.1 a-Moll von Robert Schumann schießt ihre gewaltige, von eiserner Disziplin in Schach gehaltene Kraft beinahe über. Den verlangten «leidenschaftlichen Ausdruck» holt sie mit starkem Vibrato aus ihrem Instrument. In den bewegtesten Stellen drückt sie den Bogen derart beherzt auf die Saiten, dass es aussieht, als ringe sie mit ihrem Lieblingsfeind.
Im Jazz wartet man immer auf die Ballade, um die Qualität eines Solisten, einer Sängerin zu erkennen. Kriegt sie mich? Kriegt sie mich nicht? Julia Fischer hat mir den ganzen Abend großen Eindruck gemacht. Gekriegt aber hat sich mich erst ganz zum Schluss. Als letzte Zugabe spielte sie mit Schnyder vierhändig einen langsamen, nicht besonders virtuosen «Norwegischen Tanz» von Edvard Grieg am Klavier. Ich freue mich auf den Tag, an dem sie so ihre Geige spielen wird - leicht, sinnlich und selbstvergessen.»

Aufführung mit Julia Eberle in der Laeiszhalle Hamburg
«(...) als Zugabe erklingt ein Norwegischer Tanz von Grieg auf dem Klavier – vierhändig. So viele Hände hätte man gerne gehabt zum Applaudieren!»
Aufführung mit Julia Eberle in der Laeiszhalle Hamburg
«Fischers feurig-furiose Farbenfülle»

«Der Begriff «Ausnahmetalent» trifft es nicht ganz. Denn Julia Fischer ist bereits mehr als das: Schon jetzt gehört sie zu den international bedeutendsten Geigerinnen und Geigern - und zwar nicht «nur» in ihrer Generation.
Das hat die 23-jährige Münchnerin - seit Oktober jüngste Hochschulprofessorin Deutschlands - bei ihrem Kammermusikabend in der Laeiszhalle eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einem anspruchsvollen Programm demonstrierte sie da ihre große stilistische Bandbreite und ausgereifte Wandlungsfähigkeit: Sie begann mit einer organisch geatmeten, schlackenlos reinen und technisch absolut makellosen Darbietung von Bachs C-Dur-Solosonate und endete bei der dritten Sonate von Grieg. Ein herrlich hochromantisches Stück mit einem feurig-furiosen Finale, von Fischer und ihrem Klavierpartner Oliver Schnyder in glühender Intensität musiziert. Zwischen den Eckpunkten Bach und Grieg erklang die erste Sonate von Schumann sowie, als atmosphärischer Höhepunkt des Konzerts, Debussys g-moll-Sonate. Hier zauberte das Duo eine faszinierende Fülle ganz unterschiedlicher Farben aus den Saiten; vom engelhaft zarten Flageolett-Hauch bis zum salonhaft verruchten Glissando-Schlenker. Als zweite Zugabe erlebten die begeisterten Besucher dann noch eine Weltpremiere. Da setzte sich Julia Fischer zu Schnyder an den Flügel und spielte mit ihm vierhändig einen Norwegischen Tanz von Grieg: Reizende Schlusspointe eines außergewöhnlichen Abends, den man auf dem Zettel haben sollte, wenn es in elf Monaten gilt, sich an die herausragenden Konzerte des Jahres 2007 zu erinnern.»

Aufführung mit Julia Eberle in der Laeiszhalle Hamburg
– STÄ / Hamburger Abendblatt / Jan 2007 –

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«Keine Rede ist so gut wie Mozart»

«Ein unglücklicher Sturz verhinderte, dass Lord Dahrendorf am Dolder-Meeting des «Tages-Anzeiger» über «Demokratie als Exportartikel» sprechen konnte. An seiner Stelle spielte das Zürcher Kammerorchester unter Muhai Tang mit dem jungen Pianisten Oliver Schnyder Werke von Haydn und Mozart

Überraschung am letzten Dolder-Meeting von Tamedia-Präsident Hans Heinrich Coninx: Statt Lord Dahrendorf trat in der Schiffbauhalle das Zürcher Kammerorchester auf.
Ein Montagmorgen, den sich Hunderte von Managern, Politikern, Kulturgrössen und Medienschaffenden aus der ganzen Schweiz in der Agenda jeweils rot anstreichen, war gestern noch viel spezieller. Erstens war es das letzte Mal, dass Hans Heinrich Coninx im Namen des «Tages-Anzeigers» einlud. Am 3. Mai wird er sein Amt an Pietro Supino übergeben.Vor allem aber: Der grosse lieberale Denker, Politiker, akademische Lehrer und Publizist Lord Ralf Dahrendorf musste infolge eines Sturzes kurzfristig absagen.
Wie Gastgeber Hans Heinrich Coninx mit dieser Absage umging, war ein gut gehütetes Geheimnis bis Montagmorgen um 10 Uhr. über 300 Personen kamen in den Schiffbau, ohne die geringste Ahnung zu haben, was auf sie wartete. Es war Ruth Binde, die Grande Dame der Schweizer Literaturszene, die das Rätsel als erste löste. Sie traf in der Toilette eine chinesische Cellistin und schloss sofort auf das Zürcher Kammerorchester. Die Bestätigung lieferte Hans Heinrich Coninx in seiner Begrüssungsrede. «Es hätte an Selbstüberschätzung gegrenzt», sagte er, in dieser kurzen Zeit einen gleichwertigen Ersatz für Lord Dahrendorf zu finden. Er entschloss sich deshalb, seinen Gästen einen exklusiven Musikgenuss zu bieten.
Die Reaktionen der Gäste waren von Anfang an sehr positiv. «Das ist sehr mutig, aber genial», sagte Peter Athanas, der Chef von Ernst & Young. «Alle anderen Referenten wären mit Dahrendorf verglichen worden». Für Lukas Briner, der Direktor der Zürcher Handelskammer, wäre das für jeden Redner eine «hoffnungslose Rolle» gewesen. «So schön, das ist für mein Gemüt besser als jede Rede», freute sich der Zürcher Finanzvorsteher Martin Vollenwyder. Und seine Amtskollegin Monika Stocker wünschte sich: «So könnte doch jeder Montag beginnen». Was für den so harmonisch arbeitenden Zürcher Stadtrat aber wohl doch des Guten zuviel wäre.
Unter der Leitung von Maestro Muhai Tang, der kürzlich die Nachfolge von Howard Griffiths übernommen hatte, spielte das Zürcher Kammerorchester zwei Werke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart (Klavierkonzert C-Dur KV 467). Am Klavier beeindruckte der erst 33-jährige Pianist Oliver Schnyder, der schon regelmässig auf den grossen Bühnen der Welt auftritt. «Das war für mich eine Premiere», sagte Schnyder nach dem Konzert. «Ich brauchte eine besondere mentale Vorbereitung, um an einem Montagmorgen in Form zu sein.»
Eine Premiere war dieser Anlass auch für alle 300 Gäste. Noch keiner hatte bisher die Woche mit einem klassischen Konzert begonnen - geschweige denn mit einem wunderschönen Mozart von einem derart hochklassigen Orchester. «Ich schwebe auf Wolke sieben», sagte Urs Rengel, der Chef der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich. Noch halb in Trance war auch Baudirektorin Ursula Gut. «Ich hätte den ganzen Mozart mitsingen können, das habe ich zum Glück aber unterlassen». Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz freute sich: «An Überraschungen bin ich in Bern zwar gewöhnt, aber nicht an so schöne.» Für Justizdirektor Markus Notter ist klar: «Es gibt kein Referat, das so gut sein kann wie Mozart». Angesichts all der glückseligen Politiker folgerte ETH-Professor Ueli Maurer, einer der weltbesten Kryptologen: «Jetzt wird sicher besser regiert». Managen auch die Manager besser, wenn sie jeden Morgen ein solches Mozart-Konzert geniessen könnten? Der Personalberater Mario Monti jedenfalls überlegte sich, künftig am Montag jede Geschäftsleitungssitzung mit einem Konzert ab CD zu beginnen. SRG-Generaldirektor Armin Walpen hätte lieber ein richtiges Konzert - » in meinem Büro wäre für ein Orchester aber kein Platz, nicht mal für einen Flügel».
Dem Gastrounternehmer Freddy Burger bleibt das 27. Dolder-Meeting ganz besonders in Erinnerung, «weil es den Geist und das Wirken von Hans Heinrich Coninx so wunderbar spiegelt» Für «Tages-Anzeiger» -Chefredaktor Peter Hartmeier kann die Medienbranche, die mit zwei Dutzend Verlegern und Chefredaktoren vertreten war, von der Hingabe, Lust und Kreativität der Musiker viel lernen.
Es gab an diesem Morgen nur zwei Gäste, die nicht voll auf ihre Rechnung kamen: die Schriftsteller Hugo Loetscher und Ruth Schweikert. «Ich habe die Diskussion vermisst, die es sonst nach einem Referat gibt», sagte Loetscher. Auch Ruth Schweikert hatte sich «auf eine andere Art von intellektueller Nahrung» gefreut.»

Aufführung mit Julia Eberle in der Laeiszhalle Hamburg
– Ruedi Baumann / Tages-Anzeiger / Jan 2007 –

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«(...) klangschöne Aufführung»

«Oliver Schnyder am Flügel bot eine technisch makellose und in jedem Moment klangschöne Aufführung. Gerade bei Ullmann konnte er seine agogischen und klangmalerischen Stärken zur Geltung bringen (…) Chopins h-Moll-Scherzo erfuhr eine packende Interpretation, sowohl in der gesamten Anlage wie im Detail.»

– Martin Skamletz / Aargauer Zeitung / Nov 2006 –

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«Auftakt mir koffeinhaltigem musikalischem Programm»

«(…) Dazwischen schob sich ein Block mit Klavierwerken von Frédéric Chopin. Dies hätte normalerweise einen Bruch bedeutet, aber auch hier baute der Kaffee die goldene Brücke: Gilles Tschudi las Texte von und über den Chopin-Zeitgenossen Honoré de Balzac, der ja wie kaum ein Zweiter dieses Getränk als Schaffensmotor benutzte – und ihm dann auch frühzeitig zum Opfer fiel. Oliver Schnyder zauberte dann Pariser Salonstimmung in den alten Kirchenraum, seine Chopin-Blütenlese verfehlte ihre Wirkung nicht.»

Aufführung im Rahmen des Klassik-Festival Boswiler Sommer
– Stephan Thomas / Aargauer Zeitung / Jun 2006 –

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«Meisterliche Feier»

«(…) souverän spielenden Solisten (…) Der etwas kernigere Ton Schnyders und der weichere Anschlag Kollys ergänzten sich auf natürliche Weise, unterstützt durch gemeinsames «Jeux perlé» und dieselbe unsentimentale Werkauffassung. Mit ebenso frischem Musiziergeist und wunderbarer Leichtigkeit zauberten die beiden Solisten als Zugabe Busonis «Duettino concertante nach Mozart» hin. Zuvor glänzten sie in Francis Poulencs Doppelkonzert d-Moll. In den angriffigen Ecksätzen dialogisierten die beiden Aargauer Pianisten sehr effektvoll mit dem von Urs Stäuble inspiriert und präzis dirigierten Orchester Musikkollegium Winterthur. (…)»

Aufführung mit Karl-Andreas Kolly und dem Musikkollegium Winterthur
– Walter Labhart / Mittelland-Zeitung / Apr 2006 –

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«Das Genie hätte Freude gehabt»

«Oliver Schnyder spielte mit wunderschön klarem Anschlag und schon waren alle in Mozarts Bann. Mit unglaublicher Präzision gelangen ihm die langen Läufe. Seine Interpretation des Andantes zauberte einigen Zuhörern Tränen in die Augen. Schnyder spielte zart und dennoch glänzend. Als die Streicher im Rondeau nur noch Pizzicati zupften, fühlte sich die Musik wie ein sanfter Sommerregen an. Das Publikum war zutiefst berührt (...)»

– KB / Wohler Anzeiger / 2006 –

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«Sapperlott, welch ein Spass»

«Mozart-Hommage. Die Welt feierte am vergangenen Wochenende ausgiebig. Wen? Mozart natürlich! Auch das Künstlerhaus zollte dem Genie Tribut mit Werken kleinerer Besetzung, die massgeschneidert waren für den intimen Rahmen seiner Kirche (...) Solcherart eingestimmt, erwies sich das Klavierkonzert Nr. 13 C-Dur KV 415 in der Fassung für Streichquartett und Klavier als schlüssige Fortsetzung. Weder zu leicht noch zu schwierig, sondern «angenehm in den Ohren» wollte es Mozart gespielt haben. So bekam man es auch zu hören, aber eben nicht nur – denn Oliver Schnyder mischte in das genuin Heitere dieses Werks jene, mit subtilen Temporückungen vorbereiteten, ohrfälligen Moll-Trübungen, mit denen Mozart immer wieder überrascht.»

– Elisabeth Feller / Aargauer Zeitung / Jan 2006 –

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«(...) jugendlich-straffe Wiedergabe»

«(…) beste Eindrücke hinterliess auch das Brahms’sche C-Dur-Klaviertrio, zu dessen jugendlich-straffer Wiedergabe sich Schnyder mit den „Camerata“-Stammmusikern Helena Winkelman und Christoph Dangel verbündete.»

– Basler Zeitung / Jan 2006 –

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«(...) das den Konzertabend zum Erlebnis machte»

«(…) aber dann kommt eben Brahms (…) Brahms ist unter allen Romantikern wohl der „nordischste“, die autochthonen natürlich ausgenommen (…) Allerdings war das Klaviertrio in C-Dur in der Interpretation durch Schnyder, Winkelman und Dangel derart eindrücklich, dass der ganze erste Teil des Konzertes darüber fast vergessen ging. Die Vorarbeit lag im Werk, die erfolgreiche Verwirklichung beim illustren Trio, das den Konzertabend zum Erlebnis machte. (…)»

«Musikalisches Traumpaar»

«(…) Erstes Beispiel für ihr sehr exaktes, sorgsam auf Klanggleichgewicht bedachtes Zusammenspiel in der Alten Oper Frankfurt war Mozarts mit vorbildlich pedalarmem Klavierpart gespielte e-Moll-Sonate KV 304… Nach diesem feinen Auftakt wurde es ernster bei der c-Moll-Sonate op. 30/2, die (…) ein «echter Beethoven» ist. Sei es das marschartige Seitenthema im Kopfsatz oder der abrupte Einschub im verklärten Adagio cantabile, seien es die «gegen den Takt» gespielten Passagen des Scherzos oder die Läufe der stürmischen Coda des Finales - all das war derart meisterhaft gespielt, dass vier Beifallsrunden fällig waren. (…) Wieder vereint waren beide Künstler schliesslich bei der A-Dur-Sonate von César Franck (…) Eine so durchdachte und klangvolle Wiedergabe wie durch dieses Duo war lange nicht zu hören. Die Stärke des Beifalls kann man sich vorstellen.»

Aufführung mit Julia Fischer in der Alten Oper Frankfurt
– Joachim Stiehr / Main Echo / Dec 2005 –

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«Höchste Vollendung»

«Sie ist gerade 22 Jahre alt und gehört schon zu den großen Violinsolisten weltweit: Julia Fischer, die in München geboren wurde. Ein bedeutender Meilenstein ihrer rasanten Karriere war der internationale Yehudi-Menuhin-Wettbewerb 1995. Seitdem gastiert Julia Fischer bei führenden Orchestern wie dem Boston Symphony, dem Atlanta Symphony oder Seattle Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra oder auch der Academy of St.-Martin-in-the-Fields. In Frankfurt erlebte man sie nun als Kammermusikerin mit dem Schweizer Pianisten Oliver Schnyder in der Reihe der Museums-Kammerkonzerte der Alten Oper.
Den Abend im Mozart-Saal eröffnete das Duo mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate für Klavier und Violine e-Moll KV 304: Stringent, aber nicht zu schnell, plastisch in den Kontrasten, agogisch elaboriert erklang das Werk - gerade auch der zweite Satz, ein zunächst anmutiger, sich zum Dramatischen hin entwickelnder Menuettsatz mit einem den eher melancholischen Charakter des Satzes unvermittelt aufhellenden, sehr empfindlichen E-Dur-Mittelteil.
Man erlebte kammermusikalische Intimität in höchster Vollendung. Feinsinniger, lebendiger Dialog und enorme Transparenz prägten auch Ludwig van Beethovens c-Moll-Sonate op. 30/2: Bei aller Energie und Stringenz blieb das Klangbild stets durchsichtig und ausgewogen, was freilich nicht zuletzt auch der Kunst des Pianisten zu danken war.
Julia Fischers Vortrag von Eugène Ysaÿes Sonate für Violine solo op. 27/4, einer kleinen, dreisätzigen, von Bach inspirierten Suite, in die der Komponist Themen von Fritz Kreisler - dem Widmungsträger - eingeflochten hat, mochte den Hörer in besonderer Weise an eine Fähigkeit der Geigerin erinnern, die man in dieser Ausprägung nur selten erlebt: die Gabe, musikalische Aussagen gleichsam bis auf den Grund zu erspüren und in unerschütterlicher Seriosität und künstlerischer Glaubwürdigkeit vorzutragen.
Solche Tiefgründigkeit der musikalischen Aussage bestimmte auch die Wiedergabe von César Francks A-Dur-Sonate, und mit dem ungeheuren tonlichen Potential, das die Geigerin in den gewaltigen Steigerungen der Komposition entfaltete, war der Höhepunkt der wohlüberlegten Dramaturgie dieses Abends erreicht. Die A-Dur-Sonate war übrigens das Hochzeitsgeschenk Francks an den Landsmann Eugène Ysaÿe und wurde von diesem auch uraufgeführt.
Für den enthusiastischen Applaus dankten die Künstler mit einer außergewöhnlichen Zugabe, der Hebräischen Melodie op. 33 des Violinvirtuosen und Komponisten Joseph Achron (1886-1943) in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Leopold Auer. Die Komposition basiert auf einem chassidischen Gesang, den Achron als Kind in der Warschauer Synagoge gehört hatte. Man erlebte eine eindringliche, ja anrührende Wiedergabe von großer Intensität.»

Aufführung mit Julia Fischer im Museums-Kammerkonzert
– Joachim Wormsbächer / Frankfurter Allgemeine Zeitung / Nov 2005 –

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«Erfrischend unpathetisch»

«(...) Pianist Oliver Schnyder glänzte. Ein Klassiker der Klavierliteratur, Sergei Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 c-moll, bildete das Zentrum des Programms. Pianist Oliver Schnyder wählte einen unprätentiösen Zugang zum Werk, dem von vielen Interpreten das – reichlich klischierte – Etikett des «russischen Gefühlsüberschwangs» angeheftet wird. Schnyders schnörkelloses Spiel und die zügige Tempowahl im ersten Satz wurden von Bostock mit einem klar strukturierten, sehr unpathetischen Orchesterklang unterstützt. Der sorgsame Vibratoeinsatz der Streicher und die feine dynamische Abstimmung von Pianist und Orchester sorgten für ein hohes Mass an Transparenz, die dem Stück gut bekam. Auch der Adagiosatz und der abschliessende Allegro-Satz profitierten von Schnyders analytisch-feinsinniger Spielweise, genauso wie von den Streichern, die ihren Schmelz sparsam, aber effektvoll einsetzten. Der motivische Dialog zwischen Holzbläsern und Klavier im Mittelsatz kam so optimal zum Tragen. Das hochvirtuose, abwechselnd arpeggierte und oktavierte Passagenwerk des Finalsatzes setzte Schnyder zwar einen gewissen Widerstand entgegen, er meisterte aber auch diese Klippe mit Eleganz. Und zu guter Letzt, ganz ohne Affektiertheit, lediglich der Dramatik der Partitur folgend, erreichten Pianist und Orchester auch das klangliche Breitleinwand-Format, für das Rachmaninow vom Publikum so geliebt wird: Mit dem gebührenden akustischen Pomp kam das Werk zu seinem Abschluss.»

Aufführung mit Julia Fischer in der Alten Oper Frankfurt
– Stefan Sandmeier / AZDigital / Nov 2005 –

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«Ein Höhepunkt in der jungen Saison»

«.(...) Die beiden jungen Schweizer Solisten vollbringen hier Aussergewöhnliches. Mit sicherem Ton beherrschte Stefan Tönz sein Instrument und spielte differenziert mit hohem musikalischem Ausdruck. Wie Perlen an einer Schnur klangen die makellosen Klavierläufe von Oliver Schnyder. Entsprechend gross war der Beifall des begeisterten Publikums.»

Aufführung mit Stefan Tönz und der Oslo Camerata im Lörracher Burghof
– Oberbadisches Volksblatt / Nov 2005 –

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«Abend der musikalischen Inspiration»

«Julia Fischer und Oliver Schnyder erweisen sich als kongeniale Partner. Seit Anfang 2004 arbeiten die junge Münchner Violinstin Julia Fischer und der aus dem schweizerischen Aargau stammende Pianist Oliver Schnyder zusammen. Am vergangenen Donnerstag waren sie nun im Rahmen einer gemeinsamen Tournee Gast in der Kammermusik-Reihe der Frankfurter Museums-Gesellschaft im Mozart Saal der Alten Oper. Und bereits sehr schnell bekam der Zuhörer den Eindruck, als ob die beiden Virtuosen schon viel länger zusammen musizieren, denn sie schienen sich nahezu blind zu verstehen und machten die Sonaten von Mozart, Beethoven und Franck zu künstlerischen Delikatessen (...): Oliver Schnyder präsentierte sich in der Alten Oper als kongenialer Partner von Julia Fischer.
(...) Die 22-Jährige musizierte ihren Part mit stupender Leichtigkeit im Tonansatz, perlenden Läufen, aber an den geforderten Stellen ebenso mit klarer Konturierung und Kontrastierung. Oliver Schnyder erwies sich bereits in diesem Eingangsoeuvre als sensibler und feinfühliger Pianist, der in Sachen Rhythmus und Pointierung vortrefflich zu Werke geht (...) entsprechend verwundert es kaum, dass die gemeinsamen Wiedergaben ungemein symbiotisch erschienen. Dies galt auch für den zweiten Satz der Mozart-Sonate , bei der Fischer und Schnyder den tänzerischen Duktus wunderbar (...) zum klingen brachten (…) Mit feiner Tusche gingen beide Künstler zu Werke und kredenzten einen vortrefflichen Konzertauftakt (...) Vier Sätze umfasst die c-Moll-Sonate (1802) von Ludwig van Beethoven. Vorwärts drängend, fast stürmisch beginnt der Kopfsatz in der Klavierstimme. Oliver Schnyder vermied es jedoch, die Dynamik zu überziehen, sondern fand sogleich die idealen Tempi und gab sozusagen die Vorlage zu Julia Fischers rhythmisch-pointiertem Einsatz (...) Flexibilität ist ein Markenzeichen, das Fischer und Schnyder gleichermassen nachgesagt werden kann. Die machte der Finalsatz (...) klar deutlich (...) Alles erschien wie aus einem Guss und versetzte das verzückte Publikum in Staunen(...) Signifikant für die A-Dur-Sonate von Cäsar Franck ist wohl die ideale Verbindung zwischen einer "singenden Violine" und einem "perlenden Klavier" (...)  Elegisch war so der Kopfsatz gehalten, bei dem erneut die feinen Modulationen in der Klavierstimme positiv für sich einnahmen. Die Violinistin wiederum bestach durch warme Timbrierung und verinnerlichte Passagen.
Beiden Künstlern gelang eine bemerkenswerte Durchdringung der (...) Komposition, was sich zum Beispiel im Recitativo-Fantasia-Satz (...) manifestierte. Fein perlend und mit der notwendigen Emphase intonierte der Schweizer, während die Münchnerin mit Läufen voller Poesie aufwartete. Und im mitreissenden Allegretto poco mosso machten Fischer und Schnyder deutlich, dass es selbst in den expressivsten Augenblicken möglich ist, stets im Einklang zu musizieren.
Der Jubel ob dieser beiden herausragenden jungen Musiker war entsprechend gross. Die folgende Zugabe wiederum entsprach dem Sinn des (...) Duos für ausdrucksstarke Kompositionen. Die "Hebräische Melodie" von Joseph Achron in der Transkription von Leopold Auer war bezüglich Ausdruckintensität kaum zu toppen. Der umschmeichend-sehrende Duktus des Werkes kam wunderbar zum Vorschein, paarte Melancholie mit Lebensfreude und stand stellvertretend für einen ganz besonderen kammermusikalischen Abend zweier junger Ausnahmekünstler.»

Aufführung mit Julia Fischer in der Alten Oper Frankfurt
– Lars-Erik Gerth / Maintal Tagesanzeiger / Nov 2005 –

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«kraftvoll und mit jugendlicher Verve»

«Die Sonate in F-Dur von Felix Mendelssohn ist ein relativ unbekanntes Werk, obwohl gerade die knapp gehaltenen Ecksätze mit den elfenspuckartigen brillanten Figurationen die fulminante Technik der beiden Interpreten aufblitzen liess - Oliver Schnyder begleitet kraftvoll und mit jugendlicher Verve.»

Rezital mit Tamaki Kawakubo beim Festival der Nationen von Justus Frantz in Bad Wörishofen
– Joachim Wormsbächer / Augsburger Allgemeine / Nov 2005? –

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«Nichts mit Plüsch und Spitzen»

«Oliver Schnyder brillierte in Mozarts A-dur-Klavierkonzert aus dem Jahre 1782 und eroberte die Herzen der ihn begleitenden Musiker und des grossen Publikums. Schnyders Mozartdeutung ist nicht verniedlichend, hat nichts zu tun mit Plüsch und Spitzen. Sein Spiel ist geradlinig, elegant, transparent, aber auch verinnerlicht. Das Orchester machte willig mit, war dem Künstler zuverlässiger Partner.»

«Serenade mit selten gehörten Rosinen»

«Zwar ist er in Wildegg aufgewachsen, aber jetzt bereist er als gefragter Konzertpianist die ganze Welt: Oliver Schnyder. Am vergangenen Wochenende war er gleich zweimal in seinem Heimatkanton zu hören: an der traditionellen Wildegger Schloss-Serenade und am Debütkonzert des Aargauer Jugend-Sinfonieorchester in Boswil.
Mut zum Risiko zahlt sich bekanntlich nicht immer aus. Die Organisatoren der diesjährigen Serenade auf Schloss Wildegg wurden belohnt. Die Skepsis, ob das wohl gut gehe, wenn man ein Solorezital eines Meisterpianisten im Freien durchführe, verflog ebenso schnell wie die Angst vor Regen. Oliver Schnyder passte sich der trockenen Akustik blitzschnell an und gestaltete fortan wie im Konzertsaal. Der Himmel war zwar bedeckt, aber einzelne blaue Stellen versprachen einen trockenen Abend. Die kühlen Temperaturen vergass das den Schlosshof restlos füllende Publikum ob der phänomenalen Darbietungen Oliver Schnyders im Nu.
Ein bedeutender Musikkritiker hat einmal gesagt, ein Star in der Kulturszene sei jener, der es sich nicht anmerken lasse. So gesehen, aber natürlich nicht nur, gehört der junge Oliver Schnyder zu den Stars. Bescheiden tritt er vor sein Publikum, ohne theatralische Einlagen setzt er sich an den Flügel, ohne Floskeln beginnt er zu spielen. Für einmal hatte der Künstler ein Programm zusammengestellt, das von den üblichen Rezital-Programmationen abwich – ein Serenaden-Programm mit vielen bekannten und beliebten Melodien, aber auch mit eher selten gehörten Rosinen. Werke von Frédéric Chopin standen im Zentrum, darum herum Stücke seines Zeitgenossen Mendelssohn, zu Beginn die Holberg-Suite von Grieg, dann Miniaturen der im gleichen Jahr geborenen Barockmeister Bach und Scarlatti, und zum Abschluss ein fulminanter Bilderbogen mit Musik der Zeitgenossen Gershwin, Prokofiev und Ginastera. So kamen Jung und Alt auf ihre Rechnung, Kenner und Nichtkenner in den Genuss eines aussergewöhnlichen Abends. Ein älterer Herr platzierte seine Enkelin so, dass ihr Blick auf die Tasten frei war. Mit grossen Augen verfolgte die Sechsjährige die flinken Hände des Pianisten. In der Pause fragte sie, sichtlich beeindruckt, wie man denn das machen könne, mit nur zwei Händen.
In der Tat, was diese Hände aus den Tasten zu zaubern vermögen, ist schlichtweg phänomenal. Schnyder ist dennoch nicht einfach der Virtuose, der Tempo über alles stellt. Mal streichelt er die Tasten, mal packt er vehement zu. Lyrisches liegt ihm ebenso wie Tänzerisches oder Dramatisches. Und stets ist er dem Werk verpflichtet. Nie inszeniert er sich selber, immer inszeniert er das Werk eines Komponisten. Was auch auffällt ist die Tatsache, dass sich Schnyder mit verblüffender Leichtigkeit in den verschiedenen Musikstilen hin- und herbewegt. Ein Sprung von Scarlatti zu Chopin oder von Mendelssohn zu Gershwin ist gewaltig. Schnyder schafft ihn mit Leichtigkeit. Im Schlosshof Wildegg war einer der ganz grossen Pianisten zu Gast. Wer ihn zu Hause nochmals erleben will, dem sei die hervorragende Einspielung der Klavierkonzerte von Saint-Saëns empfohlen (mit dem Aargauer Symphonie Orchester unter Douglas Bostock).»

Aufführung im Rahmen der Schloss-Serenade Wildegg
– Jürg Nyffenegger / AZ / Aug 2005 –

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«Schnyder beherrscht seinen Flügel meisterlich - klanglich wie technisch»

«Ein exzellenter Könner seines Klavierspiels ist Oliver Schnyder. Er beherrscht den Flügel sowohl klanglich wie auch technisch meisterlich und gehört mit seiner unbändigen Spielfreude zur Spitzenklasse der heutigen Pianistengeneration.»

«Atmen, Singen, Springen»

«Dem Flair des Pianisten Oliver Schnyder für französische Musik verdankt das Aargauer Symphonie Orchester eine Zusammenarbeit, deren Resultat aufhorchen lässt. Seit 2001 Leiter des ASO, hat Douglas Bostock dessen Qualitätsanstieg mächtig vorangetrieben und einen Grad an Transparenz erreicht, der den Klavierkonzerten von Camille Saint-Saëns gut bekommt. Für ein schweizerisches Orchester ist es keine Selbstverständlichkeit, so viel beschwingte Leichtigkeit und pariserische Eleganz zu erzielen wie in den raschen Sätzen dieser Konzerte und in der spritzigen Caprice-Valse „Wedding Cake“, einem der brillantesten Konzertstücke dieses Komponisten. In den grossen Steigerungen des g-Moll-Konzertes mit seiner ungewohnten Satzfolge Andante-Allegro-Presto vermag das Orchester mit dem kraftvoll anziehenden Solisten gut mitzuhalten. Im fünften Gattungsbeitrag teilt es, besonders im tänzerisch beginnenden Kopfsatz, förmlich den Atem mit ihm. Wie Oliver Schnyder das gleichzeitige Spiel von Pianissimo und Mezzoforte oder weite Sprünge meistert, um immer wieder mit geschmeidiger Sangbarkeit und feuriger Virtuosität hervorzutreten, beeindruckt nachhaltig.»

– Musik & Theater / May 2005 –

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«Ein unvergesslicher Schubert-Abend»

«Wie viel es in einem Konzert zu entdecken gibt, das einem einzigen Komponisten gewidmet ist und sich auf zwei Instrumente konzentriert, zeigte der Auftritt der Geigerin Julia Fischer und des Pianisten Oliver Schnyder im Schubert-Zyklus der Wettinger Kammerkonzerte (11. März, Margeläcker). Da beide Ausführenden zu den weitherum bekanntesten ihres Fachs zählen und dank ihrer bewahrten Jugendlichkeit einen fast magischen Reiz auf das Publikum ausüben, blieben nur ganz wenige Plätze unbesetzt. Obschon Julia Fischer und Oliver Schnyder erst seit einem Jahr zusammen auftreten und vor allem musizieren, zeichnete sich ihr Spiel durch erstaunliche Kongenialität aus. Es gab Momente, da schienen die unvereinbaren Gegensätze, hervorgerufen von einem Streich- und einem Tasteninstrument, aufgehoben zu sein. Die nachschöpferische Übereinstimmung liess den Eindruck aufkommen, die Hörerschaft halte den Atem an: Konzentration im höchsten Masse auf beiden Seiten. Der vom Komponisten und Musikwissenschafter Michael Schneider konzipierte Wettinger Schubert-Zyklus und ein bis zuletzt aufmerksames Publikum erlebten eine weitere musikalische Sternstunde.
In den beiden auch Sonatinen genannten Sonaten a-moll und D-dur knüpfte Schubert an Mozarts Violinsonaten an, aus denen sinnigerweise als Zugabe ein Satz (Sonate e-moll) erklang. Die selbst in den raschen Sätzen vorherrschende Kantabilität und Durchsichtigkeit verbindet den Frühromantiker mit seinem klassischen Vorbild. Auf diese Sangbarkeit ausgerichtet war das lebendig dialogisierende Musizieren der beiden Künstler. Ihre Devise lautete, mit den Instrumenten zu singen, um entsprechend differenzierte Klangmitttel einzusetzen. Die erstmals im Aargau auftretende deutsche Solistin bereitete mit ihrem schlanken, nie durch starkes Vibrato beeinträchtigen Violinton dasselbe grosse Hörvergnügen, das ihr gestalterisch gleichberechtigter Partner am Klavier mit ausgesprochen elegantem, ohne Härten auskommendem Spiel bewirkte. Wie Oliver Schnyder die sehr heikle Tremolo-Einleitung zur Fantasie C-dur meisterte oder Julia Fischer im Duo A-dur von leidenschaftlicher Spannung in wunderbar lyrische Entfaltung hinüberwechselte, dürfte ebenso wie der Gesamteindruck nicht so bald vergessen werden.»

Aufführung mit Julia Fischer im Rahmen der Kammerkonzerte Wettingen
– Walter Labhart / Mittelland-Zeitung / Mar 2005 –

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«When You Can Hear Music That Really Isn't Even Being Played»

«The machinery of international promotion and publicity hasn't quite caught up with young Julia Fischer. Critical and managerial word of mouth probably accounts most for her steady if quiet rise among the ranks of violinists. It is not a bad way to build a career, provided the talent and musical solidity are there. Ms. Fischer is German and 21 years old, and here she was on Friday night playing a duo and solo recital with the young Swiss pianist Oliver Schnyder. Ms. Fischer had already made a good impression playing the Brahms Concerto with the Dresden Philharmonic at Lincoln Center a few months ago, and by all reports she was the steady hand in some otherwise shaky orchestra performances. Nothing new or unusual about Friday's program: Beethoven's "Kreutzer" Sonata, the Schubert b minor-Rondo, Bach's solo Sonata in C and Prokofiev's lovely, delicate duo Sonata written amid the horrors of World War II. One could talk about Ms. Fischer's confident bowing arm, lovely intonation and powerful sound, but that would miss the point. Better to think about the Bach and its second movement, one of the grandest and most extraordinary fugues in the literature.
Ms. Fischer played it with patience and dignity, with never a performer's big gesture or a thatrical coup. The wonder of this music is that we are made to hear music that really isn't being played. The control required to project sound merely by implication is the true virtuosity, and this young player has a lot of it.
Beethoven's "Kreutzer" is known by armies of literature people who may never have heard its music, thanks to Tolstoy's famous story of love and triangular mayhem. The sonata more accuratly marks the end of the 18th-century duo-sonata as piano music with incidental violin, and the beginning of equal-opportunity importance for both players. Mr. Schnyder, admirably correct in Beethoven, seemed to turn the balance in the other direction, being almost submissive rather than dominant. The best sharing of personalities came in the Prokofiev at the end.
Schubert was not always at his best when working on his career. The Rondo blusters uncharacteristically, although it is fascinating for its bewildering series of key changes. Virtuoso display pieces like the Rondo and the "Wanderer" Fantasy did not come naturally to Schubert. In both cases, the piano parts were surely beyond his own physical technique, and one hears the distance between the composer and his own music. Unhappily for him, better for us, Schubert's attempts at immediate fame and fortune were few and not very successful.»

Recital with Julia Fischer at Carnegie Hall, New York
– Bernard Holland / The New York Times / Jan 2005 –

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«Musiker voller Tatendrang und Sensibilität»

« Brugg Stefan Tönz (Violine) und Oliver Schnyder (Klavier) konzertierten in beeindruckender Harmonie.

Mit frischem Schwung, aber auch tiefer Empfindsamkeit präsentierte das bestens eingespielte Duo Werke dreier früh vollendeter Komponisten: Mendelssohn, der mit 38, Mozart mit 35 und Schumann mit 46 Jahren verstarb. Im fast ausverkauften Saal des Zimmermannhauses durften die auch international renommierten Solisten Beifallsstürme entgegennehmen.

Was zeichnet diese jungen Schweizer aus? Beide verfügen über eine blendende Technik, ausgeprägte Gestaltungskraft, starke Sensibilität, sie verstehen sich blind. Und sie sind sich ebenbürtig, so dass sich ein beglückendes Musizieren entfaltete. Diese Vorzüge demonstrierten die beiden Künstler bereits in der eröffnenden F-Dur-Sonate von Mendelssohn. Im Allegro vivace legten sie voll Tatendrang ein rasantes und beschwingtes Tempo vor, wobei sie sich auf ihre unfehlbare Technik verlassen konnten. Die wenigen melodiösen Ruhepausen gestaltete Tönz mit betörendem Schmelz. Im Adagio genoss man die innige und schwelgerische Linienführung des Geigers und das intime Duettieren. Das Finale packten die beiden Musiker mit viel Temperament an; sie legten ein halsbrecherisches Tempo vor - aber die Einheit blieb gewahrt. Der Optimismus und die Unbeschwertheit, die dieses Werk prägt, bildete für das Publikum einen richtigen Aufsteller.

Das Gleiche lässt sich von Mozarts F-Dur-Sonate KV 376 sagen. Lauter helle, freudige, lebensbejahende Themen, von keiner dunklen Wolke getrübt. Die Komposition stammt aus einer glücklichen Epoche im Leben Mozarts: Er trennte sich vom ungeliebten Erzbischof von Salzburg und liess sich in Wien nieder. Die Zuhörer labten sich an der Leuchtkraft der Farben, an der jugendlich beschwingten Wiedergabe, am besinnlichen Andante und am unbeschwerten Rondo. Das Zusammenspiel von Violine und Klavier liess nichts zu wünschen übrig; es lebte von der Gleichberechtigung der beiden Instrumente und der Kompetenz der Interpreten.

Szenenwechsel nach der Pause: Schumanns d-moll-Sonate op. 121 stand zur Diskussion. Da war die Unbeschwertheit, der Frohsinn weitgehend verschwunden. Wie so oft in seinen späten Kompositionen schlug Schumann einen dramatischen, erregten, düster gefärbten Ton an, da und dort machte sich eine nervöse Unruhe breit. Auch diese Thematik fand durch das Duo eine überzeugende Lösung. Mit Energie und grossem Schwung, aber auch mit starker Empfindsamkeit und einer subtilen Farbgebung zeigte es eine kompetente und engagierte Leistung, die die Zuhörer stark beeindruckte.

Von einer heitereren Seite zeigte sich Schumann an den beiden Zugaben, die einen beeindruckenden Abend beschlossen.»

Aufführung mit Brugg Stefan Tönz im Saal des Zimmermannhauses
«Oliver Schnyder (...) mit ausgeklügelter agogischer Raffinesse»

«Die Konzerte von Johannes Brahms haben einen ausgesprochen orchestralen Charakter, wird der Solopart doch stark ins Orchester integriert. Das bedeutet für den Solisten, dass er sich mitten im Orchestersatz drin behaupten muss. Oliver Schnyder gelang dies mit einer bis ins Detail ausgeklügelten agogischen Raffinesse, die vor allem in der dialogischen Spannkraft von der rechten und der linken Hand und im tempomässig markanten Absetzen der virtuosen Formteile ihre Wirkung tat. Dazu kommt ein kerniger Anschlag, der nicht auf Kosten des Finger-Legatos geht, sondern der melodischen Phrase mit sparsamem Pedaleinsatz eine luzide Klarheit verleiht. Eindrücklich geheimnisvolle Momente gelangen dem jungen Solisten in der tiefen Bassregion, aus welcher Brahms die geballten Steigerungen entwickelt. Seine innere Unabhängigkeit vom Pulsschlag ermöglichte Schnyder ein subtiles Verschleiern der Struktur... »

– Sibylle Ehrismann / Aargauer Zeitung / Dec 2003 –

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«Die Zuhörer feierten Oliver Schnyder frenetisch»

«Aussergewöhnliche Begegnung (...) Furor war angesagt. Oliver Schnyder, der international höchst erfolgreiche Künstler, ausgestattet mit einem besonderen Flair für die Moderne, mit einem hochsensiblen Gestaltungsvermögen und einer stupenden Technik (...) Die Zuhörer feierten Oliver Schnyder frenetisch. In den Zugaben sorgte er nochmals für starke Gegensätze: Nach Schumanns inniger ‹Träumerei› setzte er den Schlusspunkt mit dem rasanten ‹Hummelflug› von Rimsky-Korsakow.»

«(...) he found the music's essential character»

«(...) Schnyder's awareness of structural detail informed his interpretation throughout... and his intelligence and aristocratic musicianship found the music's essential character.»